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28.09.2007
SV Spittal – WAC/St. Andrä 0:0
Goldeckstadion, 500 Zuseher

Tore: Fehlanzeige


Aufstellung SV Spittal: Takats / Sixt – Gasser – Oberrisser – Lassnig (72. Moser) / Adilovic – Trupp – Truskaller – Kirisits – Ebner / Plattner (82. Maier)


Vor dem Spiel kam es zu einer sehr schönen Geste der mitgereisten Fans aus dem Lavanttal, die mit einem großen Kanister selbst gepresstem Most anrückten und die gut 15 Caballeros zur Verkostung einluden. Herzlichen Dank an dieser Stelle, es hat vorzüglich gemundet.

Spittal-Trainer Josef Rabitsch überraschte seinen ehemaligen Chef mit einer Umstellung in der Defensive: So stellte er Udo Gasser kurzfristig in die Innenverteidigung, Daniel Trupp rückte dafür ins zentrale Mittelfeld auf. Peter Hrstic ließ erstmals in der Saison mit Armin Hobel seinen nominell stärksten Stürmer auf der Ersatzbank.

Das Spiel begann eigentlich recht flott und die ersten guten Aktionen ließen nicht lange auf sich warten. Ein erster Versuch des WAC / St. Andrä aus gut 16 Metern geht übers Tor, im Gegenzug startet der SVS einen Angriff über rechts. Nach Zusammenspiel von Plattner und Adilovic bringt letzterer den Ball gefährlich zur Mitte, der jedoch schlussendlich keinen Abnehmer findet. In weiterer Folge kommt der SVS zu einer Vielzahl von Standardsituationen, bleibt jedoch weitgehend ungefährlich. Glück hat Spittal in Minute 16, als Udo Gasser im letzten Moment einen Stanglpass ins Toraus grätscht und seine Mannschaft vor einem Rückstand rettet. In weiterer Folge flacht das Spiel ein wenig ab. Die Defensivreihen stehen gut und Großchancen bleiben Mangelware. Ein schöner Fernschuss von Kirisits, der sieht dass Gäste-Keeper Goriupp weit vor dem Tor steht, kann von ebendiesem in Rückwärtsbewegung über die Querlatte gelenkt werden. In der 39. Minute kommt es wieder zum Duell der beiden. Ein Freistoß aus rund 25 Metern streichelt die Querlatte. Die letzte nennenswerte Aktion in einer taktisch geprägten ersten Hälfte.

In Halbzeit 2 kommen beide Mannschaften unverändert aus der Kabine. Der SV Spittal beginnt abermals sehr ambitioniert und kommt in der 48. Minute zu einer ersten Möglichkeit. Praktisch im Gegenzug die beste Chance des Spiels für die Gäste: Schöne Aktion über rechts, Pass zur Mitte, Direktabnahme aus 11 Metern, doch der Flachschuss streicht knapp am Pfosten vorbei. Glück für den SV Spittal.

Der Rest des Spiels ist schnell abgehandelt. Keinerlei Torchancen, wenig zusammenhängende Aktionen und taktisch diszipliniertes Abwehrverhalten führen zur logischen Nullnummer in einem schwachen Spiel. Erschreckend harmlos präsentierten sich die Offensivabteilung beider Mannschaften, das Ergebnis geht somit über das gesamte Spiel gesehen in Ordnung.
 

Fazit:
In Summe war eine leichte Leistungssteigerung gegenüber den letzten Spielen erkennbar. Die Defensivleistung sowie die kämpferische Einstellung waren in jedem Fall in Ordnung. Will man jedoch die Abstiegsplätze verlassen, muss man sich vor allem in der Offensivbewegung erheblich steigern. 3 Tore in 9 Spielen ist eindeutig zu wenig, wenn man Spiele gewinnen möchte. Der Trainer ist gefordert, diese Mängel schon am kommenden Freitag in Gmunden zu beheben. Die Oberösterreicher bezogen zuletzt eine 0:4 Klatsche bei Titelfavorit Vöcklabruck. In der jetzigen Situation hilft daher wohl nur ein Sieg, um den Anschluss nicht schon nach einem Drittel der Meisterschaft zu verlieren.

 

Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"
September 2007