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Fotos
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18.05.2007
SV Grieskirchen – SV Spittal 2:3 (0:2)
Trattnachtalstadion, 200 Zuseher
0:1 Demir (Eigentor, 25’)
0:2 Florian Sixt (37’)
1:2 Demir (49’)
1:3 Danijel Jumic (64’)
2:3 Demir (75’)
Aufstellung
SV Spittal: Takats / Sixt –Neidhardt – Oberrisser – Trupp / Truskaller – Filipovic
(74. Plattner) – Gasser / Ebner (86. Gatternig) – Hölbling – Jumic (92.
Lassnig)
8 Caballeros waren dem
SV Spittal zu seinem ersten Antreten in Grieskirchen gefolgt. Nach dem
Testen der bekannt deftigen und schmackhaften oberösterreichischen Küche
stand dem Besuch des idyllisch gelegenen Stadions nichts entgegen und die Caballeros wurden
von den Gastgebern freundlich empfangen.
Ein kurzer Blick auf
das Spielfeld und es erschien einsichtig, warum Manuel Plattner diesmal
nicht in der Startelf stand, denn das Feld muss eines der kleinsten,
wenn nicht das kleinste der Regionalliga Mitte sein. Wieder in der
Mannschaft dafür der zuletzt gesperrte Patrick Hölbling, ansonsten keine
Änderungen.
Der SVS hat das Spiel von Anfang an im Griff und kommt bereits in den
ersten Spielminuten zu guten Chancen, beide Male durch Hannes Truskaller.
Beim ersten Mal dringt er nach schöner Aktion über Daniel Trupp in den
Strafraum ein, doch ein gegnerischer Spieler kann sich in seinen Schuss
werfen, beim zweiten Mal geht sein Schuss von der Strafraumgrenze
drüber.
Grieskirchen kann offensiv kaum Akzente setzen, daher geht’s weiter mit
SVS-Chancen: In der 19. Minute ein schöner Drehschuss von Sandro Ebner,
den der Tormann aus dem Eck fischt und knapp drauf ein Kopfball von
Romeo Filipovic übers Tor.
In der 25. Minute dann das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 1:0 für den
SVS, doch wie es fällt, ist kurios: Weite Flanke in den gegnerischen
Strafraum, Grieskirchens Demir will per Kopf klären, verschätzt sich
aber, und so wird sein Kopfball zur Bogenlampe, die den eigenen Tormann
– der ein paar Schritte aus seinem Kasten gemacht hatte – wunderbar
überhebt.
Mit dem Führungstreffer im Rücken geht’s der SVS etwas gemächlicher an,
wodurch sich ein ausgeglichenes Spiel ergibt. Einmal muss Claus
Neidhardt den durchbrechenden Eckersberger foulen und verhindert so eine
gute Chance für den Gegner, kassiert dafür allerdings Gelb, weswegen er
im nächsten Spiel gesperrt fehlen wird.
Das nächste highlight gibt’s in der 37. Minute: Nach einer Hölbling-Ecke
kann die gegnerische Abwehr per Kopf abwehren, doch die Kugel kommt
genau zum am rechten Strafraumeck lauernden Florian Sixt, der volley
abzieht und genau ins lange Eck trifft. Dem Tormann war wohl durch viele
Spieler die Sicht verstellt, trotzdem schien dieser Schuss nicht ganz
unhaltbar gewesen zu sein. Dem Torschützen ist das freilich egal –
Riesenjubel, schließlich hat unser jüngster Verteidiger damit sein
erstes Tor für die Kampfmannschaft erzielt.
Gleich danach fast das 3:0, nach schönem Zusammenspiel mit Hölbling
taucht Filipovic alleine vor dem Tor auf, schießt aber aus 10 Metern um
Zentimeter am Kasten vorbei.
Danach ist
Halbzeitpause, die allerdings für die Grieskirchen-Spieler nur 5 Minuten
dauert; da muss es in der Kabine ein gewaltiges Gewitter gegeben
haben. Dafür spricht auch, dass die Oberösterreicher in der zweiten
Halbzeit von Beginn an ordentlich Gas geben und den SVS in die Defensive
drängen.
Nach mehreren gefährlichen Ecken und Flanken ist es dann auch bald
soweit und Eigentorschütze Demir – ungedeckt am langen Eck stehend – hat
keine Schwierigkeiten, eine gut dosierte Flanke in die Maschen zu
setzen.
