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Fotos
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03.08.2007
1. FC Vöcklabruck – SV Spittal 1:0 (0:0)
Voralpenstadion, 550 Zuseher
1:0 Feichtinger (78’)
Aufstellung
SV Spittal: Takats / Hrstic (78. Peric) – Isopp – Oberrisser – Trupp / Steinwender
(65. Lassnig) – Gasser – Truskaller – Ebner / Plattner – Moser (88.
Kirisits)
Dritter August – der Sommer am Höhepunkt? Denkste! Bei Spielbeginn ist
es bewölkt bei 15 Grad und lebhaftem Wind. Da ist es fast verständlich,
dass die aus Spittal anreisenden Caballeros lieber zwei Stunden im Stau
auf der Tauernautobahn im warmen Auto verbrachten als pünktlich zum
Spiel zu kommen.
Wenige Minuten nach
Ankick sind dann aber alle Caballeros da, 7 sind es diesmal, und sie
sehen ein Spiel, das dem Wettercharakter entspricht: Statt lauem
Sommerkick wird ein Spiel geboten, das sich an britischen Verhältnissen
orientiert.
Beide Teams agieren aus
einer gesicherten Abwehr, sind primär bedacht, kein Tor zu kassieren und
versuchen mit langen Bällen in die Spitze zum Erfolg zu kommen.
Der SVS startet mit der gleichen Aufstellung wie im Cup und macht dem
Gegner von Anfang an mit gutem Defensivspiel und vollem Einsatz das
Leben schwer.
Die Heimmannschaft ist
zwar bemüht, das Spiel zu machen, kommt aber vor der Pause nur zu
wenigen Chancen: Ein Schuss aus spitzem Winkel geht an unserem Tor
vorbei (10’) und nach einem kurz abgewehrten Eckball bleibt ein Schuss
von der Strafraumgrenze im Getümmel hängen (18’).
Vom SVS ist offensiv wenig zu sehen, da man auch bei Ballbesitz nur mit
wenigen Spielern nachrückt. Am gefährlichsten wird’s daher, wenn man’s
mit schnellen flachen Pässen auf Manuel Plattner bzw. Sandro Ebner
probiert. So z.B. in der 16. Minute, als der Tormann einen Schritt vor
Plattner am Ball ist oder in der 28. Minute, als Ebner steil geschickt
wird und den Ball wunderbar über den Goalie ins Tor lupft, das Tor aber
wegen Abseits – zurecht – nicht zählt.
Ansonsten gibt's über die erste Halbzeit nicht allzuviel zu berichten.
Nach der Pause zeigt
sich zunächst ein ähnliches Bild, Vöcklabruck greift mit weitgehend
untauglichen Mitteln an und der SVS beschränkt sich hauptsächlich
darauf, einen Gegentreffer zu verhindern.
Dann aber segeln immer gefährlichere Flanken in den Spittaler Strafraum
und der Hut beginnt zu brennen:
58. Minute: Getümmel im Strafraum, der Ball kommt irgendwie zu einem
Vöcklabrucker, der das Kunststück schafft, den Ball aus gut 6 Metern am
Tor vorbeizuspitzeln.
62. Minute: Wieder ein gefährlicher Flankenball in unsren Strafraum,
Stefan Takats kann nur kurz abwehren und eine Feichtinger-Bombe aus 8
Metern springt von der Unterseite der Querlatte wieder ins Feld zurück.
64. Minute: Nächste Flanke in unsren Strafraum, der gegnerische Stürmer
nimmt den Ball volley, setzt ihn aber um einen Meter übers Tor.
Nach dieser
Drangperiode bekommt der SVS das Spiel wieder zusehends in den Griff und
kommt in der 73. Minute zur bis dahin größten Chance: Der eingewechselte
Michael Kirisits spielt einen tollen Pass in den Lauf von Plattner, der
eilt der Abwehr auf und davon, spielt noch einen Verteidiger aus um sich
den Ball auf seinen stärkeren rechten Fuß legen zu können, schießt dann
aber aus 10 Metern übers Tor.
Dann die – aus
Spittaler Sicht – verhängnisvolle 78. Minute: Schuss aus kurzer Distanz,
Takats kann kurz abwehren, ein Vöcklabruck-Spieler rutscht in ihn
hinein, der Ball liegt frei vor dem Tor und Feichtinger rollt die Kugel
ins Tor.
Der Schiedsrichter, der ansonsten durch äußerst kleinliche
Regelauslegung auffiel, spielt in dieser Situation Schicksal, denn das
Tor war absolut irregulär, schließlich sollte ein Tormann im eigenen
Fünfmeterraum davor geschützt sein, von gegnerischen Spielern mit den
Beinen voraus attackiert zu werden..
Wütende Proteste von unsren Spielern bringen nichts ein (außer Gelbe
Karten für Florian Oberrisser, Daniel Trupp und Udo Gasser), der Treffer
zählt.
Nun ist der SVS gezwungen, alles nach vorne zu werfen, doch zählbare
Möglichkeit kann man sich keine mehr erspielen, zu gut steht die
Vöcklabruck-Abwehr.
Erwähnenswert ist daher nur noch eine Szene aus der 87. Minute:
Allerweltsfoul vom bereits gelbbelasteten Johannes Isopp, der
gegnerische Spieler möchte sich bereits den Ball für den Freistoß
herrichten, als er mitbekommt, dass der Schiedsrichter mit
theatralischen Gesten in Richtung Ort des Geschehens eilt und nach
seinen Karten sucht. Die Folge: Gelb-Rot für Isopp und der
Vöcklabruck-Spieler spielt den sterbenden Schwan, denn wenn der Schiri
eine Karte zeigt, muss es wohl ein übles Foul gewesen sein.
In der 92. Minute noch
ein Eckball für den SVS, sogar Takats kommt mit nach vorne, aber die im
Luftkampf überlegene Heimmannschaft bugsiert den Ball aus dem Strafraum
und dann erfolgt der Schlusspfiff.
Fazit:
Eines ist klar: Der Schiedsrichter war dem SV Spittal gestern nicht
wohlgesonnen, denn der spielentscheidende Treffer hätte niemals zählen
dürfen.
Genau so deutlich muss aber auch festgehalten werden, dass der Sieg des
1. FC Vöcklabruck absolut verdient war: Das Spiel fand überwiegend in
der Spittaler Hälfte statt, die Heimischen taten mehr fürs Spiel und
kamen zu den besseren Torchancen.
Erstmals seit
der Saison 2003/04 startet der SVS damit mit einer Niederlage in die
neue Saison; Beinbruch ist das aber keiner, schließlich darf man bei
einem Auswärtsspiel bei einem der Titelkandidaten nicht unbedingt mit
Punkten kalkulieren.
Florian
Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros
Spittal 03"
August 2007 |
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