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05.10.2007
Der SVS wieder mit einer extrem jungen Mannschaft, der einzige Spieler über 25 – Christian Moser – zeigte sich dem Vernehmen nach vor dem Spiel nicht sonderlich motiviert und wurde daher nicht berücksichtigt.
Den ersten guten
Angriff im Spiel hat der SVS, Martin Lassnig und Daniel Trupp mit
schöner Kombination auf der linken Seite, doch der Stanglpass von Trupp
kann zur Ecke geklärt werden. Den Eckball bringt dann Michael Kirisits
gefährlich zur Mitte, aber ein Verteidiger kann den Ball noch vor der
Linie wegschlagen. Der SVS probiert’s mit schnellen Angriffen auf die schnellen, beweglichen Stürmer und bereits in der 16. Minute geht dieses Rezept auf: Hoher Kirisits-Pass von der Mittellinie in die Spitze, ca. 10 Meter vor dem gegnerischen Tor nimmt sich Sandro Ebner den Ball – bedrängt von einem Verteidiger – verkehrt zum Tor stehend runter, gabelt den Ball noch einmal auf und jagt ihn dann mit einer Mischung aus Seitfall- und Fallrückzieher in die Maschen. Damit erzielt der SVS das erste Tor seit dem 31. August und das gleich mit einem solchen Traumtor – sogar von den heimischen Anhängern gibt’s anerkennenden Applaus für dieses Gustostückerl. Nur kurz nach der vielumjubelten Führung ist selbige allerdings ziemlich in Gefahr: Ein Gmunden-Spieler startet aus abseitsverdächtiger Position und fällt dann im Zweikampf mit Florian Sixt. Strittige Situation, der Schiri jedenfalls entscheidet auf Foul und gibt Freistoß genau von der Strafraumgrenze – im ersten Moment dachten schon alle im Stadion, dass es Elfmeter gibt. Den wuchtigen Freistoß kann Takats allerdings schön wegfausten und damit bleibt die Führung bestehen. In der 25. Minute droht dann allerdings erneut Gefahr, doch Sixt kann im Strafraum im Zweikampf den Gegner gerade noch abdrängen und am Torschuss hindern.
Dass man sich von
optischer und spielerischer Überlegenheit nichts kaufen kann, wird den
Gastgebern vom SVS in der 32. und 35. Minute schmerzlich vor Augen
geführt:
In der restlichen
ersten Halbzeit tut sich nicht mehr allzu viel, Gmunden bleibt weiterhin
spielbestimmend und die SVS-Defensive – die teils sehr weit aufrückt –
wirkt nicht immer sicher, doch die Heimischen können kein Kapital daraus
schlagen. Der SVS kommt noch einmal gefährlich vor’s Tor, doch Plattner
wird erfolgreich am Torschuss gehindert und der Nachschuss von Hannes
Truskaller aus 25 Metern geht am Tor vorbei (39’).
Die zweite Halbzeit
beginnt mit viel Elan der Porzellanstädter:
Glück also für den SVS,
dass nicht der Anschlusstreffer fällt, der wohl für die zweite Luft bei
Gmunden und für großes Zittern bei den Unsrigen gesorgt hätte.
Mit diesem Tor ist
Gmunden gebrochen und fällt völlig auseinander, ab jetzt hat der SVS
leichtes Spiel und erspielt sich Chancen fast im Minutentakt gegen einen
Gegner, der kaum noch attackiert. Hier die größten Chancen:
In der 72. Minute dann
aber das zu diesem Zeitpunkt überfällige fünfte Tor: Einmal mehr wird
Plattner steil geschickt, einmal mehr enteilt er der Verteidigung und
einmal mehr bezwingt der den Tormann im Eins gegen Eins: Luper – Tor!
Kurz danach ist der erfolgreiche Arbeitstag für Plattner beendet, für
ihn kommt Herrmann Maier.
Davor hätte es
allerdings schon 0:6 stehen müssen, doch Maier scheitert zweimal: Zuerst
wird er von Kirisits freigespielt und steht alleine vor dem Tormann,
schießt selbigen allerdings an (77’) und kurz darauf hat Maier den
Goalie bereits ausgespielt, schießt dann aber übers leere Tor (80’).
Das war’s dann und
während die Gmundner wie geprügelte Hunde vom Feld schleichen, feiern
die Caballeros die Mannschaft noch mit einer feinen Mischung aus Nebel
und Feuer.
Gestern stand dem SVS
auch das nötige Glück zur Seite, denn in der ersten Halbzeit war Gmunden
eigentlich die bessere Mannschaft, doch die Kontertaktik des SVS ging
wunderbar auf und dank der perfekten Chancenauswertung lag man schon zur
Halbzeit deutlich voran. Der Mannschaft von Sepp Rabitsch ist ein Pauschallob auszusprechen: Alle Spieler zeigten bis zur letzten Minute vollen Einsatz, womit so mancher spielerische Fehler zumindest teilweise ausgemerzt werden konnte. Ein Wort auch zur „Leistung“ der Caballeros: So leise wie gestern waren wir wohl selten, und das trotz dieser Torflut. Grund war aber nicht Schüchternheit oder irgendeine Art von Protest, sondern schlicht und ergreifend unser Erstaunen über die Leistung des SVS. Und wer den Mund vor lauter Staunen nicht mehr zukriegt, kann die Mannschaft nun mal nicht anfeuern.. Auch wenn der SVS weiterhin auf einem Abstiegsplatz rangiert und in dieser Saison vermutlich nicht mehr oft auf einen Gegner trifft, der einen so rabenschwarzen Tag erwischt: Das 6:1 sollte reichlich Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben!
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