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25.03.2007
ASK Voitsberg - SV Spittal 2:2 (1:0)
Hans-Blümel-Stadion, 350 Zuseher

1:0 Strafner (13')
1:1 Udo Gasser (46', Elfmeter)
1:2 Daniel Trupp (68')
2:2 Rieger (94')

Aufstellung SV Spittal: Takats / Sixt - Neidhardt - Oberrisser - Trupp / Truskaller - Gasser - Hölbling - Gatternig (91. Maier) / Plattner (90. Abwerzger) - Jumic (89. Ebner)

 Endlich, endlich - die lange Winterpause ist vorbei, in der Regionalliga Mitte rollt wieder der Ball! Für den SV Spittal gab's gleich zum Auftakt eine knifflige Aufgabe, man war zu Besuch beim ASK Voitsberg, gegen den man seit 5 Spielen nicht mehr gewinnen konnte. Dazu kam noch die Unsicherheit, wie sich der SVS präsentieren würde - schließlich hat Topscorer Zeljko Simic den Verein verlassen, über die Stärke der Neuzugänge war man sich noch nicht im klaren.

Trotz Schlechtwetters während der gesamten vergangenen Woche befand sich der Platz in bestem Zustand und so stand einem guten Spiel nichts im Wege.
10 Caballeros sind live dabei und positiv überrascht vom ersten Auftritt des SVS im heurigen Jahr, denn unsre Kicker starten schwungvoll in die Begegnung. Bereits in der 3. Minute die erste fette Chance, als sich nach einem Takats-Ausschuss und einem gewonnenen Kopfballduell Danijel Jumic optimal löst, denn Ball aber nicht am herausstürzenden Tormann vorbei ins Tor bringt. Kurz darauf eine weitere schöne Angriffsaktion über den starken Daniel Gatternig, aber auch diesmal kann der Tormann klären.

Dann aber - wie aus dem Nichts - die Führung für die Steirer: Schöner Wechselpass auf die rechte Seite, Gatternig kann die Flanke eines Voitsberg-Spielers von der Grundlinie nicht verhindern und der aufgerückte Strafner springt 6,7 Meter vor dem Tor höher als alle Spittaler und läßt Goalie Stefan Takats keine Chance.
Der SVS zeigt sich aber keineswegs geschockt und erarbeitet sich nur kurz darauf die nächste gute Chance, doch Patrick Hölbling scheitert mit seinem Schuss aus kurzer Distanz am starken Tormann.
In der restlichen ersten Halbzeit flacht das Spiel ab, der SVS ist aber weiterhin die deutlich bessere Mannschaft und das sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht. Hinten wird kompromisslos gerackert & gegrätscht und offensiv sorgen vor allem Gatternig und Jumic für Gefahr.

Daher genießen die Caballeros ihr Pausenbier bzw. Pausenwürstel (erbärmlich im Geschmack!) trotz des Rückstandes durchaus mit Zuversicht.

Und tatsächlich, nur knapp eine Minute nach der Pause kann der SVS seine Überlegenheit in ein Tor ummünzen: Hannes Truskaller tanzt 3 Steirer aus, geht in den Strafraum, wird von den Beinen geholt und der Schiri zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Aus unsrer Sicht sah's nicht unbedingt wie ein Foul aus, aber nachdem sich die Proteste der Voitsberg-Spieler in Grenzen hielten, wird's wohl ein Foul gewesen sein. Udo Gasser ist das alles jedenfalls egal, er setzt den Elfmeter ins - von ihm aus gesehen - linke Eck; der Tormann ist zwar im richtigen Eck, hat gegen den platzierten Schuss aber keine Chance.

Nach dem Ausgleichstreffer gestaltet sich das Spiel allerdings deutlich ausgeglichener als in Halbzeit eins: Der SVS ist nicht mehr so aggressiv wie in Halbzeit eins und kann die Räume an den Flanken nicht mehr so gut ausnützen. Umgekehrt kommen die Steirer ebenfalls zu keinen Chancen, aus dem Spiel heraus läßt unsre Defensivabteilung nichts anbrennen.

