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Fotos / Berichte:

15.06.2007
SK Sturm Graz Amateure – SV Spittal 1:2 (0:1)
Gruabn, 300 Zuseher

0:1 Claus Neidhardt (3’)
1:1 Hacker (83’)
1:2 Manuel Plattner (86’)


Aufstellung SV Spittal: Takats / Sixt (74. Lassnig) – Neidhardt – Oberrisser – Trupp / Hölbling – Gasser – Truskaller – Ebner (50. Maier) / Plattner – Jumic (70. Brugger)


Saisonkehraus in Graz: Ein ganzer Sektor wurde für die Auswärtsfans zur Verfügung gestellt, die Bierversorgung funktionierte bestens – einem tollen Saisonabschluss stand also nichts im Wege.

Beachtliche 25 Caballeros sind dabei und sie werden bereits in der 3. Minute Zeuge einer denkwürdigen Szene: Nach einem Bombenfreistoss durch Udo Gasser, den der Tormann gerade noch über die Latte drehen kann, gibt es Eckball für den SV Spittal. Der Ball wird von rechts in Richtung erste Stange hereingedreht und wer ist per Kopf zur Stelle und versenkt den Ball hoch im kurzen Eck? Richtig, es ist Kapitän Claus Neidhardt, der in seinem letzten Spiel für den SVS noch einmal seine Visitenkarte beim gegnerischen Tormann abgibt!
Solche Geschichten schreibt wohl auch nur der Fußball..

In der Folge entwickelt sich ein Spiel, das trotz seiner Bedeutungslosigkeit – auch für die Gastgeber geht es um nichts mehr – erstaunlich kampfbetont und taktisch diszipliniert geführt wird. Die Sturm Amateure erspielen sich unter der Regie von Jakob Jantscher eine leichte Feldüberlegenheit, kommen jedoch nur zu wenigen Strafraumszenen. Gleiches gilt für den SVS, der bis auf ein paar Standardsituationen nur selten gefährlich vor dem Grazer Tor auftaucht.

Nach der Pause wird das Spiel zusehendes offener. Die Heimischen haben Pech, als ein Stanglpass im letzten Moment abgefangen wird bzw. Stefan Takats einen abgefälschten Schuss mit Superreflex zur Ecke wehren kann. Der SVS kommt naturgemäß vermehrt zu Konterchancen, vergibt diese jedoch allesamt: Einmal verstolpert der eingewechselte Hermann Maier, dann streift ein Heber von Danijel Jumic die Querlatte und schließlich gehen Schüsse von Gasser und Manuel Plattner knapp am Pfosten vorbei.

In der 83. Minute dann der nicht unverdiente Ausgleich für die Heimischen: Ecke von links und der sträflich vernachlässigte Hacker köpft aus 5 Metern ins kurze Eck. 1:1 steht’s damit und mit diesem Ergebnis hätten wohl beide Teams leben können. Doch nicht umsonst sind die Sturm Amateure der absolute Lieblingsgegner des SVS: In der 86. Minute können sich die Grazer im eigenen Strafraum nicht befreien, Maier mit kurzem Pass zu Plattner und der lupft die Kugel über den Goalie ins lange Eck. In den letzten Minuten tut sich nichts mehr, nach 90 Minuten darf der SVS über den 6. Sieg in Folge gegen die Sturm Amateure jubeln und hat mit diesem Sieg noch Platz 6 in der Abschlusstabelle erreicht.


Fazit:
Es scheint im Fußball gewisse Naturgesetze zu geben; so wie Wels der Angstgegner des SVS ist, ist der SVS Angstgegner der Sturm Amateure. Beim gestrigen Spiel wäre auch ein Remis durchaus leistungsgerecht gewesen, aber dank der Kaltschnäuzigkeit von Manuel Plattner gab’s für unsere Mannschaft schon wieder einen „Dreier“ in Graz.
In Anbetracht der großen Hitze und der Bedeutungslosigkeit des Spiels kann man die 90 Minuten durchaus unter „gelungen“ verbuchen, denn beide Teams bemühten sich um spielerische Linie; und auch wenn manches nicht klappte und bei beiden 16ern oft Schluss war, boten beide Mannschaften durchaus ansehnlichen Fußball, was umso erfreulicher ist, als sowohl der SV Spittal als auch die Sturm-Fohlen eine in diesen Tagen nicht selbstverständliche aber dafür umso erfreulichere Strategie verfolgen: Einsatz von jungen, einheimischen Spielern.


Nach dem Spiel gab’s jede Menge Feierszenen und einen gebührenden Abschied für Trainer Peter Hrstic und Kapitän Claus Neidhardt, die beide ihr Glück in Unterkärnten versuchen werden. Da gab’s die Welle, wurden Leiberln getauscht und hergeschenkt, Spieler & Trainer mit Sekt geduscht, der SVS-Mannschaft Szenenapplaus gespendet und nach einer kurzen Pause noch die Sturm-Kantine leergetrunken. 40 Bier hatte die Wirtin noch vorrätig – die landeten alle in den durstigen Kehlen der Kärntner.

Kurzum: Eine Riesenparty der SVS-Familie! Einfach mal in die Photos und Videos reinklicken, um einen Eindruck zu bekommen..

Damit ist die Saison 2006/07 Geschichte, für den SVS war’s im Endeffekt schon wieder eine erfolgreiche Saison und das mit der – abgesehen von den Amateur-Teams von Sturm und Klagenfurt– jüngsten Mannschaft der Liga.
Bleibt mir, im Namen der Caballeros Spittal 03 DANKE zu sagen für die vergangenen 30 Spiele, ihr habt uns in der abgelaufenen Spielzeit wieder viel Freude bereitet!
Und eine Bitte sei auch noch gestattet: Wir hoffen, möglichst viele von euch auch in der Saison 2007/08 im Dress des SV Spittal auflaufen zu sehen!

 


Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"

Juni 2007