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03.06.2005 Für das Gastspiel in Wels hatte Trainer Hrstic die Mannschaft an zwei Stellen umgebaut: Für Stammtormann Wolfi Ott, der den Verein zu Saisonende verlassen wird, stand Stefan Takats im Tor und im Mittelfeld wurde erstmals in dieser Saison Mario Nagy von Spielbeginn an aufgeboten, für ihn musste Martin Morgenstern auf der Bank Platz nehmen. Die knapp 250 Zuschauer haben gerade erst ein schattiges Plätzchen auf der Tribüne gefunden, da springen schon einige Caballeros jubelnd auf, denn bereits in der 4. Minute geht der SVS in Führung. Und es ist ausgerechnet Mario Nagy, der das in ihn gesetzte Vertrauen gleich mit einem Tor zurückzahlt: Zeljko Simic tanzt links zwei Welser aus, Flanke in die Mitte, Nagy schraubt sich am höchsten und erwischt mit seinem Kopfball den Welser Schlussmann auf dem falschen Fuß. Danach neutralisieren sich beide Teams, das Spielgeschehen findet vor allem im Mittelfeld statt, aber nach knapp 30 Minuten beginnt Wels mächtig zu drücken. In der 36. Minute fahren die Oberösterreicher einen perfekten Konter, ein Wels-Angreifer hat bereits unseren Tormann ausgespielt, wartet dann aber zu lange mit dem Abschluss und so kann Takats doch noch eingreifen und diese Riesenchance zunichte machen. Vier Minuten später fällt dann aber der nicht unverdiente Ausgleich, die Entstehung fällt jedoch eher in die Kategorie „kurios“: Weiter Ausschuss des Wels-Tormannes, niemand fühlt sich für den Ball zuständig, der Welser Nikolov spritzt dazwischen und überhebt den herauseilenden Takats. Gleich danach noch ein tückischer Flatterball aufs Spittaler Gehäuse, aber Takats und die Latte bewahren den SVS vor einem Rückstand. In der zweiten Halbzeit ist das Spiel flotter und somit kommen beide Teams zur einen oder anderen Torchance. Auf Seiten des SVS scheitert Martin Hilberger mit zwei Schüssen (49’ und 68’), Normann Prenns Schuss kann vom Wels-Tormann bravourös abgewehrt werden (77’) und zwei Kopfbälle verfehlen nur knapp das gegnerische Tor (77’ und 79’). Da auch der FC Wels die vorgefundenen Chancen nicht nutzen kann, bleibt es bei einem leistungsgerechten 1:1. Was gibt’s sonst noch zu berichten? Der FC Wels erwies sich als netter Gastgeber und stattete die Caballeros sogar mit einem Sechertragerl Bier für die beschwerliche Heimreise aus. Sein letztes Spiel leitete gestern Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Almer und bot dabei eine gute Leistung. Erfreuliches gibt’s von David Witteveen zu vermelden: Der Heilungsprozess nach seinem Kreuzbandriss verläuft schneller als von den Ärzten erwartet, David hofft, in zwei Monaten wieder ins Training einsteigen zu können. Fazit: Immerhin
ein Punkt für den SV Spittal gegen Angstgegner Wels. Großer Fußball
wurde den Zuschauern zwar nicht geboten, aber aus Spittaler Sicht kann
man mit der Leistung unserer Mannschaft durchaus zufrieden sein.
Wirklicher Schwachpunkt war keiner auszumachen, auch Stefan Takats
zeigte sich deutlich verbessert und war zumeist ein sicherer Rückhalt.
Trotz der sommerlichen Hitze ging der SVS engagiert zu Werke und bot
eine kämpferisch tadellose Leistung, weshalb der Punkt redlich verdient
ist. |
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