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Fotos / Berichte:


07.09.2007
Grazer AK – SV Spittal 3:0 (1:0)
UPC-Arena, 2.500 Zuseher

1:0 Krasser (43’)
2:0 Elsneg (57’)
3:0 Mohiden (60’, Handelfmeter)

 


Aufstellung SV Spittal: Takats / Isopp – Oberrisser – Trupp – Lassnig / Truskaller – Gasser – Kirisits (85. Peric) – Ebner / Plattner (75. Kofler) – Moser (60. Steinwender)


Im Vorfeld des Spiels war in Medienberichten die Rede davon gewesen, dass sowohl Florian Oberrisser (krank) als auch Michael Kirisits und Christian Moser (jeweils verletzt) das Auswärtsspiel nicht bestreiten können. Doch offenbar hat der SV Spittal einen Wunderheiler in seinen Reihen, denn als das Dutzend Caballeros bestens gelaunt im Stadion eintrifft, sind alle drei obgenannten Spieler beim Aufwärmen zu beobachten.

Nicht nur die schnelle Genesung dieser drei Stammspieler, sondern auch der Umstand, dass für den Auswärtssektor ein eigener Bierträger abgestellt wird, sorgt bei den SVS-Fans für Zufriedenheit.

Das Bier sollte dann auch in der Tat bestens munden, das Spiel hingegen überhaupt nicht. Von Beginn an übernehmen die Heimischen die Initiative und bereits in der Anfangsphase wird Tormann Stefan Takats mehrfach geprüft: Einen Amerhauser-Schuss kann er jedoch ebenso bravourös abwehren wie einen Kopfball aus kurzer Distanz; einmal steht ihm das Glück des Tüchtigen zur Seite, als ein Kopfball um Zentimeter am Tor vorbeigeht und einmal ist Takats bereits geschlagen, doch Sandro Ebner kann einen Kopfball von der Linie köpfen (27’).
Der SVS ist vor allem zu Beginn des Spiels deutlich unterlegen und kommt in der ersten halben Stunde nur zu zwei Minichancen: Ein Moser-Schuss von der Strafraumgrenze rollt deutlich am Tor vorbei (16’) und ein Plattner-Stanglpass nach energischem Antritt über rechts wird zur Ecke geklärt (19’).

Nach ca. einer halben Stunde lässt der Druck des GAK nach, trotzdem bleiben die Heimischen das bessere Team und somit spielt sich das Geschehen weiterhin in der Spittaler Hälfte ab. Bei einigen Grazer Eckbällen ist Takats jedoch ebenso im Bilde wie bei einem Schuss von der Strafraumgrenze, den unser Tormann wunderbar um die Stange dreht (35’).

In der 43. Minute fällt dann aber – zu einem für den SVS ungünstigen Zeitpunkt, aber hochverdient – das 1:0 für den GAK: Freistoß von halblinks, am Fünfereck kommt ein Grazer zum Kopfball, der ihm zwar nicht wirklich gelingt, aber genau aufs andere Fünfereck geht, wo es zu einem Pressball zwischen Udo Gasser und Krasser kommt. der Grazer setzt sich durch und stochert den Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Mit hängenden Köpfen schleichen die Spittaler in die Kabinen, zeigen sich zu Beginn der zweiten Halbzeit aber deutlich verbessert. Ein Isopp-Schuss aus 22 Metern geht ziemlich knapp am langen Eck vorbei (48’) und ein Drehschuss von Manuel Plattner zischt über die Querlatte (50’).

Bevor bei den Caballeros Hoffnung aufkommen kann, zeigt sich, dass das Aufbäumen des SVS nur ein Strohfeuer war, denn der GAK macht mit einem Doppelschlag den Sack zu:
57. Minute: Nach einem Eckball bringt der SVS den Ball nicht weg und Elsnegs Flachschuss von der Strafraumgrenze schlägt im langen Eck ein – ganz unhaltbar schien dieser Schuss nicht zu sein.
60. Minute: Flanke in den Strafraum und Kapitän Daniel Trupp mit einem Blackout: Er fährt mit der Hand zum Ball und den dafür verhängten Elfer versenkt Mohiden ganz souverän.

Damit ist das Spiel entschieden, die Grazer spielen den Vorsprung locker über die Zeit, vom SVS ist kein Aufbäumen zu sehen und auch die eingewechselten Spieler können nicht für frischen Wind sorgen.
Chancen des SVS nach der 60. Minute: Keine. Der GAK hingegen kommt noch zur einen oder anderen Tormöglichkeit, hat zB einen Stangenschuss zu verzeichnen und hätten die Grazer mit vollem Einsatz weitergespielt, wär’s wohl nicht beim 3:0 geblieben.



Fazit:
Den Grazern reichte eine solide Leistung, um einen niemals gefährdeten Heimsieg zu landen. Der SV Spittal hingegen enttäuschte auf allen Linien, war bis auf wenige Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit um eine Klasse schwächer als der Gegner und zeigte seine bislang schlechteste Saisonleistung.

Laufbereitschaft, Spielwitz, Raumaufteilung, Selbstbewusstsein.. all das fehlte dem Spiel des SVS. Man stand teils meterweit vom Gegner weg, kam immer wieder um einen Schritt zu spät, war geistig langsam, körperlich unterlegen und machte es den Grazern so allzu leicht, ein ums andere Mal gefährlich vor das Spittaler Tor zu kommen.

Einziger Lichtblick aus Spittaler Sicht war Tormann Takats, der einige schöne Paraden zeigte und auch bei insgesamt 10 Eckbällen zumeist Herr im eigenen Strafraum war.
Für die Feldspieler hingegen kann’s kein Lob geben: Die Abwehr fehleranfällig, unorganisiert und sowohl über die Flanken als auch durch die Mitte verwundbar. Das Mittelfeld zweikampfschwach und ohne Ideen. Der Sturm in der Luft hängend und wirkungslos.

Die Körpersprache der Spieler sprach teils Bände, Rat- und Mutlosigkeit waren zu sehen, von Selbstbewusstsein und Teamgeist hingegen keine Spur.

Mit Leistungen wie dieser wird’s ganz ganz schwer, die Klasse zu halten. Dabei hat der SVS eine Mannschaft, die durchaus die Qualität haben sollte, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Jetzt liegt’s an der Mannschaft, in den kommenden Spielen eine Trotzreaktion zu zeigen, um das zweifellos vorhandene Potential abrufen zu können.


 
Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"

September 2007