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21.08.2005 Regen und Unwetter in halb Österreich, aber die wenigen unverwüstlichen Caballeros, die sich nach Linz aufgemacht hatten, wurden mit trockenem Wetter und einem tollen Spiel belohnt. Dabei beginnt’s aus Spittaler Sicht denkbar schlecht: Freistoß von rechts für Pasching in der 3. Minute, die Flanke wird per Kopf abgefälscht, am langen Eck steht Reiter frei und bugsiert den Ball mit dem Oberschenkel über die Linie. Beim SVS ist von einem Schock jedoch nichts zu merken, man spielt munter mit, und so entwickelt sich ein sehr ansehnliches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vor allem zwischen der 20. und 30. Minute häufen sich die Torszenen: Der einschussbereite Zeljko Simic wird in letzter Sekunde vom Ball getrennt. Im Gegenzug kann zuerst Stefan Takats nach einem Stanglpass in extremis abwehren, dann kratzt Daniel Trupp den freiliegenden Ball von der Torlinie und schließlich geht ein Paschinger Schuss nur hauchdünn am Spittaler Gehäuse vorbei. Dann ist wieder Spittal an der Reihe, schnürt Pasching mächtig ein, und in der 29. Minute ist es schließlich soweit: Jurica Zrilic kommt im Strafraum halbrechts an den Ball, zieht ab, der Paschinger Tormann kann nur kurz abwehren und Simic staubt aus kurzer Distanz erfolgreich zum Ausgleichstreffer ab. Auch in den letzten Minuten der ersten Halbzeit wird den ca. 300 Zusehern sehenswerter Fußball geboten, die größte Chance hat dabei der SVS, als David Witteveen in einen Abschlag des Pasching-Tormanns springt und der abgeblockte Ball daraufhin fast den Weg ins Tor der Oberösterreicher findet. In der zweiten Halbzeit gibt es nicht mehr so viele Torraumszenen wie vor der Pause, das Spiel ist aber weiterhin schön anzusehen. Die technisch sehr starken Paschinger haben zumeist mehr Spielanteile und reißen die Spittaler Abwehr vor allem über die Flanken öfters auf. Die größte Chance hat allerdings der SVS in der 52. Minute, als zuerst Martin Morgenstern am Torhüter scheitert und dann Zrilic den Nachschuss am fast leeren Tor vorbeisetzt. Dann sind wieder die Paschinger am Zug: Mehrmals werden gefährliche Flankenbälle und Stanglpässe im letzten Moment von unserer Abwehr abgefangen (wieder einmal sehr stark: Neidhardt und Jochum), Glück für den SVS, als ein ungedeckter Pasching-Spieler nur knapp übers Tor köpfelt. Dann nochmals Alarm im Paschinger Strafraum: Simic tankt sich durch und sucht sich schon die Ecke aus, als im letzten Moment noch eine Paschinger Zehenspitze auftaucht und den Ball abfälscht. In der Schlussviertelstunde müssen beide Mannschaften dem hohen Tempo Tribut zollen, und bis auf einen Freistoss von Prenn (85. Minute, nach Foul an Trupp) kommt es zu keinen nennenswerten Torchancen mehr. Pünktlich nach 90 Minuten pfeift der gute Schiri Gruber aus der Steiermark das Match ab. Fazit: Pasching präsentierte sich heute als vor allem spielerisch sehr starke Mannschaft, was wohl auch damit zusammenhängt, dass einige Spieler dabei waren, die normalerweise bei den Profis auflaufen (z.B. Hauser, M’bock, Bolter..) Der SV Spittal hielt aber sowohl kämpferisch als auch spielerisch dagegen, der Punkt ist daher redlich verdient. Stefan Takats wurde mehrfach geprüft und machte dabei bis auf 1,2 Unsicherheiten eine sehr gute Figur. Auch unsere Abwehr stand teils stark unter Druck, konnte aber des öfteren mit schönen Tacklings gefallen, Claus Neidhardt und Hannes Jochum waren einmal mehr die „Türme in der Schlacht“. Im Mittelfeld steigerten sich Udo Gasser und Jurica Zrilic nach schwachem Beginn deutlich, auf den Flanken hatten sowohl Norman Prenn als auch Martin Morgenstern viele Ballkontakte und brachten damit die Paschinger Abwehr vor allem in Halbzeit eins öfters ins Schwimmen. David Witteveen (heute zum ersten Mal seit 20.11.2004 in der Startelf) rackerte bis zu seiner Auswechslung unermüdlich und war körperlich ungemein präsent – ein starkes Comeback! Zeljko Simic erzielte den Ausgleich und hatte bei einigen weiteren gefährlichen Aktionen seine Beine im Spiel, manchmal fehlte ihm allerdings das nötige Quäntchen Glück. Mit dem heutigen Unentschieden nach einem unterhaltsamen Spiel gegen einen sehr starken Gegner liegt der SVS nun auf Platz 2 der Regionalliga Mitte, die Mannschaft ist in guter Form und man darf den nächsten Spielen optimistisch entgegensehen. Und in der Kärntner Landeshauptstadt, im ewigen Nebel, wird man bereits nervös, wenn man an den 27. September denkt..
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