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03.11.2006
SV Spittal – Union St. Florian 1:0 (0:0)
Goldeckstadion, 200 Zuseher

1:0 Zeljko Simic (69')
 

Aufstellung SV Spittal: Takats; Graf, Neidhardt, Lassnigg, Trupp; Ebner (91. Meixner), Gasser, Simic, Walder (78. Moser); Plattner (89. Maier), Hölbling

 

Rund 200 hartgesottene Fans hatten sich bei Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes zum Kellerduell gegen die Union St. Florian im Spittaler Goldeckoval eingefunden. Der SVS begann auf dem schwierig zu bespielenden, teilweise mit Schnee bedeckten Rasen sehr engagiert und versuchte den Gegner von der ersten Minute an unter Druck zu setzen.

Bereits nach 5 Minuten hätte es auch schon 1:0 stehen müssen: Einen Freistoß von Simic lässt der oberösterreichische Tormann kurz abprallen, ein Nachschuss aus kurzer Distanz wird auf der Linie weggekratzt, beim nachfolgenden Versuch eines Spittaler Angreifers aus ebenso aussichtsreicher Position kann sich erneut der Torhüter auszeichnen, ehe Zeljko Simic den Ball aus spitzem Winkel endgültig über das Florianer Gehäuse feuert. „Eine größere Chance als diese Triple-Möglichkeit wird der SVS wohl so schnell nicht mehr bekommen“, war sich die große Schar an Caballeros schnell einig. Um sich im Folgenden wie schon des öfteren in dieser Saison einer intensiven Diskussion über die haarsträubende Chancenauswertung der Hrstic-Truppe hinzugeben. Der Rest von Halbzeit 1 ist schnell erzählt: Spittal bemüht, mit deutlich mehr Spielanteilen gegen eine tief stehende, destruktiv agierende Florianer Mannschaft, aber nicht zwingend genug. Annähernd Gefahr kam nur bei einigen Weitschuss-Versuchen auf.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten änderte sich wenig an der Rollenverteilung. Der SVS kam noch offensiver aus der Kabine und machte kräftig Dampf. In weiterer Folge ergaben sich auch einige gute Möglichkeiten. Die größte vergab Hölbling, der einen Schussversuch aus rund 20 Metern an die Querlatte setzte. Als man sich auf der Osttribüne schön langsam mit einem weiteren 0:0 auseinander zu setzen begann, fiel dann doch noch das erlösende 1:0: Nach einem Freistoß von halbrechts kann die Abwehr der Oberösterreicher zunächst klären. Der Ball gelangt über Umwege zu Zeljko Simic. Dieser trägt auf halblinks stehend eine Flanke zur Mitte an, welche ein Florianer Spieler so (un)glücklich abfälscht, dass der sich zur Bogenlampe mutierende Ball zur Freude der Spittaler Fans über den Torhüter hinweg ins Kreuzeck hinabsenkt. Nach mehr als 500 Minuten endlich wieder ein Torerfolg für die junge Spittaler Mannschaft! Wenn auch glücklich, der Treffer war allemal verdient, aber in seiner Kuriosität auch umso bezeichnender für die momentane Abschlussschwäche. In weiterer Folge erhöhte St. Florian zwar personell die Angriffsbemühungen, blieb aber ebenso harmlos wie in den vorangegangen 70 Minuten. In Summe konnten die Oberösterreicher nicht eine einzige ernstzunehmende Tormöglichkeit gegen die an diesem Tage hervorragend organisierte Abwehr des SVS verzeichnen.

 

Kurzum: Es mag für den objektiven Betrachter kein schönes Spiel gewesen sein, der subjektive Fan des SVS hatte jedoch in jeder Situation das Gefühl, dass sich die Mannschaft redlich bemühte, was sich schlussendlich in einer massiven Feldüberlegenheit und einem wichtigen Sieg niederschlug. Und die eine Sache mit dem Tore-Schießen werden wir über den Winter auch wieder hinbekommen. Dann wird man schlussendlich auch auf einem gesicherten Mittelfeldplatz landen. Denn wie ein Absteiger hat an diesem Abend wirklich nur St. Florian gespielt…



Redaktionsbericht
"Caballeros Spittal 03"

November 2006