News
  Startseite

Caballeros
  Fotos / Berichte
 
Fotos / Berichte:


 

12.10.2007
SV Spittal – Kärnten Amateure 3:3 (1:2)
Goldeckstadion, 500 Zuseher

1:0 Manuel Plattner (9’)
1:1 Topcagic (13’)
1:2 Topcagic (30’)
2:2 Daniel Trupp (48’)
3:2 Martin Lassnig (85’)
3:3 Micic (88’)


Aufstellung SV Spittal: Takats / Sixt – Hrstic (76. Fleischhacker) – Oberrisser – Lassnig / Steinwender (62. Maier) – Trupp – Truskaller – Adilovic / Plattner – Ebner


 Nach dem tollen 6:1-Auswärtssieg in Gmunden wollte der SV Spittal trotz des Fehlens der gelbgesperrten Michael Kirisits und Udo Gasser gleich den nächsten „Dreier“ holen und zwar im Derby gegen das Farmteam von SK Austria und FC Kärnten.

Der SVS beginnt auch sehr ambitioniert und hat bereits nach 8 Minuten eine tolle Torchance, als Florian Sixt einen Konter einleitet, Manuel Plattner Daniel Trupp schön freispielt, der aber völlig freistehend am gegnerischen Tormann scheitert.
Die Riesenchance auf die Führung ist somit vergeben, was aber wenig macht - denn nur eine Minute später klingelt’s im Tor der Gäste: Flanke von der linken Seite von Admir Adilovic in den Strafraum auf den freistehenden Plattner, der aus gut 14 Metern mit einem platzierten Schuss dem Tormann keine Chance lässt.

Von den Gästen ist wenig zu sehen, aber trotzdem kommen sie auf billige Art und Weise zum Ausgleich: Freistoß aus gut 40 Metern, halbhoch wird der Ball in den Strafraum gespielt und der von Topcagic leicht abgefälschte Ball rutscht unter dem verdutzten Stefan Takats ins Spittaler Tor.
Der SVS zeigt sich aber wenig geschockt und erspielt sich weiterhin die besseren Chancen: Nach einem weiten Befreiungsschlag von Sixt erläuft sich Plattner auf der rechten Seite den Ball, flankt zur Mitte, wo der mitgelaufene Sandro Ebner volley übernimmt, das Tor aber um einen halben Meter verfehlt.

Effektiver sind erneut die Gäste: Flanke ganz von der Seite, der Ball ist lang in der Luft, trotzdem wird Topcagic nicht ordentlich gedeckt, kommt fünf Meter vor dem Tor per Kopf zum Ball und versenkt ihn bodenauf in den Maschen. Auch bei diesem Tor kann man unseren Goalie nicht von Schuld freisprechen, denn diese Flanke wäre eigentlich abzufangen gewesen.
Der Rest der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Beim SVS ist der Faden völlig gerissen, und da auch die Gäste nichts ins Angriffsspiel investieren, bekommen die Zuschauer wenig zu sehen.

Dafür geht’s in der zweiten Halbzeit umso rasanter weiter: Nur drei Minuten nach Wiederbeginn flankt ein Spittaler in den Klagenfurter Strafraum, auch hier pickt der Tormann auf der Linie und so hat der am langen Eck stehende Daniel Trupp keine großen Problem, aus wenigen Metern einzuschießen.
Nun entwickelt sich ein Spiel mit Chancen hüben wie drüben, wobei die Gäste die zwingenderen Chancen haben. Hervorzuheben sind ein Tor, das aber zurecht wegen Handspiels aberkannt wird (72’) sowie ein leicht abgefälschter Schuss, der an der Latte landet (74’).

Richtig dramatisch wird’s dann in den letzten fünf Minuten des Spiels:
In der 85. Minute der vielumjubelte Führungstreffer durch Martin Lassnig, der einen Eckball von Ebner am kurzen Eck stehend mit dem Hinterkopf herrlich über den Tormann ins lange Eck lenkt.
Direkt danach beginnt logischerweise die Schlussoffensive der Gäste: Zuerst kann Takats einen Schuss aus dem Eck holen und nach dem Eckball wehrt Adilovic einen Kopfball auf der Linie ab.
Bei einer Konterchance kommt Plattner nur knapp zu spät, und nach einem weiteren Eckball fällt doch noch der Ausgleich, Micic bewahrt in einem Gestocher die Nerven und schießt aus kurzer Distanz zum Endstand ein.



Fazit:
Einerseits hätte der SV Spittal die Punkte dringend gebraucht, und wenn man nach Rückstand knapp vor Schluss die Führung erzielt, sollte man eigentlich auch gewinnen.
Andrerseits spricht es für die Moral der Mannschaft, dass sie nach dem Rückstand nicht aufgegeben hat und auch den Ausfall zweier wichtiger Spieler einigermaßen kompensieren konnte.

Unter dem Strich: Leistungsgerechtes Remis in einem abwechslungsreichen Spiel, in dem in der ersten Halbzeit der SVS die besseren Chancen hatte, aber ein Tor weniger schoss. In der zweiten Halbzeit war’s dann genau umgekehrt.

Was bleibt: Gemischte Gefühle nach diesem Unentschieden und die Hoffnung, dass beim nächsten schweren Spiel – auswärts in Allerheiligen – vielleicht wieder ein Sieg errungen werden kann.


Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"

Oktober 2007