Der SVS verliert zusehends die spielerische Linie, kann nur selten das
gewohnte gepflegte Kurzpassspiel aufziehen, bleibt daher weiter unter
Druck und hat Glück, als ein Bombenschuss an der Stange vorbeizischt
bzw. Stefan Takats einen gefährlichen Schuss im Nachfassen bändigen
kann.
Doch dann die 65. Minute: Foul an Ebner 20 Meter zentral vor dem Tor –
Freistoß für den SVS. Mehrere Spieler stehen beim Ball, unter anderem
Danijel Jumic, der mit einem halben Schritt Anlauf den Ball über die
Mauer hebt und genau im Kreuzeck versenkt – keine Chance für den Tormann
bei diesem Tor des Tages!
Damit ist der Zwei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt, doch das Spiel
bleibt weiter offen und Grieskirchen spielbestimmend: In der 73. Minute
wehrt Takats einen gefährlichen Schuss ab, der Nachschuss aus 5 Metern
geht an die Stange. Der Anschlusstreffer in der 75. Minute ist dann der
Lohn für Grieskirchner Kampfkraft und Offensivgeist. Wieder ein
platzierter Schuss, Takats kann nur nach vorne abwehren und Demir staubt
aus kurzer Distanz ab; damit bringt der Grieskirchner Defensivmann
bereits zum dritten Mal in diesem Spiel den Ball im Tor unter.
Das 2:3 ist zum Glück wie ein Weckruf für den SVS – nun spielt man
wieder konzentrierter und steht näher am Mann, weswegen Grieskirchen
kaum noch zu guten Chancen kommt. Im Gegenteil, in den Schlussminuten
ist es wieder der SVS, der gefährlich vor das Tor kommt: In der 81.
Minute ein Konter über Ebner auf den eingewechselten Plattner, dessen
Schuss das lange Eck nur knapp verfehlt. Kurz darauf abermals Plattner,
nach schönem Doppelpass mit Trupp kommt er vor dem Tor frei zum Schuss,
doch der Tormann kann sich auszeichnen und den Ball zur Ecke wehren.
In der Überspielzeit noch zwei taktische Wechsel, nach 94 Minuten ist
dann Schluss und der SVS darf sich weitere drei Punkte gutschreiben
lassen.
Fazit:
In einem vielleicht nicht hochklassigen, dafür aber umso
unterhaltsamerem Spiel gewinnt der SV Spittal verdient mit 3:2. Die
erste Halbzeit gehörte eindeutig dem SVS, die Führung war – auch wenn
das 1:0 durch ein Eigentor zustande kam – mehr als verdient.
In der zweiten Halbzeit trat Grieskirchen deutlich aggressiver auf und
brachte den SVS damit aus dem Gleichgewicht. Umso wichtiger war in
dieser Phase das – zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt verdiente – 3:1
durch den Traumfreistoss von Jumic. Nach dem Anschlusstreffer zum 3:2
erkannte der SVS den Ernst der Lage und spielte den Sieg schlussendlich
ungefährdet nach Hause.
Durch diesen Erfolg klettert man in der Tabelle weiter nach oben und
liegt nun bereits auf Platz 6 bzw. 15 Punkte vor dem
Tabellenletzten. Zum Vergleich: Nach der 13. Runde hatte man nur 1 Punkt
Vorsprung auf den letzten Platz!
Und auch die laufende Serie (12 Spiele ohne Niederlage – 7 Siege, 5
Remis) kann sich mehr als sehen lassen. Man muss schon weit in die
Vergangenheit zurückgehen, um eine ähnliche Serie zu finden: In der
Saison 1989/90 war es, als man 14 Runden lang nicht verlor, es war die
Saison als Jasmin Dzeko zum SVS stieß und der SVS den Titel in der
damaligen 2. Division holte.
Doch zurück zur
Gegenwart: Selbst bei aller gebührenden Vorsicht kann man davon
ausgehen, dass der Klassenerhalt bereits 5 Runden vor Saisonende
sichergestellt ist und daher die Planungen für die nächste Saison
bereits beginnen können. Das hätte sich im Winter wohl niemand träumen
lassen – umso größer ist jetzt die Freude über die tollen Leistungen
unserer jungen Mannschaft im Frühjahr 2007.
Florian
Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros
Spittal 03"
Mai 2007
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