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Nicht nur die schnelle Genesung dieser drei Stammspieler, sondern auch der Umstand, dass für den Auswärtssektor ein eigener Bierträger abgestellt wird, sorgt bei den SVS-Fans für Zufriedenheit.
Das Bier sollte dann
auch in der Tat bestens munden, das Spiel hingegen überhaupt nicht. Von
Beginn an übernehmen die Heimischen die Initiative und bereits in der
Anfangsphase wird Tormann Stefan Takats mehrfach geprüft: Einen
Amerhauser-Schuss kann er jedoch ebenso bravourös abwehren wie einen
Kopfball aus kurzer Distanz; einmal steht ihm das Glück des Tüchtigen
zur Seite, als ein Kopfball um Zentimeter am Tor vorbeigeht und einmal
ist Takats bereits geschlagen, doch Sandro Ebner kann einen Kopfball von
der Linie köpfen (27’). Nach ca. einer halben Stunde lässt der Druck des GAK nach, trotzdem bleiben die Heimischen das bessere Team und somit spielt sich das Geschehen weiterhin in der Spittaler Hälfte ab. Bei einigen Grazer Eckbällen ist Takats jedoch ebenso im Bilde wie bei einem Schuss von der Strafraumgrenze, den unser Tormann wunderbar um die Stange dreht (35’). In der 43. Minute fällt dann aber – zu einem für den SVS ungünstigen Zeitpunkt, aber hochverdient – das 1:0 für den GAK: Freistoß von halblinks, am Fünfereck kommt ein Grazer zum Kopfball, der ihm zwar nicht wirklich gelingt, aber genau aufs andere Fünfereck geht, wo es zu einem Pressball zwischen Udo Gasser und Krasser kommt. der Grazer setzt sich durch und stochert den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Mit hängenden Köpfen schleichen die Spittaler in die Kabinen, zeigen sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber deutlich verbessert. Ein Isopp-Schuss aus 22 Metern geht ziemlich knapp am langen Eck vorbei (48’) und ein Drehschuss von Manuel Plattner zischt über die Querlatte (50’).
Bevor bei den
Caballeros Hoffnung aufkommen kann, zeigt sich, dass das Aufbäumen des
SVS nur ein Strohfeuer war, denn der GAK macht mit einem Doppelschlag
den Sack zu:
Damit ist das Spiel
entschieden, die Grazer spielen den Vorsprung locker über die Zeit, vom
SVS ist kein Aufbäumen zu sehen und auch die eingewechselten Spieler
können nicht für frischen Wind sorgen.
Laufbereitschaft, Spielwitz, Raumaufteilung, Selbstbewusstsein.. all das fehlte dem Spiel des SVS. Man stand teils meterweit vom Gegner weg, kam immer wieder um einen Schritt zu spät, war geistig langsam, körperlich unterlegen und machte es den Grazern so allzu leicht, ein ums andere Mal gefährlich vor das Spittaler Tor zu kommen. Einziger
Lichtblick aus Spittaler Sicht war Tormann Takats, der einige schöne
Paraden zeigte und auch bei insgesamt 10 Eckbällen zumeist Herr im
eigenen Strafraum war. Die Körpersprache der Spieler sprach teils Bände, Rat- und Mutlosigkeit waren zu sehen, von Selbstbewusstsein und Teamgeist hingegen keine Spur. Mit Leistungen wie dieser wird’s ganz ganz schwer, die Klasse zu halten. Dabei hat der SVS eine Mannschaft, die durchaus die Qualität haben sollte, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Jetzt liegt’s an der Mannschaft, in den kommenden Spielen eine Trotzreaktion zu zeigen, um das zweifellos vorhandene Potential abrufen zu können.
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