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23.09.2005 Köflach gegen Spittal, das war nicht nur das Aufeinandertreffen zweier Ex-Tabellenführer, sondern vor allem ein richtungsweisendes Duell: Beide Teams hatten zuletzt zweimal in Folge verloren, vor allem die Köflacher standen daher im eigenen Stadion (das nach Renovierungsarbeiten gestern mit Blasmusik und freiem Eintritt offiziell wiedereröffnet wurde) ordentlich unter Druck. Beim SVS drei Änderungen in der Startformation: Statt Takats spielt diesmal Marco Witteveen im Tor, Kruse ersetzt den gesperrten Trupp auf der linken Abwehrseite und statt Simic beginnt diesmal David Witteveen im Sturm. Nach kurzem Abtasten übernehmen dann auch gleich die Steirer das Kommando: Einen Stangerlpass kann Neidhardt gerade noch wegschlagen (4’) und der Kopfball eines Köflachers geht nur knapp am Tor vorbei (19’). In der 23. Minute dann die erste (und gleichzeitig einzige) hundertprozentige Chance für Köflach: Nach einem SVS-Angriff wird blitzschnell umgeschalten, ein Köflacher geht rechts durch, gibt auf Höhe des 16ers zur Mitte, wo ein sich ein weiterer Köflach-Spieler freigelaufen hat. Dieser geht alleine aufs Tor, legt sich die Kugel aber um eine Spur zu weit vor, sodass Witteveen um einen Tick schneller am Ball ist und das Leder unter sich begräbt. Danach noch eine Chance für Köflach, dann verblasst das Spiel zusehends und bis zur Pause tut sich nicht mehr viel. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff erarbeitet sich der SVS die erste nennenswerte Chance: Morgenstern passt von rechts in den Strafraum auf Witteveen, dessen Drehschuss allerdings am langen Eck vorbeigeht (49’). In der 52. Minute brandet Jubel im Stadion auf: Getümmel im Spittaler Strafraum, die Verteidigung kann den Ball nur kurz wegschlagen, Schuss aus 25 Metern und der abgefälschte Ball findet den Weg ins Tor. Aber: Mehrere Köflacher standen im Abseits – der Treffer zählt zu recht nicht. Danach flacht das Spiel erneut ab, der SVS ist primär darauf bedacht, kein Tor zu bekommen und so bekommen die Zuschauer nur Magerkost geboten. In der 70. Minute dann aber die spielentscheidende Szene: Freistoss für den SVS von der linken Seite, Prepoli schießt den Ball in Richtung ersten Pfosten, am kurzen Fünfereck läuft David Witteveen dem Ball einige Schritte entgegen und verlängert den Ball mit dem Hinterkopf so, dass er sich genau ins lange Kreuzeck senkt. Ein herrlicher Treffer, bei dem der Tormann der Steirer keine Abwehrchance hat. Durch das 1:0 kommen endlich Spannung und Tempo ins Spiel – Köflach wirft alles nach vorne und Spittal hält mit Herz und Einsatz dagegen. Großchancen können sich die Steirer allerdings nicht mehr erarbeiten, am gefährlichsten noch ein Schuss von der Strafraumgrenze, den Marco Witteveen bravourös abwehren kann (82’). Nach 94 Minuten ist es vollbracht, der in seinen Entscheidungen nicht immer ganz sattelfeste Schiri Karassek pfeift das Spiel ab. Fazit: Tormann Marco Witteveen begann unsicher (Flanke verfehlt, schlechte Abschläge), steigerte sich aber sehr bald und spielte dann fehlerlos. In der Abwehr boten Pirker, Neidhardt und Jochum eine gute Leistung, Kruse hingegen wirkte unsicher und machte einige Fehler. Im Mittelfeld spielten Truskaller und Gasser kompromisslos und zweikampfstark, konnten offensiv allerdings kaum Akzente setzen. In Ermangelung guter Pässe in die Tiefe waren daher auch Morgenstern und Prenn an den Flanken eher harmlos, aber auch für sie gilt: Kämpferisch eine tadellose Leistung. Prepoli, der hängende Spitze spielte, fiel anfangs durch Fall- und Kritiksucht auf, besann sich dann aber seiner technischen Fähigkeiten und war an einigen guten Aktionen beteiligt. David Witteveen an vorderster Front setzte seine Kampfkraft geschickt ein und beschäftigte die Köflacher Abwehr, litt aber darunter, dass aus dem Mittelfeld wenige Bälle kamen. Umso schöner aber sein spielentscheidendes Kopfballtor, daher war er gestern zweifellos der Vater des Sieges. Nach den vergangenen zwei teils unglücklichen Niederlagen ein ganz wichtiger Sieg, der dem SVS nicht nur den Verbleib in der Spitzengruppe der Regionalliga sichert, sondern auch die optimale Moralinjektion für den Cuphit gegen Klagenfurt bedeuten sollte!
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