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20.05.2005 Zerbröckelnde Tribünen, rostige Geländer, wucherndes Gras abseits des Spielfeldes –gebrechlich ist sie geworden, die altehrwürdige Grazer „Gruabn“, im letzten Jahr ihres Bestehens. Während also eines der ältesten Stadien Österreichs in wenigen Wochen nicht mehr sein wird, trafen am Spielfeld die beiden jüngsten Mannschaften der Regionalliga Mitte aufeinander. Abgesehen von David Witteveen (verletzt) und Takats (gesperrt) konnte Trainer Hrstic diesmal auf den gesamten Kader zurückgreifen, die zuletzt gesperrten Morgenstern, Neidhardt und Hilberger befanden sich daher wieder in der Startelf. Von Beginn an entwickelt sich ein flottes Spiel mit leichten Vorteilen für den SVS und den 15 anwesenden Caballeros bleibt anfangs der Torschrei gleich zweimal in der Kehle stecken: Simic kommt vor dem Tormann frei zum Schuss, der Goalie kann abwehren und Simic’s Nachschuss wird von einem Grazer Abwehrspieler noch von der Linie gekratzt (13’). Fünf Minuten später kann der Tormann einen Hilberger-Schlenzer aufs lange Eck nur abklatschen lassen und Simic jagt den Nachschuss an die Querlatte. Nach weiteren Chancen ist es in der 29. Minute soweit, Kapitän Claus Neidhardt zeigt vor, wie’s geht: Eckball Prenn, niemand deckt Neidhardt und sein Bodenauf-Kopfball aus 5 Metern geht genau ins lange Eck. Nach dem verdienten Führungstreffer zieht sich der SVS etwas zurück und prompt kommen die Sturm-Amateure zu Chancen: Ott wehrt zwei Schüsse bravourös ab (33’) und ein Sturm-Spieler schafft es, einen von Ott nur kurz abgewehrten Freistoßball aus zwei Metern Entfernung an die Oberkante der Latte zu setzen (35’). Ein wegen Abseits nicht gegebener Morgenstern-Treffer (37’) und ein gefährlicher Sturm-Schuss (40’) runden eine turbulente erste Halbzeit ab. In der zweiten Halbzeit fällt der SVS aus unerklärlichen Gründen zusehends zurück und ist offensiv nur mehr sporadisch vorhanden [Morgenstern-Schuss (55’), Jochum-Vorstoß (76’), die Steirer hingegen kommen immer öfter in den Spittaler Strafraum, weshalb der Ausgleich auch verdient ist, ein Kopfball von Kreimer in der 59. Minute findet via Innenstange den Weg hinter die Linie, Wolfi Ott streckt sich vergeblich. Auch in den letzten Minuten des Spiels bleibt Sturm am Drücker, aber mitten in die Schlussoffensive der Grazer fällt der Siegestreffer für den SVS: Prenn schickt Plattner auf der linken Seite steil, der wieselt der Abwehr davon, läuft von links auf das Gehäuse zu und schiebt den Ball unter dem sich niederwerfenden Tormann in die Maschen. Einen taktischen Wechsel und zwei Minuten später ist das Spiel vorbei und der SVS entführt bei seinem letzten Antreten in der „Gruabn“ drei Punkte. Fazit: Ein ob der mäßigen Leistung in Halbzeit zwei doch etwas glücklicher Sieg der Spittaler Elf, andrerseits: Was ist dagegen einzuwenden, dass auch der SVS einmal das Glück hat, einen späten Siegestreffer zu erzielen? Tormann Wolfi Ott spielte eine gute Partie und hielt was zu halten war, beim Gegentreffer war er chancenlos. Die Abwehr hatte bisweilen Probleme mit den flinken und spritzigen Grazer Offensivkräften, dafür klappte die Abseitsfalle gut. Im Mittelfeld war diesmal Norman Prenn der auffälligste Spittaler, er bereitete beide Treffer vor und war auch ansonsten an einigen gefährlichen Aktionen beteiligt. Im Sturm hatte Zeljko Simic diesmal nicht seinen besten Tag – normalerweise macht unser Goalgetter aus zwei Großchancen zumindest ein Tor. Manuel Plattner war wieder sehr bemüht und wurde spät, aber doch belohnt, beeindruckend wieder einmal seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor! Vier Runden vor Schluss
liegt der SVS auf Platz 2, so gut war man heuer noch nie platziert. Es
wäre erfreulich, wenn es gelingt, diesen Platz bis zum Saisonende zu
halten – zuzutrauen ist es der Mannschaft auf jeden Fall!
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