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10.06.2006 Gerade einmal 250 Zuschauer – und das ist noch großzügig geschätzt – hatten sich zum letzten Heimspiel dieser Saison ins Goldeckstadion verirrt. Diese treuen Fans – unter ihnen ein gutes Dutzend Caballeros – wurden aber mit dem trefferreichsten Heimspiel seit mehr als 3 Jahren verwöhnt und bereuten daher ihr Kommen sicherlich nicht, beim gleichzeitig stattfindenden WM-Spiel wurde nämlich Schonkost geboten (Schweden – Trinidad 0:0). Trainer Hrstic hatte sein Team leicht verändert: Im Tor diesmal M. Witteveen, in der Abwehr Kruse, Neidhardt, Gasser und Truskaller, im Mittelfeld Trupp, Steiner, Simic und Morgenstern sowie im Sturm D. Witteveen und Plattner. Der nach der Saison zu Salzburg wechselnde Prenn fehlte damit zum ersten Mal seit 58 Meisterschaftsspielen in der Startaufstellung. Der SVS startet beherzt und bereits in der 1. Minute hätte es Elfmeter geben müssen, Daniel Trupp dringt in den Strafraum ein und wird von hinten niedergestoßen, doch der Schiri lässt weiterspielen. Drei Minuten später klappt’s dann aber schon mit dem 1:0, nach schönem Pass von Zeljko Simic auf David Witteveen läuft dieser der gegnerischen Abwehr davon, spitzelt den Ball am herausstürzenden Tormann vorbei und verwertet aus spitzem Winkel zur frühen Führung.
Der SVS bleibt
die leicht überlegene Mannschaft, doch auf einmal ist es der
Fixabsteiger aus Unterkärnten, der die Tore erzielt:
Auch der SVS
kommt zu einigen guten Chancen (Plattner-Solo, Schüsse von Witteveen,
Simic und Martin Morgenstern), aber das Visier ist – noch – nicht gut
eingestellt.
Die erste
Halbzeit endet also mit einem Plattner-Tor und auch in der zweiten
Halbzeit ist es „Plattigol“, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückt:
Schöner Pass von Trupp auf den quirligen Morgenstern, der könnte bereits
schießen, legt aber mit der Ferse herrliche für D. Witteveen auf, dessen
Schuss kann aber vom Tormann kurz abgewehrt werden. Doch der Nachschuss
ist eine Angelegenheit für Plattner, der aus gut 13 Metern genau ins Eck
trifft.
Nach einigen
Minuten kreativer Pause erhöht der SVS nochmals die Schlagzahl: Nur in der 88. Minute heißt es nochmal zittern, doch M. Witteveen kann einen Schuss aus kurzer Distanz mit einem tollen Reflex abwehren, dann ist es geschafft und die 11 Spittaler am Feld können sich über die drei Punkte freuen.
Fazit:
Im letzten
Heimspiel der Saison 2005/06 zeigte der SVS einmal mehr, dass er vor
allem offensiv so viel draufhat wie nur wenige Teams der Liga: Spieler
des Spiels war sicher Plattner, der kaum zu halten war und sich einen
Hattrick redlich verdient hätte. D. Witteveen ließ sich des öfteren ins
Mittelfeld zurückfallen und kombinierte einige Male sehr gut mit Simic,
der wiederum als Vorbereiter glänzte. Morgenstern kommt zum Schluss der
Saison immer besser in Fahrt und war auf der rechten Seite ein ständiger
Unruheherd. Gut auch Trupp, Steiner blieb eher unauffällig. Der
eingewechselte Petricevic sorgte für frischen Wind, Prenn hingegen
konnte keine Akzente setzen.
Von 8 Heimspielen
im Frühjahr konnte der SVS 7 gewinnen – eine tolle Bilanz, die
maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass der SVS die Saison aller
Voraussicht nach auf Platz 2 beenden wird.
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