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21.04.2006 1:0 Zjelko Simic
(29’, Elfer)
Nur selten hat in der Vergangenheit ein designiertes Spitzenspiel das gehalten, was man sich davon versprochen hat. Nicht jedoch letzten Freitag, als der Tabellenführer aus Hartberg beim Tabellenzweiten Spittal zu Gast war. Vor einer ansehnlichen 900 Zuschauer-Kulisse gab es gleich ab den Anfangsminuten viel zu sehen. Erst war Hartberg mit einem Freistoß gefährlich, den Goalie Takats sicher abwehren konnte (3’) und im Gegenzug traf Zjelko Simic ebenfalls nach einem Freistoß aus guter Distanz nur die Querlatte (5’). Die sehr gut agierenden Simic und Jochum fielen immer wieder mit Traumpasses in den Raum auf die schnellen Stürmer Plattner und Witteveen auf. So auch in der 16. Minute, als der Hartberger Tormann knapp vor dem herannahenden Plattner an den Ball kam. Bis auf wenige Standardsituationen war Hartberg eher ungefährlich, die Spittaler machten eindeutig das Spiel. Dann kam die große Zeit von Schiri Pamer aus Wels. In der 28 Minute zeigte er für den SV Spittal auf den Elfmeterpunkt, den Simic trocken verwertete. Ein Elfer, der eigentlich nicht zu geben war. Die Hartberger Spieler protestierten vergeblich. Aber sie mussten sich nicht lange darüber aufregen, denn Schiri Pamer pfiff wenige Minuten später für die Hartberger nach einem umstrittenen Handspiel von Trupp einen Elfmeter, der eigentlich auch nicht zu geben war. Bozgo verwertete diesen in der 32. Minute zum 1:1 Ausgleich. Die Spittaler waren jedoch keineswegs geschockt, denn sie machten weiter das Spiel. Wieder Simic in den Lauf von Plattner, der jedoch den Ball nur noch im Rutschen Richtung Tor befördern konnte und somit wurde er eine leichte Beute für den Steirer Schlussmann. Eine Minute später spielt Simic wunderschön auf Witteveen, der zu Plattner; doch Plattigoal wollte einfach (noch) kein Tor gelingen. Vor der Pause hatte man nach einem verunglückten Rückpass von Truskaller nochmals Glück, denn der Steirer konnte nicht scoren. So ging es auch in die Kabinen. In der Anfangsphase der 2. Halbzeit machte ganz klar der SV Spittal das Spiel. Der Wille unbedingt siegen zu müssen, gab noch den letzten Kick. Manuel Plattner überspielt nach Traumpass aus der eigenen Hälfte von Jochum in der 54. Minute einen Hartberger Verteidiger und schiebt die Kugel aus halbrechter Position trocken ins lange Eck. Die absolut verdiente Führung für den SVS. Nach dem Tor gab es leider unschöne Szenen abseits des Spielfeldes. 5 der insgesamt 27 lautstarken Hartberger Fans fühlten sich von den davor stehenden Ordnern provoziert und gingen auf diese los. Die Ordner wichen auf das Spielfeld zurück. Durch das schnelle Einschreiten der Hartberger Spieler, war die Situation schnell wieder geklärt und die erhitzten Gemüter kühlten sich ab. Nun aber wieder zum sportlichen Geschehen. Eigentlich hatte man sich erwartet, dass die Oststeirer das Kommando übernehmen werden, doch es schaute nicht viel Effektives dabei heraus. Die Abwehr der Oberkärntner stand gut und man lauerte auf Konter, die aber vergeben wurde. In der 79. Minute gab es dann eine eindeutige Schwalbe eines Hartberger im Strafraum. Der Schiri dürfte dies genau gesehen haben. Kurz vor Schluss dann großes Glück für den SVS, denn Abwerzger wurde im 16er klar zurückgehalten und eigentlich hätte es in dieser Situation (schon wieder) Elfmeter geben müssen. Doch der Welser Schiedsrichter war wohl noch von der vorherigen Schwalbe geblendet, sodass der Pfiff ausblieb. In der Nachspielzeit vergab David Witteveen nochmals nach einem Konter (92’), doch in der 95. Minute stand Simic alleine vor dem Hartberger Tormann, der ihn klar zu Fall brachte. Ein eindeutiger Elfmeter, den David Witteveen sicher zum 3:1 Endstand verwertete.
Fazit: Der SVS hatte eindeutig mehr Spielanteile und hat verdient gesiegt. Allerdings muss man auch anmerken, dass zahlreiche Chancen, vor allem nach dem 2:1 ausgelassen wurden. Gott sei Dank ging alles gut und man bleibt weiter an Hartberg dran. Die Situation mit den Hartberger Fans würde ich nicht überbewerten. Natürlich ist ein derartiges Verhalten im Stadion unnötig und fehl am Platz. Unsere Hartberger Freunde von den Blue White Boys haben sich jedenfalls gleich bei uns für das Verhalten einiger Mitgereister entschuldigt. Nach dieser Vorstellung heißt es jetzt nachlegen für den SVS. Am Freitag steht das Auswärtsspiel bei Angstgegner FC Wels am Plan und am 1.5. geht’s im Nachtragspiel der 16. Runde zu Hause gegen die Sturm Graz Amateure. Also, nicht nachlassen, Burschen, dann ist noch alles drin!
Seppse
Egger für die Gruppierung "Caballeros Spittal
03" |
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