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12.04.2005
ASK Köflach - SV Spittal 3:1 (1:1)
Werner Skrabitz Stadion, 500 Zuseher


1:0 Schreiner (19')
1:1 Norman Prenn (33')
2:1 Schriner (69')
3:1 Edler (77')


Auch die Anwesenheit von 15 lautstarken Caballeros änderte nichts daran, dass der SV Spittal gestern mit seiner bislang schwächsten Frühjahrsleistung in Köflach eine 1-3 Niederlage einstecken musste.
 

Zum Spiel:
Von Beginn weg nimmt Köflach das Heft in die Hand und erarbeitet sich ein deutliches spielerisches Übergewicht. In der 19. Minute ist es dann soweit, und der Führungstreffer ist wirklich sehenswert: Schreiner wird nicht attackiert und kann ungehindert aus mehr als 20 Meter Entfernung abziehen, der Ball passt genau ins Kreuzeck – Tormann Ott ohne jede Abwehrchance. 

Auch danach bleibt Köflach spielbestimmend, trotzdem kommt der SVS aus heiterem Himmel zum Ausgleichstreffer: Stefan Lambert passt von rechts zur Mitte, die Köflacher Abwehr samt Tormann hält ein kollektives Schläfchen und Norman Prenn kann den Ball ohne Probleme über die Linie drücken. Gleich danach fast die Führung für den SVS: Zeljko Simic vernascht an der Cornerfahne zwei Köflacher, sein Stanglpass kann aber im letzten Moment abgefälscht werden. 

Bis zur 65. Minute ist das Spiel ziemlich ausgeglichen, dann aber führt eine sehr unglückliche Situation zur neuerlichen Führung von Köflach: Daniel Trupp führt hinten den Ball, rutscht etwas weg, verliert ein Pressballduell gegen Ahmetaj, welcher in den 16er passt, wo es erneut zu einem Pressball kommt – auch diesen gewinnt Köflach in Person von Schreiner. Der anschließende Schuss aus 14 Metern passt genau ins Eck – auch hier ist Wolfi Ott ohne jede Abwehrchance. 

Danach versucht Spittal offensiver zu agieren und wird prompt bestraft: Nachdem unsere Abwehr auf Abseits spekuliert hat, startet Edler genau richtig, zieht allein auf unser Tor und verwertet sicher zum 3-1. Damit ist das Spiel entschieden, in den letzten 15 Minuten will Köflach nicht mehr und der SVS kann nicht mehr. 

Fazit:
Irgendwie war gestern der Wurm drin beim SVS. Die Mannschaft wirkte etwas müde, es fehlte an Aggressivität, Spritzigkeit und vor allem an Ideen im Spiel nach vorne, was aber vielleicht auch der defensiven Ausrichtung zuzuschreiben ist. Etwas unverständlich, dass man trotz der bislang blendenden Frühjahrsbilanz nicht etwas offensiver und mit mehr Selbstvertrauen auftrat.

Man muss allerdings auch sagen, dass Köflach gestern eine tadellose Leistung bot – die Weststeirer agierten sehr konzentriert, ballsicher und kompakt, weshalb ihr Sieg auch absolut verdient ist. 

Auch das verletzungsbedingte Fehlen von David Witteveen machte sich gestern schmerzlich bemerkbar – Zeljko Simic versuchte als Solospitze zwar sein Bestes, war aber als Alleinunterhalter gegen die kompromisslos agierende Verteidigung der Köflacher meist auf verlorenem Posten. Insofern sollte man sich für die nächsten Spiele überlegen, ob man nicht vielleicht mit zwei echten Spitzen agieren sollte, indem man etwa Norman Prenn ganz nach vorne zieht oder dem jungen Manuel Plattner die Chance gibt, von Anfang an zu spielen. 

Übermorgen findet bereits das nächste schwere Auswärtsspiel in Perg statt, die Oberösterreicher sind zwar im Frühjahr noch ungeschlagen, aber der 6-1 Sieg aus dem Herbst sollte unserer Mannschaft doch noch in guter Erinnerung sein. Die Caballeros werden jedenfalls vor Ort sein und versuchen, wieder für Heimspielatmosphäre zu sorgen.




Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
April 2005