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Fotos / Berichte:


11.08.2007
SV Feldkirchen – SV Spittal 3:1 (2:0)
Sportplatz Feldkirchen, 900 Zuseher

1:0 Stückler (26’)
2:0 Miloti (45’)
2:1 Christian Moser (61’)
3:1 Miloti (92’) 


Aufstellung SV Spittal: Takats / Hrstic (70. Peric) – Trupp – Oberrisser – Lassnig / Ebner – Gasser – Truskaller – Kirisits – Steinwender (46. Moser) / Plattner


 Trotz Regenwetters waren fast 1.000 Zuschauer auf den Feldkirchner Sportplatz gekommen, unter ihnen auch zahlreiche Spittal-Anhänger. Auch einiges an Prominenz wurde gesichtet, so etwa der Spittaler Bürgermeister, Ex-Trainer Gustl Hrstic und Ex-Kapitän Claus Neidhardt.

Der SV Spittal startet mit einer 4-2-3-1 Aufstellung, mit Udo Gasser und Hannes Truskaller vor der Abwehr, Sandro Ebner (diesmal rechts), Michael Kirisits (zentral) und Stefan Steinwender (links) offensiv und Manuel Plattner als einziger echter Spitze.

Auf dem nassen Rasen tun sich die beiden Teams anfangs schwer, durchdachte und präzise Offensivaktionen sind kaum zu sehen.
Die erste gute Chance gehört dem SVS, Kontersituation, Truskaller gibt an der Strafraumgrenze nach rechts, Ebner zieht in den Strafraum, schießt aber zu überhastet am kurzen Eck vorbei und vergibt somit die erste gute Tormöglichkeit leichtfertig (8’). Direkt im Gegenzug kommt auch Feldkirchen das erste Mal in den Spittaler Strafraum, doch Florian Oberrisser kann klären, bevor’s brenzlig wird.

Nach gut einer Viertelstunde hat sich der SVS gefunden, ist die spielbestimmende Mannschaft und kommt zu einigen Tormöglichkeiten: Nach hohem Pass nach vorne ist Wolfi Ott um den Hauch einer Sekunde vor Plattner am Ball (16’), Daniel Trupp kann im Strafraum gerade noch fair vom Ball getrennt werden (18’) und ein Truskaller-Stanglpass wird zur Beute der Feldkirchner Abwehr (20’).

Doch der gesamte Optimismus der Spittaler Fans ist nach 26 Minuten schlagartig verflogen, denn Feldkirchen erzielt das 1:0 und das noch dazu auf billige Art und Weise: Gefährlicher schneller Angriff der Heimischen, Stückler will am Elfermeterpunkt abziehen, doch Oberrisser kann ihm in extremis den Ball vom Fuß grätschen. Der Ball liegt frei im Strafraum, Ebner und ein gegnerischer Spieler stürmen in Richtung Ball, Ebner kommt zuerst an die Kugel, spitzelt sie aber genau zu Stückler und der sagt danke und schiebt das Spielgerät aus 7 Metern in die Maschen.

Das Führungstor gibt dem SV Feldkirchen natürlich Auftrieb und schockt den SVS. So ist es zu erklären, dass die Gastgeber sich zusehends bessere Torchancen erarbeiten. Zweimal kann Oberrisser im letzten Moment klären (27’, 43’), einmal kommt Ex-Spittaler Abwerzger (übrigens mit einer eher schwachen Leistung) nach einem Eckball am Elfer zum Schuss, schießt aber genau auf Stefan Takats (35’).
Der SVS kommt zu zwei Chancen, beide Male durch Truskaller; bei seinem Schuss vom Strafraumeck muss sich Ott ordentlich strecken (27’) und ein Zuspiel von Plattner kommt etwas unsauber, sodass ein Verteidiger zur Stelle ist, bevor der freistehende „Truske“ zum Torschuss kommt.

Als der Pausenpfiff schon bevorsteht, die nächste kalte Dusche: Freistoß für Feldkirchen aus dem Halbfeld, am Elferpunkt steigt Miloti – von Trupp bedrängt – am höchsten und köpft den Ball genau ins Eck, keine Abwehrchance für Takats.
Damit geht der SVS mit 0:2 in die Kabinen – bitter, denn diese Führung fällt zu hoch aus.

Das Spittaler Trainerteam reagiert und stellt die Mannschaft um: Der glücklose Steinwender wird aus dem Spiel genommen und für ihn kommt Christian Moser. Der SVS nun mit einem klassischen 4-4-2, mit Plattner und Moser im Sturm, Truskaller spielt nun rechts im Mittelfeld und Ebner geht auf die linke Seite.

