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18.08.2007
SV Spittal – SVG Bleiburg 1:1 (0:1)
Goldeckstadion, 450 Zuseher

0:1 Knauder (6’)
1:1 Manuel Plattner (80’)


Aufstellung SV Spittal: Takats / Truskaller – Isopp – Oberrisser – Trupp / Ebner (46. Hrstic) – Gasser (84. Gelb/Rot) – Peric (46. Lassnig) – Kirisits / Plattner – Moser


 Für das erste Meisterschaftsspiel auf Kunstrasen wurde dem SV Spittal ein schlagbarer Gegner zugelost – die SVG Bleiburg wurde vor der Saison allenthalben als Abstiegskandidat gesehen und wurde dieser Prognose in den ersten beiden Saisonspielen auch gerecht (zwei Niederlagen).

Zum Anpfiff des Spiels herrscht also Optimismus bei den ca. 450 Zuschauern, darunter 20 Caballeros. Doch die kalte Dusche lässt nicht lange auf sich warten, bereits in der 6. Minute klingelt’s im Spittaler Gehäuse: Steilpass auf Partl, kollektiver Tiefschlaf der heimischen Abwehrkette, der Bleiburger geht alleine auf Stefan Takats zu und überhebt ihn. Zwar geht der Ball an die Latte und springt von dort zurück ins Feld, doch da die Abwehr weiter schläft, ist Knauder am schnellsten beim Abpraller und schiebt den Ball problemlos über die Linie. Eine durchaus schöne Aktion der Gäste, die aber vom Aussetzer der Spittaler Hintermannschaft begünstigt war.

Damit ist das geschehen, was sich wohl niemand gewünscht hat: Ein frühes Gegentor gegen eine Mannschaft, die ohnehin nicht dafür bekannt ist, das Spiel an sich zu reißen. Und tatsächlich entwickelt sich das Spiel wie erwartet: Die Gäste stellen sich hinten rein und spitzen auf Konter. Dem SVS fällt wenig ein – zu ungenau, zu statisch sind die Angriffe, es fehlt an Entschlossenheit, man agiert ängstlich und so hat Bleiburg keine Probleme, die Führung zu halten.

Torraumszenen gibt’s vor der Pause kaum. Bleiburg ist zweimal durch Schüsse von Drmac gefährlich (20’, 42’). Die besten Chancen des SVS: Ein Moser-Kopfball, den der Tormann abwehren kann (12’) sowie ein Gasser-Schuss aus kurzer Distanz, der knapp am Tor vorbeirollt (42’).

In der Pause reagiert das Spittaler Trainerteam und nimmt die unauffälligen Ebner und Peric aus dem Spiel und bringt Hrstic und Lassnig. Dadurch rückt Hannes Truskaller ins Mittelfeld und auch Daniel Trupp widmet sich vermehrt der Offensive – eine Umstellung, die sich noch bezahlt machen sollte.
An der Charakteristik des Spiels ändert sich indes zunächst wenig, die Überlegenheit des SVS ist nur eine optische. Weiterhin ist der SVS nicht gut, man traut sich offensiv nichts zu und da zu wenig Bewegung im Spiel ist, sind sämtliche Angriffe durchsichtig und können die Bleiburger Führung nicht gefährden.
In der 59. Minute fast das 0:2, als Pavlicic nach einem Konter im Strafraum frei zum Schuss kommt, doch Takats kann mit einer Riesenparade das Gegentor verhindern und hält den SVS im Spiel.
In der 64. Minute die bislang größte Chance für den SVS: Eckball von Michael Kirisits, Getümmel im Bleiburger Strafraum, der Ball wird vor der Linie abgewehrt, geht aber genau zu Florian Oberrisser, der allerdings das Kunststück schafft, den Ball aus 6 Metern über das gegnerische Tor zu jagen.

Von Minute 65 bis 75 gibt’s zwar Spittaler Feldüberlegenheit, aber keine Torschüsse. Dann aber tritt der SVS – vor allem in Person von Kapitän Daniel Trupp – endlich energischer und mutiger auf und wird in der 80. Minute belohnt. Vorstoß von Trupp, Doppelpass mit Kirisits, Pass an die Strafraumgrenze auf Plattner, der fackelt nicht lange, zieht volley ab und der Ball schlägt im Kreuzeck ein – der Ausgleich!
Jetzt endlich ist der SVS aufgewacht und spielt aggressiv nach vorne. Seine Aggressivität falsch setzt allerdings Udo Gasser ein: Hartes Einsteigen bei einem Kopfballduell und „Smudo“ sieht eine harte, aber vertretbare Gelb/Rote Karte.
Besser macht’s Joe Isopp, der bei einem Angriff mit nach vorne geht und mit einem Weitschuss von knapp außerhalb des Strafraums die Außenstange trifft.
Doch auch die Gäste kommen noch zu einer Riesenchance, Pavlicic taucht alleine vor Takats auf, schießt aber ganz knapp am Tor vorbei.

In den Schlussminuten sorgt Trupp mit zwei Gewaltschüssen noch für Torgefahr, doch einmal kann der Tormann abwehren und das andere Mal geht sein Schuss knapp vorbei. Nach 93 Minuten ist dann Schluss und der SVS hat immerhin den ersten Punkt der neuen Saison geholt.



Fazit:
Dank des relativ späten Ausgleichs muss man mit dem Punkt wohl zufrieden sein, eigentlich überwiegt aber die Enttäuschung, denn vor dem Spiel waren sowohl Mannschaft als auch Fans von einem Sieg gegen Bleiburg ausgegangen.

Zwar hatte der SVS mehr vom Spiel, die guten Torchancen waren allerdings zwischen beiden Mannschaften in etwa gleich aufgeteilt, sodass das 1:1 ein leistungsgerechtes Endergebnis darstellt.

Der SVS brauchte sehr lange, um sich vom frühen Gegentor zu erholen und zeigte erst in der Schlussphase ein ansprechendes Spiel. Davor regierten Fehlpässe und durchsichtige Angriffe das Spittaler Spiel, wodurch die Bleiburger Abwehr kaum unter Druck gesetzt werden konnte.

Bleibt zu hoffen, dass der SV Spittal in den nächsten Spielen so weitermacht, wie er gegen Bleiburg aufgehört hat. Sollte hingegen die Leistung der ersten Halbzeit zum Standard werden, ist zu befürchten, dass der SVS den Herbst im Tabellenkeller verbringt.

 


Redaktionsberichht "Caballeros Spittal 03"

August 2007