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Fotos
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11.04.2008
Union St. Florian – SV Spittal 0:0
Sportpark St. Florian, 250 Zuseher
Tore: Fehlanzeige
Aufstellung
SV Spittal: Prekic / Hrstic – Oberrisser – D. Trupp – Sixt / Adilovic – Ebner –
Truskaller – Kirisits – Lassnig / Kautz (64. Maier)
Beim „6-Punkte-Spiel“ in St. Florian musste Trainer Sepp Rabitsch die
Mannschaft einmal mehr umbauen: Da Udo Gasser nach der 9. Gelben Karte
gesperrt war, rückte Kapitän Daniel Trupp in die Innenverteidigung
zurück, für ihn spielte im Mittelfeld Sandro Ebner. Im Sturm startete
dieses Mal Christian Kautz.
Trotz der ziemlich
defensiven 4-5-1-Formation des SVS können sich die Gastgeber von Beginn
des Spiels weg ein deutliches Übergewicht erspielen. Bereits in den
ersten zwei Minuten kann die Spittaler Abwehr nur mit Müh und Not einen
Stanglpass bzw. eine gefährliche Flanke bändigen und in der vierten
Minute fällt fast das 1:0, als Trupp eine Kerze fabriziert und der
anschließende Schuss eines Florianers nur knapp am langen Eck
vorbeirollt. Nach 10 Minuten die nächste gute Chance: Zwei Florianer
gegen einen Spittaler, der eigentlich bessere postierte Guselbauer
schießt nicht sondern gibt ab auf Fröschl, doch Tormann Nikola Prekic
kann dessen Schuss aus 10 Metern sicher abwehren.
Der SVS bringt
anfangs offensiv gar nichts zusammen, und kommt erst nach 17 Minuten
durch eine Standardsituation erstmals gefährlich vors gegnerische Tor:
Nach einem weiten Abschlag fängt der Tormann der Heimischen den Ball am
16er ab und verlässt nach Meinung des Linienrichters mit dem Ball in der
Hand den Strafraum – eine fragwürdige Entscheidung, denn die Füße des
Goalies waren wohl noch im Strafraum. Sei’s drum, Konsequenzen hat die
Entscheidung keine, denn Michael Kirisits ballert den Freistoss von der
Strafraumgrenze in die Mauer und der Nachschuss von Trupp geht drüber.
Danach sind wieder die Florianer am Drücker und kommen vor allem über
ihre linke Angriffsseite immer wieder gefährlich vors Tor, da Nico
Hrstic in dieser Phase völlig indisponiert ist. Wirklich große Chancen
können sich die Gastgeber allerdings trotzdem nicht herausspielen, da
der letzte Pass selten ankommt. Die beste Chance in dieser Phase ist ein
Kopfball nach einer Ecke in Richtung zweiten Pfosten, doch Prekic kann
mit schöner Abwehr klären (27’).
Aus dem Spiel hat der SVS vor der Pause nur eine einzige nennenswerte
Angriffsaktion: In der 36. Minute spielt Martin Lassnig Kautz frei, der
alleine die linke Seite entlangwieselt und in Richtung Strafraum zieht,
sein Stanglpass findet schlussendlich aber keinen Abnehmer.
In der zweiten
Halbzeit hält der SVS deutlich besser mit und kommt gleich zu Beginn zu
zwei Halbchancen, ein Drehschuss von Kirisits verfehlt sein Ziel und
eine Ebner-Flanke landet auf dem Tornetz.
In der Folge neutralisieren sich beide Teams. Der SVS ist deutlich
zweikampfstärker und konzentrierter als im ersten Durchgang und
verhindert somit weitgehend gefährliche Angriffe der Florianer, die sich
nur noch eine leichte Feldüberlegenheit erspielen können. Offensiv hat
der SVS freilich auch weiterhin nicht allzu viel zu bieten und so gibt
es kaum Torraumszenen. Mit Hereinnahme des agilen Hermann Maier in der
64. Minute wird das Offensivspiel des SVS nochmals etwas gefährlicher,
zumal die Gastgeber gegen Schluss ziemlich aufmachen.
In der 67. Minute
ein weites Anspiel auf Maier, doch der Pass ist etwas zu weit und so ist
der Tormann knapp vor unserem Stürmer am Ball. Große Aufregung dann in
der 80. Minute: (Ungefährlicher) Kopfball eines Florianers, doch zur
Überraschung aller Zuschauer entscheidet der – heimtendenziöse – Schiri
auf Eckball. Ausgerechnet aus diesem Eckball entsteht jedoch eine tolle
Konterchance für den SVS, Ado Adilovic geht rechts durch und gibt auf
Maier, doch der vergibt den Matchball, indem er mit seinem Schuss am
Tormann scheitert.
In den letzten Minuten gibt’s noch je eine Chance, doch nachdem ein
Schuss der Heimischen knapp am Tor vorbeigeht und Trupp einen Freistoss
übers Tor setzt, bleibt’s beim torlosen Remis.
Fazit:
In der ersten Halbzeit sahen die 13 Caballeros einen SV Spittal, der
eine erschreckend schwache Leistung bot: Offensiv nicht vorhanden und
defensiv sehr fehleranfällig. Die Gastgeber waren in dieser Phase
zweikampfstärker, stets um einen Schritt schneller, beweglicher und
wacher.
Erfreulicherweise konnte sich der SVS in der zweiten Halbzeit deutlich
steigern, hielt besser dagegen und hatte durch Hermann Maier sogar die
Chance auf den Sieg – verdient wäre der aber nicht gewesen.
Im Gegenteil, wenn gestern eine Mannschaft den Sieg verdient gehabt
hätte, wäre das die Union St. Florian gewesen.
Im fünften
Frühjahrsspiel gab es somit das fünfte Remis für den SVS, dieses Mal
gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Aufgrund des
Spielverlaufes muss man mit diesem Punkt zufrieden sein, außerdem konnte
verhindert werden, dass St. Florian in der Tabelle davonzieht.
Die gestern gebotene Leistung bietet freilich nicht allzu viel Anlass
für Optimismus, zu harmlos war das Angriffsspiel des SVS. Nur zwei bis
drei herausgespielte Chancen in 90 Minuten – das ist einfach zu wenig.
Bleibt zu hoffen, dass es nächste Woche beim Heimspiel gegen den GAK
wieder mehr Spittaler Offensivaktionen zu bewundern gibt.
Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
April 2008 |
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