In der 68. Minute dann die schönste Aktion, die gleichzeitig für die Führung sorgt: Weiter Abwurf von Takats auf die linke Seite, Hölbling spielt zwei Voitsberger aus, schickt Gatternig die linke Outlinie entlang und dessen scharfe flache Hereingabe grätscht Daniel Trupp aus gut 5 Metern ins kurze Eck. Riesenjubel bei den Caballeros und das, woran vor dem Spieler keiner zu denken gewagt hatte - 3 Punkte - scheint möglich zu sein.

Die letzten 20 Minuten gehören klarerweise Voitsberg, die Steirer werfen nun notgedrungenermaßen alles nach vorne. Aus dem Spiel heraus können sie den SVS auch weiterhin nicht gefährden, kommen allerdings zu jeder Menge Ecken und Freistöße, die bei den Caballeros ob der bekannt kopfballstarken Voitsberger jedes Mal für Sorgesfalten sorgen. Allerdings hat immer ein Spittaler ein Bein oder den Kopf dazwischen (besonders oft Kapitän Claus Neidhardt), und so bleibt es bis in die Überspielzeit bei der 2:1-Führung.
Trainer Peter Hrstic hat bereits 3x gewechselt und freut sich wohl ebenso wie die Fans auf den Abpfiff, als in der 94. Minute das Schicksal zuschlägt: Der Ball kommt über Umwege auf den eben erst eingewechselten Rieger, der aus halbrechts mit einem platzierten Schuss ins lange Eck für den Endstand sorgt, denn der Ankick nach dem 2:2 wird gar nicht mehr ausgeführt.



Fazit:
Wenn man die Statistik bemüht, kommt das 2:2 nicht überraschend. In der Hinrunde gab's in Spittal ein 2:2 und auch im letzten Frühjahr gab's in Voitsberg ein 2:2 (auch damals ging der SVS nach 0:1-Rückstand mit 2:1 in Führung, auch damals traf Daniel Trupp)
Und dass der ASK Voitsberg unsrer Mannschaft mit Vorliebe späte Tore einschenkt, ist auch nicht neu: Im Herbst 2005 verlor der SVS durch ein Gegentor in letzter Minute zu Hause mit 1:2 und im Herbst 2004 wurde in Voitsberg in den letzten 15 Minuten aus einem 2:0-Vorsprung gar noch eine 2:3-Niederlage.

Auch wenn der Ausgleich in letzter Minute weh tut - schließlich hätte man sich mit einem Sieg weiter von der Abstiegszone entfernt -, man darf mit der Leistung des SV Spittal zufrieden sein, schließlich wußten die Fans eigentlich nicht, wo der SVS steht.

Tormann Takats bot eine sichere Leistung, bei den Gegentreffern gab's nicht zu halten, ansonsten war unser Goalie vor allem mit dem Herunterpflücken von Flankenbällen beschäftigt.
In der Abwehr boten innen Neidhardt und Neuzugang Florian Oberrisser eine sichere Leistung ohne gröbere Fehler. Trupp ging - in bester Lucio-Manier - immer wieder in den Angriff mit und sorgte sogar für ein Tor. Nur Florian Sixt zeigte einige Unsicherheiten und fiel gegenüber seinen Verteidigerkollegen etwas ab.
Im MIttelfeld zeigte sich Gasser gewohnt kampfstark und gewann so gut wie jeden Zweikampf, insbesondere in der Luft; Hölbling und Truskaller bemühten sich - teilweise erfolgreich - um spielerische Linie. Stark auf der linken Seite Gatternig, der seine Räume immer wieder gut nutzte.
Stürmer Manuel Plattner spielte eine Mischung aus rechtsaußen und Stürmer, konnte auf dem kleinen Platz seine Schnelligkeit jedoch nur selten ausspielen. Deutlich auffälliger war Jumic, der sich als ballsicher und technisch stark erwies; ob er der gewünschte Goalgetter ist, werden die nächsten Spiele zeigen.


Auch wenn die 3 Punkte in greifbarer Nähe lagen, dann aber letztlich nur 1 Punkt rausschaute, darf man mit der Leistung der blutjungen Mannschaft (Durchschnittsalter 20 Jahre!) auf jeden Fall zufrieden sei. Der SVS war über die gesamten 90 Minuten gesehen das bessere Team und hätte den Sieg verdient gehabt.
 



Redaktionsbereicht "Caballeros Spittal 03"

März 2007