News
  Startseite

Caballeros
  Fotos / Berichte
 
Fotos / Berichte:


09.05.2008
SV Spittal – SV Gmunden 3:1 (3:0)
Goldeckstadion, 600 Zuseher

1:0 Udo Gasser (14’ / Elfmeter)
2:0 Johannes Isopp (17’)
3:0 Stefan Steinwender (32’)
3:1 Muslic (83’)


Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Oberrisser – Isopp / Steinwender (87. M. Trupp) – Kirisits – Truskaller – Ebner / D. Trupp (62. Lassnig) – Adilovic (62. Plattner)


Unflexiblen Verbandsfunktionären ist es zu verdanken, dass der SV Spittal nur 22 Stunden vor dem Superklub-Spiel ein ganz wichtiges Meisterschaftsspiel bestreiten muss, gegen den SV Gmunden geht es schließlich darum, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern bzw. den Anschluss auf die sicheren Nichtabstiegsplätze nicht gänzlich zu verlieren.

Bei angenehmem Frühsommerwetter und recht ansehnlichem Besuch schickt Trainer Sepp Rabitsch eine nur an einer Position veränderte Startaufstellung ins Spiel, statt Hermann Maier beginnt diesmal Ado Adilovic.

Nur zur Erinnerung: Im Herbst hatte der SVS einen 6:1-Auswärtssieg in Gmunden gefeiert, auswärts hatte man zuletzt vor 27 Jahren höher gewonnen. Offenbar sind die Traunseestädter also ein Gegner, der dem SVS liegt.

Und auch beim Rückspiel läuft von Beginn an alles für den SVS. In den ersten Minuten tut sich wenig, doch mit der ersten gefährlichen Aktion fällt bereits die Spittaler Führung. Nach einem weiten Pass wird Stefan Steinwender im Strafraum nahe der Toroutlinie leicht geschubst und der Schiri entscheidet auf Strafstoß – eine Entscheidung, die wohl nicht jeder Referee getroffen hätte. Udo Gasser – der zuletzt in Weiz mit einem Elfer am Tormann gescheitert war – schnappt sich den Ball und schießt ihn scharf und platziert ins linke Eck; gut so, denn der Tormann ist zwar in der richtigen Ecke, erreicht den Ball aber knapp nicht.

Der Jubel über das 1:0 ist kaum verklungen, da klingelt’s im Gmundner Gehäuse bereits zum zweiten Mal: Freistoss für den SVS von der Seite, niemand fühlt sich für Johannes Isopp zuständig und so erzielt unser Außenverteidiger – wie schon gegen Wels – einen wichtigen Treffer, dieses Mal mit dem Kopf aus ca. 6 Metern Entfernung zum Tor.

Mit dem 2:0 im Rücken spielt der SVS so richtig auf und erspielt sich mehrere gute Chancen, doch Schüsse von Daniel Trupp (25’) und Gasser (29’) fallen etwas zu schwach aus. Unser Kapitän hat dann in der 31. Minute eine weitere tolle Chance, als er nach einem sehenswerten Solo sogar schon den Tormann ausgespielt hat, dann aber aus spitzem Winkel das Tor verfehlt.
Dazwischen gibt’s auch eine gute Chance für die Gäste, doch Tormann Nikola Prekic kann einen Schuss aus 12 Metern bändigen.

In der 32. Minute fällt dann bereits die Vorentscheidung: Nach einem Gmundner Standard erobert sich der SVS den Ball und schaltet blitzschnell um: Angriff über rechts und Adilovic, der spielt Steinwender schön frei und dessen Schuss von der Strafraumgrenze flutscht zum 3:0 in die Maschen.

Somit geht der SVS mit einem komfortablen 3:0 in die Kabinen, und die Parallelen zum Hinspiel sind frappierend: Wieder konnte man die ersten beiden Chancen eiskalt nutzen und dem Gegner bereits zur Hälfte des Spiels die Butter vom Brot nehmen und erneut präsentierte sich Gmunden als nicht regionalligareif.

Während Gmunden im Hinspiel in der zweiten Halbzeit totale Auflösungserscheinungen gezeigt hatte, spielen die Oberösterreicher dieses Mal einigermaßen solide weiter und daher ist die zweite Halbzeit dieses Mal nicht sonderlich attraktiv: Der SVS verwaltet die klare Führung und lässt kaum gefährliche Angriffe der Gäste zu.
Der Höhepunkt des zweiten Durchgangs ereignet sich daher in der 62. Minute, als Manuel Plattner nach über zwei Monaten Verletzungspause wieder zum Einsatz kommt, er ersetzt den ausgepumpten Trupp, dazu kommt Martin Lassnig für Adilovic ins Spiel.
In der Folge erspielen sich sowohl der SVS als auch die Gäste 1,2 gute Chancen – beim SVS vergeben Sandro Ebner bzw. Plattner.

In der 83. Minute gelingt Gmunden noch der Ehrentreffer und in der 86. Minute sieht ein Gmunden-Spieler wegen Kritik die Gelb/Rote Karte – dies nur der Vollständigkeit halber, denn in Wahrheit hatte man in der zweiten Halbzeit nie das Gefühl, als könnten die Gäste das Spiel noch drehen.



Fazit:
Ein verdienter Sieg für den SV Spittal, der dem Gegner spielerisch, läuferisch und taktisch überlegen war und – wie schon im Hinspiel – auch das nötige Spielglück auf seiner Seite hatte bzw. seine Torchancen eiskalt nutzte.

Nach 10 Spielen ohne Sieg war dieses 3:1 wie Balsam auf die Wunden aller Spittaler Spieler und Fans. Und es war doppelt wichtig, denn der SVS konnte mit diesem Punktezuwachs seine Position im Abstiegskampf deutlich verbessern: Gmunden und Grieskirchen auf den Fixabstiegsplätzen liegen bereits 8 bzw. 6 Punkte hinter dem SVS, und nach vorne scheint nun wieder etwas möglich zu sein, St. Florian liegt zwar weiterhin 3 Punkte vorne, aber dafür ist der Rückstand auf Weiz und die Kärnten Amateure auf 6 Punkte geschmolzen.
Dazu kommt noch frohe Botschaft aus der RedZac-Liga: Leoben hat den Klassenerhalt geschafft, somit wird’s einen Absteiger weniger aus der Regionalliga Mitte geben – und das ist gut für den SV Spittal.


Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"

Mai 2008