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Fotos / Berichte:


15.09.2006
1. FC Vöcklabruck – SV Spittal 4:1 (1:0)
Voralpenstadion, 500 Zuseher

1:0 Jamakovic (9’)
2:0 Hermes (62')
2:1 Kacicnik (63’, Eigentor') 
3:1 Rothbauer (70’)
4:1 Rancic (75’)

 

Aufstellung SV Spittal: Witteveen; Truskaller, Neidhardt, Trupp, Lassnigg (59. Ebner); Waitschacher, Simic, Gasser (73. Sixt), Hafner; Plattner, Hölbling (46. Maier)


 Aus allen Richtungen – aus Graz, Spittal, Wien – waren an diesem regnerischen aber milden Abend die Caballeros zusammengeströmt, um dem SV Spittal bei seinem Antreten in Vöcklabruck auf die Beine zu schauen.
 Und die 3 Fans der Auswärtsmannschaft sehen eine Anfangsphase ganz nach ihrem Geschmack: Der Gegner wirkt verunsichert und hölzern, wohingegen der SVS frisch nach vorne spielt. So lassen die ersten Chancen nicht lange auf sich warten: In der 6. Minute geht Waitschacher rechts durch und gibt in den Strafraum zu Hölbling, der sofort abzieht, doch seinen guten Schuss aufs lange Eck kann der Tormann toll zur Ecke abwehren. Zwei Minuten später eine fast idente Situation, dieses Mal ist es Hafner, der zur Mitte spielt, aber Hölbling trifft den Ball nicht richtig und vergibt somit diese sehr gute Chance ziemlich kläglich.

Direkt im Gegenzug der erste nennenswerte Torschuss der Oberösterreicher und der findet auch gleich den Weg ins Tor: Jamakovic läuft von rechts zur Mitte, wird nicht attackiert, kann aus 20 Metern abziehen und sein Schuss passt genau ins Eck, für Torhüter Witteveen war der wohl nicht zu halten.

Den nächsten Akzent setzt aber wieder der SVS: Gasser übernimmt einen Abpraller aus 25 Metern volley, aber seine Granate zischt am Kreuzeck vorbei.
Danach flaut das Spiel – chancenmäßig gesehen – ziemlich ab. Einzig eine gute Chance für Vöcklabruck (Hermes schießt aus spitzem Winkel drüber) und ein Freistoss für den SVS (Waitschachers Schuss wird vom Tormann entschärft) verdienen noch Erwähnung.

In der zweiten Halbzeit gewinnt Vöcklabruck zusehends an Sicherheit und bekommt somit volle Kontrolle über das Spiel. Die Spittaler Angriffe sind leicht durchschaubar und Geschenke vom Gegner gibt’s keine mehr. Somit ist es keine große Überraschung, dass die Heimmannschaft den Vorsprung ausbauen kann. Nach einer Stunde Spielzeit ist es soweit, eine Freistossflanke der V’brucker wird von Hermes ins kurze Eck gehämmert.

Doch nur eine Minute drauf gibt’s doch noch ein Geschenk für den SVS: Hohe, eigentlich ungefährliche Flanke an den Sechzehner der Vöcklabrucker, ein Verteidiger möchte den Ball zum Tormann zurückköpfeln, was aber eine denkbar schlechte Idee ist, weil selbiger schon aus seinem Tor geeilt war, um die Flanke abzufangen – und so kullert der Ball mitten ins Tor und der SVS ist wieder im Spiel.
Aber nicht lange, denn nach einem Steilpass startet Rothbauer (aus abseitsverdächtiger Situation) durch und lässt Witteveen mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance.

Damit ist das Spiel entschieden und nun spielt Vöcklabruck endgültig wie ein Tabellenführer und macht mit dem resigniert wirkenden SVS, was es will: Zuerst kann Witteveen einen Kopfball noch schön aus dem Eck holen, dann treffen die Vöcklabrucker die Stange, um kurz drauf nach einem überlegt vorgetragenen Angriff das 4:1 zu erzielen.
Einen weiteren V’bruck-Stangenschuss und eine Hafner-Halbchance später ist es überstanden und der gute Schiri pfeift das Spiel ab.

 

Fazit:
10 starke Minuten reichen einfach nicht aus, um zu gewinnen! In der Vorsaison hätte der SVS vielleicht die Cleverness und das Glück gehabt, auch so ein Spiel zu gewinnen, heuer geht sowas aber schief.

Zuordnungsprobleme und schlechte Raumaufteilung waren nicht nur dafür verantwortlich, dass Vöcklabruck relativ leicht zu Torchancen kam, sondern sorgten auch dafür, dass die meisten SVS-Angriffe im Sande verliefen. Über die Flanken ging wenig und in der Mitte kommt Simic weiterhin nicht in Schwung und verlor Ball um Ball. Damit hing der Sturm oft in der Luft, vor allem Plattner bekam kaum einen brauchbaren Ball, bei dem er seine Schnelligkeit hätte ausspielen können.

Mit der gestrigen Leistung hat sich der SVS vorerst aus der Riege der Spitzenmannschaften der Liga verabschiedet, der Blick muss sich nun zwangsläufig wieder nach unten richten.

 


Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"

September 2006