Die zweite Halbzeit hat gerade erst begonnen, als den Caballeros der Torschrei im Halse stecken bleibt: Der SVS im Angriff, Moser will aus halblinker Position einen Torschuss anbringen, der ihm allerdings abreißt und zu einem Pass in den Strafraum wird. Plattner überzuckert die Situation am schnellsten, sprintet in den Strafraum, spielt Ott aus und schafft dann das Kunststück, den Ball aus spitzem Winkel ins Außennetz zu schießen. War es ein Platzfehler oder dachte Plattner, dass ein gegnerischer Spieler hinter ihm her sei? Man weiß es nicht; aber Faktum ist, dass Plattner alle Zeit der Welt gehabt hätte.
Allzuviel Zeit, sich zu ärgern, haben aber weder Spieler noch Fans, denn das Spiel wogt jetzt hin und her. Fast im Gegenzug eine tolle Chance für Feldkirchen, Miloti geht von halbrechts alleine auf Takats zu, will den Ball halbhoch ins kurze Eck schießen, doch mit tollem Reflex kann Takats den Ball noch leicht abfälschen und der geht von der Stange ins Out. Daraufhin hätte es Eckball geben müssen, doch der Schiri entscheidet auf Abstoß.
Ein Wort zum Unparteiischen: Leichte Heimtendenz war erkennbar, wirklich ärgerlich war aber, dass sich Miloti mindestens 5mal den Ball mit den Armen runternahm, was der Schiri nie sah und dass Miloti bei jeder Berührung umfiel, was der Schiri immer pfiff.

Die Leistung von Miloti sei aber an dieser Stelle gewürdigt, denn der Albaner in Diensten der Feldkirchner war bester Mann am Platz, immer anspielbar, ausgefuchst und sehr torgefährlich.
So auch in der 59. Minute, als er einen Stanglpass über die Linie drückte, dabei aber – zum Glück für den SVS – eindeutig im Abseits stand.

Apropos „bester Mann“: Beim SVS war das in der zweiten Halbzeit Moser, der kaum vom Ball zu trennen war und für einigen gefährlichen Situationen beteiligt war. So auch in der 61. Minute: Angriff über links, Ebner flankt von der Toroutlinie, Ott klebt auf der Linie, Kirisits segelt zwar am Ball vorbei, doch 5 Meter vor dem Tor grätscht der ungedeckte Moser in den Ball und der geht mittig ins Tor, Ott kommt zu spät.

Neue Hoffnung für den SVS, und Feldkirchen reagiert und bringt mit Rohseano einen weiteren Defensivmann, wohingegen der SVS 20 Minuten vor Schluss auf totalen Angriff setzt und mit Luka Peric (für Niko Hrstic) einen weiteren Offensivspieler bringt.
Genau dieser Peric ist es dann auch, der das Spittaler Angriffsspiel belebt: Nach schönem Freistoßtrick mit Trupp (Ball außen an der Mauer vorbeigespielt) fahren Freund und Feind an Peric’s Stanglpass vorbei (74’), sein Schuss von der Strafraumgrenze (nach tollem Einsatz von Plattner) wird zur Beute von Wolfi Ott (75’) und nach einer Peric-Ecke kommt Oberrisser im Strafraum zum Schuss, der aber noch vor der Linie abgeblockt wird (78’).

Im Gegenzug kommt Feldkirchen zu drei guten Konterchancen, jedes Mal durch Miloti, der aber einen Heber neben das Tor setzt (75’), bei einem Fallrückzieher alleine vor dem Tor den Ball verfehlt (77’) und freistehend an Takats scheitert (90’).

Der SVS versucht alles, kommt in den letzten Minuten gegen die gut stehende Abwehr aber nur noch zu zwei Chancen: Plattners Torschuss wird zur Ecke geblockt (87’) und Martin Lassnig wird beim Kopfballversuch im Strafraum niedergerissen (91’) – eine zumindest diskussionswürdige Szene.
Den Schlusspunkt setzt somit Miloti: Völlig allein vor Takats setzt er sich dieses Mal durch, spielt unseren Tormann schön aus und rollt den Ball gleichzeitig mit dem Schlusspfiff über die Linie.

Fazit:
Ein munteres Spiel in Feldkirchen endet mit einem insgesamt verdienten Sieg des SV Feldkirchen, doch hätte der SV Spittal durchaus auch einen Punkt holen können. Mit einem schlimmen Fehler das 0:1, vor der Halbzeit noch das 0:2 und gleich nach der Halbzeit das 1:2 nicht erzielt – so ebnete man freilich der Heimmannschaft den Weg zu den drei Punkten. Zwar stand das Match nach dem Anschlusstreffer zeitweilig auf der Kippe, schlussendlich brachte Feldkirchen das Spiel aber recht souverän über die Distanz.



Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"

August 2007