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Der SV Spittal startet mit einer 4-2-3-1 Aufstellung, mit Udo Gasser und Hannes Truskaller vor der Abwehr, Sandro Ebner (diesmal rechts), Michael Kirisits (zentral) und Stefan Steinwender (links) offensiv und Manuel Plattner als einziger echter Spitze.
Auf dem nassen Rasen
tun sich die beiden Teams anfangs schwer, durchdachte und präzise
Offensivaktionen sind kaum zu sehen. Nach gut einer Viertelstunde hat sich der SVS gefunden, ist die spielbestimmende Mannschaft und kommt zu einigen Tormöglichkeiten: Nach hohem Pass nach vorne ist Wolfi Ott um den Hauch einer Sekunde vor Plattner am Ball (16’), Daniel Trupp kann im Strafraum gerade noch fair vom Ball getrennt werden (18’) und ein Truskaller-Stanglpass wird zur Beute der Feldkirchner Abwehr (20’). Doch der gesamte Optimismus der Spittaler Fans ist nach 26 Minuten schlagartig verflogen, denn Feldkirchen erzielt das 1:0 und das noch dazu auf billige Art und Weise: Gefährlicher schneller Angriff der Heimischen, Stückler will am Elfermeterpunkt abziehen, doch Oberrisser kann ihm in extremis den Ball vom Fuß grätschen. Der Ball liegt frei im Strafraum, Ebner und ein gegnerischer Spieler stürmen in Richtung Ball, Ebner kommt zuerst an die Kugel, spitzelt sie aber genau zu Stückler und der sagt danke und schiebt das Spielgerät aus 7 Metern in die Maschen.
Das Führungstor gibt
dem SV Feldkirchen natürlich Auftrieb und schockt den SVS. So ist es zu
erklären, dass die Gastgeber sich zusehends bessere Torchancen
erarbeiten. Zweimal kann Oberrisser im letzten Moment klären (27’, 43’),
einmal kommt Ex-Spittaler Abwerzger (übrigens mit einer eher schwachen
Leistung) nach einem Eckball am Elfer zum Schuss, schießt aber genau auf
Stefan Takats (35’).
Als der Pausenpfiff
schon bevorsteht, die nächste kalte Dusche: Freistoß für Feldkirchen aus
dem Halbfeld, am Elferpunkt steigt Miloti – von Trupp bedrängt – am
höchsten und köpft den Ball genau ins Eck, keine Abwehrchance für Takats. Das Spittaler Trainerteam reagiert und stellt die Mannschaft um: Der glücklose Steinwender wird aus dem Spiel genommen und für ihn kommt Christian Moser. Der SVS nun mit einem klassischen 4-4-2, mit Plattner und Moser im Sturm, Truskaller spielt nun rechts im Mittelfeld und Ebner geht auf die linke Seite.
Die zweite Halbzeit hat
gerade erst begonnen, als den Caballeros der Torschrei im Halse stecken
bleibt: Der SVS im Angriff, Moser will aus halblinker Position einen
Torschuss anbringen, der ihm allerdings abreißt und zu einem Pass in den
Strafraum wird. Plattner überzuckert die Situation am schnellsten,
sprintet in den Strafraum, spielt Ott aus und schafft dann das
Kunststück, den Ball aus spitzem Winkel ins Außennetz zu schießen. War
es ein Platzfehler oder dachte Plattner, dass ein gegnerischer Spieler
hinter ihm her sei? Man weiß es nicht; aber Faktum ist, dass Plattner
alle Zeit der Welt gehabt hätte.
Die Leistung von Miloti
sei aber an dieser Stelle gewürdigt, denn der Albaner in Diensten der
Feldkirchner war bester Mann am Platz, immer anspielbar, ausgefuchst und
sehr torgefährlich. Apropos „bester Mann“: Beim SVS war das in der zweiten Halbzeit Moser, der kaum vom Ball zu trennen war und für einigen gefährlichen Situationen beteiligt war. So auch in der 61. Minute: Angriff über links, Ebner flankt von der Toroutlinie, Ott klebt auf der Linie, Kirisits segelt zwar am Ball vorbei, doch 5 Meter vor dem Tor grätscht der ungedeckte Moser in den Ball und der geht mittig ins Tor, Ott kommt zu spät.
Neue Hoffnung für den
SVS, und Feldkirchen reagiert und bringt mit Rohseano einen weiteren
Defensivmann, wohingegen der SVS 20 Minuten vor Schluss auf totalen
Angriff setzt und mit Luka Peric (für Niko Hrstic) einen weiteren
Offensivspieler bringt. Im Gegenzug kommt Feldkirchen zu drei guten Konterchancen, jedes Mal durch Miloti, der aber einen Heber neben das Tor setzt (75’), bei einem Fallrückzieher alleine vor dem Tor den Ball verfehlt (77’) und freistehend an Takats scheitert (90’).
Der SVS versucht alles,
kommt in den letzten Minuten gegen die gut stehende Abwehr aber nur noch
zu zwei Chancen: Plattners Torschuss wird zur Ecke geblockt (87’) und
Martin Lassnig wird beim Kopfballversuch im Strafraum niedergerissen
(91’) – eine zumindest diskussionswürdige Szene. |
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