|
|
 |
Fotos
/ Berichte: |
29.04.2008
SV Spittal – FC Wels 1:1 (0:0)
Goldeckstadion, 350 Zuseher
0:1 Lebersorg (55’)
1:1 Johannes Isopp (96’)
Aufstellung
SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Oberrisser – Isopp / Adilovic (62.
Steinwender) – D. Trupp – Truskaller – Lassnig – Ebner / Maier (65. M.
Trupp)
Für unseren schwer abstiegsgefährdeten SV Spittal war es wieder einmal
so weit: Angstgegner Wels war zu Gast im Goldeckstadion.
Ohne den gesperrten Michael Kirisits und den verletzten Manuel Plattner
zur Verfügung zu haben, versuchte Trainer Sepp Rabitsch, seine Mannen
optimal auf die Alptraummannschaft eines jeden Spittaler Kickers
einzustellen.
Und das klappt zu
Beginn auch durchaus gut, denn in den ersten Minuten des Spiels ist der
SVS die aktivere Mannschaft, ohne allerdings zu großen Torchancen zu
kommen. Einigermaßen nahe kommt man einem Torerfolg in der 13. Minute,
als ein Schuss von Daniel Trupp aus 20 Metern nur knapp an der Stange
vorbeigeht.
In der Folge flacht das Spiel ab, ehe Wels beginnt, das Heft in die Hand
zu nehmen. In der 26. Minute ist es einzig und allein Tormann Nikola
Prekic zu verdanken, dass es beim 0:0 bleibt, denn nach einem toll
geschossenen Freistoß von der Strafraumgrenze fischt unser Goalie den
Ball mit einer Weltklasseparade aus dem Kreuzeck. Wenige Minuten später
wäre allerdings auch Prekic chancenlos gewesen, als der Kopfball eines
Welsers knapp an unserem Gehäuse vorbeigeht. Kurz vor der Pause dann
noch eine sehr gute Chance für die Gäste, als ein Welser zwar Prekic
überhebt, den Ball aber am Tor vorbeisetzt.
Was sich in der ersten
Halbzeit bereits angedeutet hat, wird 10 Minuten nach Beginn der zweiten
Halbzeit Realität: Die Führung für Wels. Nach schöner Angriffsaktion
wird Lebersorg im Strafraum freigespielt und lässt Prekic mit einem
platzierten Schuss ins lange Eck keine Chance.
In der Folge wirkt der
SVS zuerst geschockt, sortiert sich dann aber zusehends und wittert
nochmals Morgenluft, insbesondere nachdem der Welser Feichtinger in der
72. Minute nach wiederholtem Foulspiel zurecht die Gelb-Rote Karte
sieht.
Der Mangel an gelernten
Stürmern beim SVS ist allerdings nicht zu übersehen, denn trotz der
personellen Überlegenheit kann man sich kaum gefährliche Strafraumszenen
erspielen. Die beste Chance vergibt Martin Lassnig fünf Minuten vor
Ablauf der regulären Spielzeit, als er aus guter Position genau auf den
Tormann zielt.
Auf der Gegenseite kommen die Gäste zur einen oder anderen Konterchance
– allerdings hat man die Welser in der Vergangenheit auch schon
gefährlicher erlebt.
So hat der SVS bis zum
Schluss die Möglichkeit, mit einem Torerfolg zumindest einen Punkt zu
retten. Und tatsächlich, es sollte funktionieren!
In der 93. Minute leistet sich Wels-Stürmer Nuhiu an der Mittelauflage
eine Unsportlichkeit (Spielverzögerung), wofür er auch Gelb sieht. Die
folgende Freistossflanke des SVS wird zur Ecke abgewehrt. Es sind zwar
schon gut 96 Minuten gespielt, doch der Schiedsrichter lässt – eingedenk
der diversen Spielverzögerungen durch Wels-Spieler – auch diesen Eckball
noch ausführen. Von links wird der Ball zur Mitte gebracht, wo sich am
kurzen Eck Johannes Isopp ins Getümmel und den Ball wirft und selbigen
tatsächlich über die Linie drücken kann.
Der folgende Anstoß wird sogar noch ausgeführt, eine Minute später ist
aber Schluss und so lautet das Endergebnis nach ca. 98 Minuten 1:1.
Fazit:
Auch wenn der SV Spittal Siege gegen den Abstieg braucht: Wer dieses
Spiel gesehen hat, wird mit dem 1:1 mehr als zufrieden sein. Schließlich
hatte der FC Wels die besseren Torchancen und wer in der 96. Minute noch
das 1:1 erzielt, braucht sich über mangelndes Glück ohnehin nicht zu
beklagen.
Offensiv war der SVS
einmal mehr relativ ungefährlich, dafür stand man in der Defensive
einigermaßen sicher. Dass beim derzeitigen Tabellenstand das
spielerische Element oft zu kurz kam, ist verständlich, dafür konnte der
SVS mit Kampfkraft und Willen glänzen – und wurde schlussendlich dafür
belohnt.
Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"
April 2008 |