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Fotos
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11.05.2007
ASK Köflach – SV Spittal 0:1 (0:0)
Werner-Skrabitz-Stadion, 300 Zuseher
0:1 Romeo Filipovic (71’)
Aufstellung
SV Spittal: Takats / Sixt - Neidhardt - Oberrisser - Trupp / Truskaller - Filipovic
(74. Jumic) - Gasser - Hölbling (90. Lassnig) - Ebner (90. Gatternig) /
Plattner
Tolle Leistungen des
SV Spittal, wunderbares Frühsommerwetter und gute Erreichbarkeit – dank
dieser Faktoren waren rekordverdächtige 20 Caballeros in Köflach dabei,
um live mitzuverfolgen, ob der SVS auch zum 10. mal en suite
ungeschlagen bleibt.
Trainer Hrstic hatte
das Team umgestellt: Der zuletzt gesperrte Daniel Trupp wieder im Team
(für ihn musste Daniel Gattnerig auf die Bank); dazu Mittelfeldakteur
Romeo Filipovic statt Danijel Jumic in der Startelf – der SVS also nur
mit einem nominellen Stürmer.
In den ersten Minuten ist gegenseitiges „Kennenlernen“ angesagt, während
Köflach über den Kampf ins Spiel zu finden versucht, macht’s der SVS
eher über die spielerische Linie.
In der 12. Minute kommt
der SVS zur ersten Torchance, Angriff über Florian Sixt, weiter auf
Manuel Plattner, der einen schönen Doppelpass mit Patrick Hölbling
spielt, doch sein Torschuss kann in letzter Sekunde zur Ecke geblockt
werden.
Aus dieser Ecke ergibt sich ein echter „Hundertprozenter“: Nach dem
vorerst abgeblockten Eckstoß eine weitere Flanke in den Köflacher
Strafraum, Hölbling nimmt sich den Ball 7,8 Meter vor dem Tor wunderbar
runter und steht völlig alleine vor dem Tormann, der sich bereits
hingeworfen hat. Den Tormann überlupfen, ins linke oder rechte Eck
schießen, oder einfach draufschießen – alles wäre möglich gewesen, doch
leider trifft Hölbling den Ball nicht und „rasiert“ ihn nur, sodass
diese tolle Torchance vergeben ist.
Im Gegenzug Köflach mit einem abgefälschten Schuss ans Außennetz (Stefan
Takats wäre dort gewesen) und einem Torerfolg, doch zum Glück hatte der
Schiri gesehen, dass sich der Spieler den Ball mit der Hand mitgenommen
hatte, so bleibt’s beim 0:0 und es gibt Gelb für den Sünder.
Weitere erwähnenswerte Szenen in der ersten Halbzeit: Eine Gasser-Bombe
aus 20 Metern kann der Tormann zum Corner wehren (26’), ein Köflacher
verstolpert im Strafraum in aussichtsreicher Position (37’), sowie ein
Abseitstor für den SVS, nach schönem Filipovic-Pass versenkt Hölbling
den Ball im langen Eck (44’). Nachdem sich von unsren Spielern niemand
wirklich aufregt, dürfte Hölbling tatsächlich im Abseits gestanden sein.
Eine durchschnittliche erste Halbzeit also und auch in der zweiten
Halbzeit ist das Spiel lange Zeit nicht allzu aufregend. Der SVS
kontrolliert zwar die meiste Zeit Ball und Gegner, schafft es aber nicht
wirklich, gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen.
Dass den Caballeros trotzdem nicht fad wird, dafür sorgen bierselige
Köflacher Ordner, die durch übermotiviertes und ungeschicktes Auftreten
für einigen Ärger unter den Spittaler Anhängern sorgen.
Sei’s drum, in der 71. Minute ist das alles Nebensache: Ein Eckball für
den SVS wird kurz abgewehrt, Hannes Truskaller spielt von der anderen
Seite einen scharfen Stanglpass, im Getümmel kommt der abgefälschte Pass
genau zu Filipovic, der sich den Ball schön runternimmt und aus gut 10
Metern hoch ins linke Eck hämmert.
Riesenjubel bei den Caballeros und gleich zwei Werbebanden halten dem
Freudenausbruch nicht stand und fliegen aus der Verankerung, was die
Köflacher Ordner endgültig nervös macht und mit der Polizei drohen
lässt. Erst die Drohung unsererseits, den Bundespräsidenten anzurufen,
schüchtert die die wackeren Wachorgane der Steirer sichtlich ein.
Zurück zum Geschehen auf dem Spielfeld: Nun spielt Köflach
notgedrungenerweise offensiver, kann das Spittaler Tor jedoch zu keiner
Zeit gefährden; mit einer Ausnahme in der 88. Minute, doch da hätten die
Steirer treffen MÜSSEN: Steilpass Richtung Spittal-Tor und ein schlimmer
Fehler des ansonsten erneut bärenstarken Florian Oberrisser, denn sein
Versuch, den Ball zu Takats zurückzuköpfeln, misslingt völlig und die
Kugel kommt genau zu einem Köflacher Spieler. Dessen Schuss aus gut 10
Metern halblinks vor dem Tor geht in Richtung langes Eck, doch
glücklicherweise prallt der Ball von der Innenstange zurück ins Feld –
jedoch genau zu einem Köflacher, der dann aber das Unglaubliche schafft:
Aus 5 Metern und mit aller Zeit der Welt schupft er den Ball genau in
die Hände von Goalie Takats. Nach vielen späten Gegentoren also endlich
einmal Glück für den SVS!
In der Überzeit tut sich nichts mehr und nach 95 Minuten pfeift der
Schiri (unverständlich, warum er so lange nachspielen ließ, ansonsten
zufrieden stellende Leistung) ab.
Fazit:
Berauschendes Spiel war es keines, aber der SV Spittal holt sich nicht
unverdient drei Punkte. Beide Seiten hatten je ein (zu recht)
aberkanntes Tor sowie eine hundertprozentige Torchance zu verzeichnen,
ansonsten gab es eher wenige Strafraumsituationen.
Nachdem der SVS aber den gepflegteren Fußball spielte und mehr Bemühen
um spielerische Linie zeigte, geht der Sieg schlussendlich in Ordnung.
Die Spittaler Elf zeigte eine homogene und disziplinierte
Mannschaftsleistung. Bezeichnend dafür: Der SVS kassierte dieses Mal nur
eine Gelbe Karte (und auch die hätte man nicht unbedingt geben müssen).
Damit ist der SVS nun bereits seit 10 Runden ungeschlagen, hält Platz 8
und hat den Vorsprung auf die Abstiegsplätze bereits auf 7 Punkte
ausgebaut. Man darf Trainer Hrstic gratulieren – er hat es geschafft,
eine blutjunge Mannschaft zu formen, die als Einheit auftritt und so
auch gegen höher eingeschätzte Teams bestehen kann.
Florian
Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros
Spittal 03"
Mai 2007 |
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