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15.04.2006 Drei Siege in ebenso vielen Spielen hatte der SVS bislang im Frühling erreicht, groß war daher der Optimismus des einsamen Caballero, der sich ins „feindliche“ Perg gewarnt hatte. Mit dabei auf der Tribüne auch die heute gesperrten Daniel Trupp und Zeljko Simic, allerdings im Gegensatz zum Verfasser dieser Zeilen im VIP-Bereich. Aufgrund der genannten Sperren musste Trainer Gustl Hrstic die Startelf umbauen: Alex Kruse spielte links hinten und Hannes Truskaller wurde in der Abwehr eingesetzt. (Für ihn wurde Martin Morgenstern ins Mittelfeld auf die rechte Seite vorgezogen, Mario Steiner rückte in die Mitte und bildete gemeinsam mit Udo Gasser das zentrale Mittelfeld) Der SVS beginnt forsch und versucht das Spiel zu machen, wird aber nach nicht einmal 10 Minuten kalt erwischt: Ballverlust bei einem Angriff, Perg schaltet blitzschnell um, ein langer Pass, die Abseitsfalle schnappt nicht zu, Holy läuft allein auf das von Stefan Takats gehütete Spittaler Gehäuse zu und lässt unserem Schlussmann keine Chance. Auch in der Folge macht der SVS das Spiel und agiert dabei durchaus gefällig, ohne allerdings wirkliche Torgefährlichkeit auszustrahlen. Ganz anders Perg, mit der zweiten Konterchance kommt man zum 2-0: Nach Balleroberung ein schneller Pass nach rechts, Kruse lässt den gegnerischen Spieler von der Grundlinie flanken und der für Holy eingewechselte Schmutzer köpft aus 5 Metern ungehindert ins Tor. Und auch der Rest der ersten Halbzeit verläuft aus Spittaler Sicht wenig erfreulich: Zwar ist der SVS weiterhin das Team mit der reiferen Spielanlage, der Ball läuft teilweise durchaus ansehnlich durch die eigenen Reihen, aber Torchancen kann man sich gegen die gut stehende Perger Abwehr keine erarbeiten. Den Oberösterreichern kann die Spittaler Ungefährlichkeit nur recht sein, bereits gegen Ende der ersten Hälfte verteidigt man teils zu zehnt den eigenen Strafraum und hofft vorne auf weitere Konter, die aber zumindest in der ersten Halbzeit nicht mehr gefahren werden können. In der
Halbzeitpause reagiert Trainer Hrstic, indem er die Positionen neu
besetzt: Hannes Jochum wird ins Mittelfeld vorgezogen, Steiner wechselt
an seine angestammte Position rechts im Mittelfeld, Morgenstern spielt
rechts hinten und Truskaller im Abwehrzentrum. In der 52.
Minute die erste Riesenchance für den SVS, nach Maßflanke von Norman
Prenn köpft Steiner nur um Zentimeter übers gegnerische Gehäuse und
wenige Minuten später geht ein Kopfball von David Witteveen nur ganz
knapp am langen Eck vorbei. Kurz darauf kommt Marco Petricevic für den glücklosen Gasser und ab diesem Zeitpunkt erarbeitet sich der SVS fast im Minutentakt hochkarätige Torchancen: -- 69. Minute:
Prenn-Drehschuss aus 12 Metern, der Tormann ist schon geschlagen, aber
ein Perg-Spieler kann den Ball von der Linie kratzen. Jede Menge Torchancen also für den SVS, aber mit einigem Glück kann die Union Perg das 2:0 bis zum Schlusspfiff halten, nach 92 Minuten pfeift der ausgezeichnete Schiri aus der Steiermark das Spiel ab. Der SVS zeigte an diesem Abend zwei völlig unterschiedliche Gesichter. In der ersten Halbzeit agierte man zu verspielt, ließ dem Gegner viel zu viel Platz, ging nur halbherzig in die Zweikämpfe und die weit aufgerückte SVS-Verteidigung ließ sich zweimal mit einem einfachen Pass ausspielen. Nach der Pause war der SVS mit viel mehr Ernst bei der Sache und nicht zuletzt dank der Positionsänderungen bzw. der Hereinnahme von Petricevic konnte man sich tolle Torchancen erarbeiten und das gegen eine beileibe nicht schlecht organisierte Perger Abwehr. Ein Punkt für den SVS wäre im Lichte der zweiten Halbzeit durchaus verdient gewesen, aber das Spielglück war an diesem Abend einfach nicht auf Seiten des SVS. Hier eine – rein subjektive – Einschätzung der Leistung unserer Spieler (nach Schulnotensystem): Takats:
3 – bei den Gegentoren war er machtlos, ansonsten fehlerlos.
Fazit: Das Glück, das der SVS beispielsweise in der vergangenen Runde gegen Feldkirchen hatte, fehlte in Perg. Die Oberösterreicher nützten in der ersten Halbzeit ihre zwei einzigen Torchancen clever und hatten in der zweiten Halbzeit das nötige Quäntchen Glück bei teils rollenden SVS-Angriffen. Summa summarum ein nicht unverdienter Sieg für Perg, aber auch ein Remis wäre auf jeden Fall gerecht gewesen, nicht zuletzt weil der SVS zweimal auf Holz klopfte. Nach knapp zwei Dritteln der Meisterschaft liegt der SVS damit auf Platz zwei, nach Verlustpunkten 6 Zähler hinter Tabellenführer Hartberg. Am Freitag gibt’s im Goldeckstadion den großen Schlager gegen die Oststeirer und es bleibt zu hoffen, dass der SVS an die Leistung der zweiten 45 Minuten in Perg anschließen kann.
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