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20.03.2008
SV Spittal – SV Feldkirchen 1:1 (0:0)
Goldeckstadion, 600 Zuseher

1:0 Sandro Ebner (87’)
1:1 Miloti (90’)
 

Aufstellung SV Spittal: Prekic / Hrstic – Gasser – Oberrisser – Isopp / Adilovic – D. Trupp – Truskaller – Kirisits – Ebner / Maier (88. Fleischhacker)


 Gegenüber dem letzten Spiel musste Trainer Sepp Rabitsch die Mannschaft auf drei Positionen umbauen, statt Florian Sixt und Martin Lassnig (beide gesperrt) sowie Christian Kautz (krank) kamen Nico Hrstic, Sandro Ebner und Hermann Maier in der Startelf zum Einsatz.

Bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes tut sich in der ersten Viertelstunde rein gar nichts, das Geschehen spielt sich ausschließlich im Mittelfeld ab. Erstmals beschäftigt werden die Torhüter in der 18. Minute, doch Wolfi Ott im Feldkirchen-Tor hat mit einem Maier-Heber ebenso wenig Probleme wie Nikola Prekic im Spittal-Tor mit einem Schuss von der Strafraumgrenze.
In der Folge erarbeitet sich der SVS ein leichtes spielerisches Übergewicht und ist dem Führungstreffer näher: Ein Maier-Schuss geht knapp am langen Eck vorbei (26’) und einen Stanglpass von Ado Adilovic verfehlt Daniel Trupp um einen Schritt (34’). Kurz darauf allerdings fast die Führung für die Gäste: Nach einem rustikalen Einsteigen von Johannes Isopp wartet alles auf die Gelbe Karte, doch der Schiri gibt keine Karte, was Feldkirchen dazu nutzt, um den Ball schnell in die Spitze auf Miloti zu spielen, der einen Spittal-Verteidiger austanzt und frei vor dem Tor steht, aber aus 10 Metern an Prekic scheitert.

In der zweiten Halbzeit ändert sich an der Charakteristik des Spiels lange wenig: Beide Teams stehen hinten recht gut und agieren offensiv ohne das letzte Risiko bzw. ohne die nötige Durchschlagskraft. Die Torchancen sind daher weiterhin an einer Hand abzuzählen. Die besten sind da noch: Schöner Pass auf Maier, der aber gut abgedrängt wird und aus spitzem Winkel an Ott scheitert (51’) bzw. ein Feldkirchen-Schuss aus 12 Metern, der aber zu mittig ausfällt, weswegen Prekic ohne Probleme hält(58’).

Es ist daher wieder einmal die Schlussphase, die für Spannung sorgt: Der SVS wird stärker und schnürt die Gäste weitgehend in deren Hälfte ein. In der 80. Minute wird Ebner schön freigespielt und taucht alleine vor Ott auf, der sich bereits auf den Boden wirft, doch während sich Ebner den Ball auf seinen besseren Fuß legt, rauscht noch ein Verteidiger heran und spitzelt den Ball zur Ecke. In der 86. Minute ist es erneut Ebner, der in guter Position zum Ball kommt und dieses Mal klingelt’s: Schuss von der Strafraumgrenze, eigentlich nicht einmal so scharf, doch da der Ball leicht abgefälscht wird und Ott bereits in die andere Ecke unterwegs war, rollt das Spielgerät ohne Hast in die Maschen.

Klarerweise Riesenjubel am Spielfeld und auf den Rängen, doch nur vier Minuten später gibt Feldkirchen-Goalgetter Miloti den Spielverderber: Die Gäste werfen alles nach vorne, Miloti wird – verkehrt zum Tor stehend – am linken Strafraumeck angespielt, schirmt den Ball ab, legt ihn nach innen, dreht sich und zieht ab und die Kugel passt genau ins Kreuzeck, Prekic ohne Abwehrchance.
Ein wunderbarer Treffer, der gleichzeitig das Ende des Spiels bedeutet, denn 5 Sekunden nach dem Ankick pfeift der Schiedsrichter ab. 


Fazit:
Die Leistung des SV Spittal war vor allem defensiv durchaus ansprechend, offensiv fehlte hingegen des öfteren die letzte Entschlossenheit. Gleiches gilt für den SV Feldkirchen, der an diesem Abend nicht erkennen lassen konnte, warum er das torgefährlichste Team der Liga ist.
Unterm Strich ein absolut leistungsgerechtes Remis, beide Teams hatten zwei gute Torchancen und in etwa gleich viele Spielanteile.

Nach dem 7. Remis in den letzten 9 Spielen kommt der SVS in der Tabelle somit weiterhin nicht vom Fleck. Bitter, dass man auch im zweiten Frühjahrsspiel eine Führung nicht zum Sieg nutzen konnte.
Aber man kann’s auch positiv sehen: Der SVS ist seit Ende September ungeschlagen und hat diese Serie auch in den ersten beiden Frühjahrspartien gegen sehr starke Gegner ausbauen können.

Ob die Reise des SVS in Richtung Tabellenmittelfeld oder Abstieg geht, ist somit weiter offen – es bleibt spannend!


Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"

März 2008