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08.09.2006 Aufstellung
SV Spittal: Witteveen; Truskaller, Neidhardt,
Trupp; Hafner,
Ebner (72. Walder),
Gasser, Waitschacher,
Simic; Plattner (83. Maier), Hölbling (86. Lassnig) Eine neue taktische Aufstellung probierte Trainer Peter Hrstic beim Spiel gegen den Aufsteiger aus der Steiermark, statt dem 4-4-2 der letzten Runde schickte er diesmal eine 3-5-2 Aufstellung aufs Spielfeld; das bedeutete, dass Verteidiger Lassnig auf der Bank Platz nehmen mußte. Zusätzlich rutschte Ebner in die Startelf, da Gatternig verletzt ausfiel.
Und das neue Konzept
sollte sich auszahlen, denn von
Beginn des Spiels
weg
zeigt
der SV Spittal, dass er nicht gewillt ist, das vierte Spiel in Folge zu
verlieren. Mit aggressivem, engagiertem Spiel drängt man Allerheiligen
in
die eigene Hälfte und erzielt deutliche Feldvorteile. Der SVS bleibt weiter überlegen, ein Schuss von Gasser geht nur knapp vorbei und ein Plattner-Schuss wird zur Beute des gegnerischen Tormannes. Allerheiligen kommt nur einmal gefährlich vors Spittaler Tor – ein Schuss von der Strafraumgrenze, der recht knapp am Tor vorbei geht, ist die gesamte Ausbeute der Offensivbemühungen der Gäste in der ersten Halbzeit. In der 37. Minute ist es dann endlich soweit: Eckball für den SVS, Getümmel im Strafraum und irgendwie kommt Kapitän Claus Neidhardt mit dem Fuß an den Ball und versenkt die Kugel aus kurzer Distanz im gegnerischen Tor. Großer Jubel bei Spielern und Fans – endlich, nach mehr als 300 Minuten ist wieder ein Tor geglückt!
Doch
nur wenige Minuten
später
kommt’s
noch besser, denn der SVS erzielt das 2:0. Doch die Art und Weise, wie
dieses Tor zustande kommt, wird wohl jedem Anwesenden noch lange in
Erinnerung bleiben: Knapp vor der Pause also ein Spittal-Tor, und auch die zweite Halbzeit beginnt mit einem Paukenschlag: Patrick Hölbling wird knapp innerhalb des Strafraums angespielt, nimmt den Ball direkt, und der passt genau ins Eck. 3:0 also, und das erste Tor für Hölbling im Spittal-Dress. Der SVS spielt weiter nach vorne und erspielt sich die eine oder andere Chance, von Allerheiligen hingegen ist weiterhin wenig zu sehen. Dann aber beschließt der Schiri, Schicksal zu spielen: Flanke in den Spittaler Strafraum, zwei Steirer versuchen den Ball zu erreichen und stoßen dabei zusammen und zur Überraschung aller entscheidet der Mann in schwarz auf Elfmeter. Eine nahezu unglaubliche Fehlentscheidung, war doch kein Spittal-Spieler auch nur annähernd in der Nähe des Balls. Aber was bringts, Schiedsrichterentscheidungen sind nun einmal Tatsachenentscheidungen und die Steirer lassen sich das Elfergeschenk nicht entgehen.
Dadurch
ändert sich der Charakter des Spiels, Allerheiligen bekommt Oberwasser
und nimmt das Heft in die Hand. Bis zur 80. Minute ist der Ball meistens
in der Spittaler Hälfte zu finden, doch die Spittaler Abwehr und zweimal
Tormann Witteveen können das eigene Tor rein halten. Mit diesem Sieg macht der SVS in der Tabelle wieder einige Plätze gut und kann hoffentlich die Verunsicherung der letzten Wochen abschütteln. Eine souveräne Leistung wird jedoch vonnöten sein, wenn es am nächsten Wochenende auswärts zu Tabellenführer Vöcklabruck geht. Doch wer weiß – der Mannschaft ist es durchaus zuzutrauen, auch in Vöcklabruck zu bestehen.
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