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01.04.2005 Schwanenstadt, Spittal und Handelfmeter – diese verhängnisvolle Dreierbeziehung war es, die am gestrigen Abend einen dreifachen Punktegewinn des SV Spittal verhinderte. Doch der Reihe nach: Gerade mal drei fidele Caballeros hatten sich an einem bitterkalten Abend in Oberösterreich versammelt, und was in der ersten Hälfte geboten wurde, war auch nicht sehr erwärmend. Schwanenstadt zwar bemüht, das Spiel zu machen, aber bis auf einen schönen Seitfallzieher (43’) kommt wenig Zählbares heraus. Der SVS ist primär darauf bedacht, sich kein Gegentor einzufangen und steht in der Defensive dementsprechend dicht, dafür geht offensiv nicht allzu viel. Einzig Martin Morgenstern hat mit seinem Gegenspieler auf der rechten Seite seinen Spass, geht mehrmals auf und davon, was darin mündet, dass dieser bereits vor der Pause wegen akuter Rot-Gefahr ausgetauscht werden muss. Ansonsten kommt der SVS nur zu wenigen gefährlichen Angriffen, dementsprechend arbeitslos ist Simic an vorderster Front, was die Schwanenstadt-Fans bereits dazu animiert, Simic als „Blinden“ zu bezeichnen. Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Knalleffekt: Martin Hilberger tankt sich rechts durch und passt scharf in den Strafraum. Dort steht Zeljko Simic und beweist binnen 10 Sekunden, dass er definitiv kein „Blinder“ ist: Perfekte Ballannahme, mit dem Rücken zum Tor stehend den Ball abgedeckt, Drehung, Schuss aus 14 Metern genau ins lange Eck – ein Klassetor! Der Führungstreffer des SVS bedeutet den Auftakt zu sehr unterhaltsamen 30 Minuten. Die Schwanenstädter tauschen zwei Offensivkräfte ein und suchen ihr Heil nun endgültig in der Offensive, kommen immer wieder gefährlich nahe ans Spittaler Gehäuse und vergeben auch die eine oder andere gute Chance [Freistoss ganz knapp vorbei (55’), Stangenschuss (76’)]. Im Gegenzug ist der SVS in Kontern stets gefährlich, vor allem Vorstöße von Prenn und Hilberger sorgen für Alarmstufe Rot in der Hintermannschaft der Oberösterreicher. Und ganz vorne lauert Simic und lässt mit seiner feinen Technik nicht nur die Abwehrreihen des Gegners mehr als einmal alt aussehen, sondern sorgt auch fast für die Vorentscheidung – sein Schuss streift die Stange (67’). Dann aber die 78. Minute: Schwanenstadt im Angriff, ein Spittaler Verteidiger will ausputzen, wird von hinten gestoßen und kommt deshalb mit der Hand an den Ball – Elfmeterpfiff von Schiri Almer! Da für die anwesenden Caballeros der Blickwinkel zum Geschehen äußerst ungünstig war, kann nicht genau gesagt werden, welcher unserer Spieler den Ball mit der Hand spielte und ob der Elfmeter gerechtfertigt war. Von seiten der Spittaler Spieler wird jedenfalls minutenlang lautstark und wütend protestiert, zumal der Linienrichter auf Foul für Spittal entschieden hatte – auf jeden Fall also ein sehr umstrittener Elfmeter, der im übrigen vom Schwanenstädter Tichy souverän verwandelt wird. Wie im Hinspiel ist es also ein sehr fragwürdiger Handelfmeter, der die Federn der „Schwäne“ rettet. Die letzten 12 Minuten des Spiels sind rasch erzählt: Schwanenstadt bleibt spielbestimmend, ohne allerdings noch allzu viel Druck zu erzeugen. Spittal kann offensiv nicht mehr zusetzen, zumal man ab der 84. Minute einen Mann weniger auf dem Platz hat: Der 20 Minuten zuvor für den leicht angeschlagenen Hannes Jochum eingewechselte und für seine Kritik am Elfmeterpfiff bereits verwarnte Udo Gasser sieht nach neuerlicher Kritik gelb-rot. Schiri Almer zeigt also nicht gerade viel Fingerspitzengefühl, andrerseits natürlich ein unnotwendiger Ausschluss, der aber am Spielverlauf und -stand nichts mehr ändert: Bis zum Abpfiff tut sich nicht mehr viel und so bleibt es beim 1-1.
Fazit: Die Mannschaft des SVS bestach in diesem Spiel einmal mehr durch mannschaftliche Geschlossenheit: Tormann Ott war fehlerlos, die Abwehrreihe stand weitgehend sicher, vor der Abwehr zeigten Truskaller und Lambert unermüdlichen Kampfgeist, an den Flanken sorgten Morgenstern (vor allem in der 1. Hälfte) und Prenn (vor allem in der 2. Hälfte) für Unruhe, in der Mitte spulte Hilberger ein enormes Laufpensum ab und brachte auch offensiv einige Impulse und ganz vorne zeigte Simic seine Klasse. Alles in allem ein gerechtes Remis in einem Spiel, das vor allem in der zweiten Halbzeit den Erwartungen gerecht wurde. Der SC Schwanenstadt war zwar die meiste Zeit über spielbestimmend, hatte auch mehr Torchancen, aber von einem überlegenen Tabellenführer kann man sich eigentlich mehr erwarten.
Der SV Spittal spielte
diszipliniert, lauf- und einsatzfreudig und war im Konter gefährlich,
weshalb der Punkt redlich verdient ist. Ein weiterer starker Auftritt
unserer jungen Mannschaft!
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