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18.04.2008
SV Spittal – GAK 1:3 (1:2)
Goldeckstadion, 1.000 Zuseher


0:1 Vuksanovic (16')
0:2 Vuksanovic (35', Elfernachschuss)
1:2 Sandro Ebner (45')
1:3 Florian Oberrisser (58', ET)


Aufstellung SV Spittal
: Prekic; Sixt (77. M. Trupp), Oberrisser, Gasser, Isopp; Adilovic (70. Hrstic), Kirisits, Lassnig (65.  Maier), Truskaller; Ebner, Kautz


Das Spiel gegen den GAK wurde von der zuständigen Behörde im Vorfeld als Risikospiel eingestuft. Der SV Spittal erhielt unter anderem die Auflage mehr als 2 Dutzend uniformierte Beamte samt Hundestaffel, sowie ausreichend zivile Hilfskräfte dem Spiel beizuziehen. Der Zutritt zur angestammten Osttribüne blieb den Caballeros aus Sicherheitsgründen verwehrt, somit fand man sich diesmal ausnahmsweise auf der gegenüberliegenden Seite ein.

Das Spiel vor rund 1.000 Besuchern beginnt schwungvoll. Der erste Warnschuss des GAK aufs Gehäuse von Nikola Prekic wird bereits nach wenigen Minuten abgegeben. Dennoch bleibt es dem SVS vorbehalten, die erste große Chance im Spiel zu vergeben. Nach einer Freistoßflanke von Kirisits kommt Oberrisser zum Kopfball, aber GAK-Keeper Konrad kann den Ball mit einer tollen Reaktion über die Querlatte drehen. In der Folge übernimmt der GAK das Kommando und kommt nach einer schönen Einzelaktion von Schütz zur ersten wirklich gefährlichen Chance. Den Schuss kann Spittal-Tormann Prekic noch ins Toraus abwehren, beim anschließenden Eckball muss aber auch er das erste Mal hinter sich greifen. Einen kurz geschlagenen Eckball verwertet Abwehrchef Vuksanovic per Kopf und stellt damit auf 1:0 für die im traditionellen Rot angetretenen Grazer. In weiterer Folge drückt der GAK aufs Tempo, bei 2 Großchancen aufs 2:0 binnen weniger Minuten kann sich Prekic abermals auszeichnen. In der 35. Minute dann eine strittige Szene im Spittaler Strafraum: Udo Gasser scheint zunächst fair gegen einen Grazer Angreifer klären zu können, zur Verwunderung aller Besucher zeigt Schiedsrichter Dr. Maier dennoch auf den Elfmeterpunkt. Den verhängten Strafstoß kann Prekic mit einer schönen Parade zunächst abwehren, beim Nachschuss (Kopfball) von Vuksanovic ist aber auch er machtlos. Wenige Minuten später läuft ein GAK-Spieler alleine auf Nikola Prekic, der die Chance mit einem tollen Fußreflex zunichte macht. Als die anwesenden Caballeros sich bereits zum Pausenbier aufmachen wollen, und sich einig sind, dass man mit dem 0:2 noch gut bedient sei, fällt plötzlich der Anschlusstreffer durch Sandro Ebner. Mit einem schönen Haken versetzt er einen Abwehrspieler des GAK und setzt den Ball mit einem schönen Flachschuss via Innenstange in die Maschen.

In der Pause sorgt natürlich der umstrittene Strafstoß für rege Diskussion unter den Fans. Udo Gasser soll den Ball zwar fair erobert haben, anschließend jedoch mit einem „Rempler“ im Strafraum ein Foulvergehen verursacht haben. Dennoch scheint der SVS mit dem 1:2 noch gut bedient und die Hoffnung, in der 2. Halbzeit das Spiel zu drehen, besteht ob des Anschlusstreffers.

Die zweite Halbzeit beginnt dann auch ganz nach  der Wunschvorstellung der heimischen Fans. In Minute 47 kommt Martin Lassnig nach einer hohen Flanke zum Kopfball, sein Versuch wird schlussendlich von einem Grazer auf der Torlinie zunichte gemacht. Danach übernimmt abermals der GAK das Kommando und kann durch einen kuriosen Treffer, ein Eigentor von SVS-Innenverteidiger Oberrisser, auf 3:1 erhöhen. Elsneg überspielt dabei Nikola Prekic und Oberrisser stolpert den Ball äußerst unglücklich über die eigene Linie. 5 Minuten später hat der SVS großes Glück, als ein Schuss des GAK von der Torstange zurückprallt. 1 Minute später sieht sich der Spittal-Tormann erneut im Duell 1 gegen 1, und bleibt wie so oft am heutigen Tag Sieger des Duells. Der GAK beherrscht in weiterer Folge das Geschehen und kommt einige Male gefährlich vor das Spittaler Tor, findet aber wiederholt seinen Meister in Nikola Prekic. Den letzten Hauch von Torgefahr sehen die Spittaler Fans rund 10 Minuten vor Schluss, als sich Sandro Ebner ein Herz nimmt und aus rund 20 Metern abzieht. GAK Schlussmann Konrad muss all sein Können aufbieten um den Ball an die Querlatte zu lenken. Anschließend spielt der GAK das Ergebnis trocken nach Hause und hätte durchwegs noch den einen oder anderen Treffer erzielen können, scheitert am heutigen Abend allerdings immer und immer wieder am bestens postierten Nikola Prekic.
 

Fazit:
Das Positive vorweg: Die Exekutive musste kein einziges Mal einschreiten. Die GAK-Anhänger erwiesen sich als äußerst disziplinierte und friedliebende Gäste und sorgten zudem für gute Stimmung im Goldeckstadion. Einzig das SVS-Tor war an diesem Abend ein Risikoziel und Nikola Prekic war es zu verdanken, dass man schlussendlich nicht in ein Debakel schlitterte. Der Angriff der Spittaler Mannschaft erwies sich erneut als große Schwachstelle. Aber auch die Abwehr stand an diesem Abend weitgehend auf verlorenem Posten. In Summe geht der Sieg für die Roten aus Graz jedenfalls in Ordnung, war man doch die spielfreudigere, initiativere und technisch bessere Mannschaft.


Martin Messner
für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"

April 2008