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16.09.2005
SV Spittal - FC Wels 1:3 (0:0)
Goldeckstadion, 400 Zuseher


0
:1 Ertl (32')
0:2 Ramakic (43')
1:2 Hannes Jochum (52')
1:3 Ertl (80')
 

Im Aufeinandertreffen mit dem FC Wels ist der SVS eigentlich immer als klarer Favorit zu bezeichnen, da man in der Tabelle grundsätzlich vor den Oberösterreichern liegt. Wenn da nicht der Umstand wäre, dass Wels der große Angstgegner des SVS ist und man seit mehr als 4 Jahren keinen Sieg gegen die Messestädter erringen konnte... 

Diese Serie will der SVS offensichtlich beenden, denn man geht sehr konzentriert zu Werke und erarbeitet sich von Anfang ein spielerisches Übergewicht. Ein Jochum-Freistoss (7’), eine Kombination Simic-Prepoli (10’) und ein Gasser-Schuss (21’) sind exemplarisch Ausdruck dafür, dass der SVS unbedingt gewinnen will.

Doch in der 32. Minute zeichnet sich ab, dass dem Fluch gegen Wels heute ein weiteres Kapital hinzugefügt werden sollte: Weiter Abschlag des Wels-Tormannes, ein unmotivierter Takats-Ausflug aus dem Strafraum, der Ball überspringt unseren Tormann, Jochum verliert das Laufduell gegen Ertl und schon steht’s 0:1.

Zehn Minuten später der nächste Schock: Trupp stößt im Strafraum einen Wels-Spieler, der Schiri pfeift sofort – ein harter aber vertretbarer Elfer. Takats ist zwar noch dran, kann das 0:2 aber nicht verhindern. 

In der zweiten Halbzeit wirft der SVS von Beginn an alles nach vorne, wodurch sich ein sehr flottes Spiel ergibt, da die Welser nun ihrer Lieblingsbeschäftigung (dem Kontern) nachgehen können. Nun aber hat endlich einmal der SVS das Glück auf seiner Seite: Freistoss aus knapp 25 Metern, Hannes Jochum schießt, und der Ball wird von der Mauer unhaltbar ins Tor abgefälscht (52’).

Nun wird der SVS noch offensiver und erarbeitet sich einige gute Chancen, etwa durch Schüsse von Prenn, Pirker und Prepoli. Auch nachdem Trupp nach einem Dutzendfoul gelb-rot sieht (63’), drückt der SVS weiter auf den Ausgleich.

Aus einem schnellen Welser Konter fällt dann aber das entscheidende 1:3, wieder einmal ist Ertl schneller als die (dezimierte) SVS-Abwehr (80’). 

In der 89. Minute keimt noch einmal kurz Hoffnung auf, nach Foul an Jochum gibt es einen Elfmeter für den SVS. Allerdings hält der Welser Tormann gleich beide Schüsse von Prepoli (der erste Elfer muss wiederholt werden, weil ein Wels-Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen war). Letztendlich spielt das aber keine Rolle mehr, sondern fügt sich vielmehr trefflich in die Unserie gegen Wels. 

Fazit: Heute hat sich wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, warum der FC Wels der absolute Angstgegner des SVS ist: Massive Abwehr und pfeilschnelle Konter – offenbar eine Kombination, die dem SVS gar nicht liegt.

Auch wenn der SVS teilweise mächtig Druck machte und zu zahlreichen Eckbällen, Freistößen und Weitschüssen kam, waren die Oberösterreicher einfach die cleverere Mannschaft und nutzten die wenigen Chancen eiskalt.

Man kann unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen, es wurde beherzt gekämpft und wirklich alles versucht. Aber, wie gesagt: Gegen Wels ist es einfach wie verhext.



Redaktionsbereicht "Caballeros Spittal 03"
Jänner 2006