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02.05.2008
WAC | St. Andrä – SV Spittal 1:1 (0:1)
Sportplatz St. Andrä , 600 Zuseher

0:1 Hannes Truskaller (29’)
1:1 Sauerschnig (85’)


Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Oberrisser – Isopp / Steinwender – Truskaller – Kirisits – D. Trupp – Ebner (87. Lassnig) / Maier (79. Adilovic)


An die 600 Zuschauer und angenehmes Frühlingswetter – das Derby zwischen dem WAC / St. Andrä und dem SV Spittal fand wieder einmal in einem angemessenen Rahmen statt.

Spittal beginnt ähnlich wie gegen den FC Wels am Dienstag engagiert und druckvoll. Vor allem im kämpferischen Bereich bietei die Rabitsch-Elf eine starke Leistung. Beide Teams setzen auf eine gesicherte Defensive, und so gibt’s vorerst kaum wirklich hochkarätige Torchancen.

Die Gastgeber sind zwar feldüberlegen, kommen aber so gut wie nie gefährlich vor das Spittaler Tor. Auch der SVS kommt zu keinen wirklich 100 %igen Torchancen – bis zur 29. Minute: Balleroberung in der eigenen Hälfte durch Stefan Steinwender (der erstmals seit Monaten wieder von Beginn an ran durfte), das Mittelfeld wird schnell überbrückt, Daniel Trupp zieht die rechte Seite hinunter, gibt in die Mitte auf Hannes Truskaller und dann passiert das für nicht möglich Gehaltene: Unsere Nummer 7 erzielt ein Tor – und ein schönes noch dazu, denn Truskallers Schuss von der Strafraumgrenze schlägt hoch im langen Eck ein – keine Abwehrchance für den Ex-Spittaler Stefan Takats! Damit erzielt „Truske“ nach gefühlten 200 Einsätzen sein erstes Tor für den SVS.

Auch nach der Führung ändert sich am Charakter des Spiels relativ wenig: Der WAC ist zwar feldüberlegen, kommt aber weiterhin kaum zu guten Offensivaktionen. Am ehesten erwähnenswert ist ein Kopfball aus recht guter Position, der aber deutlich drüber geht (38’). Unsere Lieserstadtkicker haben ebenfalls nur eine Halbchance zu verzeichnen, ein Trupp-Weitschuss geht nicht allzu weit übers gegnerische Tor (39’).

Nach dem Seitenwechsel hat Spittal gleich die erste Großchance, doch Kapitän Daniel Trupp scheitert in Minute 48 am Aluminium. Das hätte das 2:0 sein können! Die Heimelf geht in der zweiten Hälfte mit deutlich mehr Elan zu Werke, drängt den SVS weit in die eigene Hälfte zurück und kommt zu einigen (Halb-)Chancen. Wirklich glänzen kann das Hrstic-Starensemble aus der „Hendlbrater-Metropole“ aber nicht. Die zwei besten Möglichkeiten entschärft Spittals Schlußmann Nikola Prekic nach einer guten Stunde.

Zu Beginn der letzten 15 Spielminuten die große Chance für den SVS: Konter über Sandro Ebner, Stanglpass auf Hermann Maier, doch dessen Schuss geht an die Stange (75’).

Doch Tore die man nicht macht, bekommt man meistens: Leider klingelt es in der 84. Minuten auch im Tor unseres SVS: Nach einem Pass in den Strafraum kommt es zu einem Gewusel, Sauerschnig erzielt den Ausgleich.

Der WAC hat sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch Prekic kann einen Freistoss von der Strafraumgrenze entschärfen und so bleibt es beim 1:1 – für den SVS das 13. Remis im 24. Spiel.



Fazit:

Unser SV Spittal/Drau präsentierte sich im Kärntner Derby wahrlich nicht wie ein Abstiegskandidat. Vor allem im kämpferischen Bereich kann man unserer Elf keinerlei Vorwürfe machen. Was abgeht, war vor allem in der zweiten Halbzeit offensichtlich: Uns fehlt – nach den Ausfällen von Plattner und Kautz – eine torgefährliche Offensivkraft. Nach der Maier-Auswechslung stand kein einziger nomineller Stürmer mehr auf dem Platz…

Zum Spiel: Die Heimelf hatte – vor allem in Hälfte zwei – mehr Spielanteile. Wirklich zwingende Tormöglichkeiten konnten sich die WAC-Kicker allerdings nicht herausspielen. Hätte Spittal statt zweimal Metall einmal das Tor getroffen, wäre das Match mit einem Spittal-Sieg über die Bühne gegangen. Hätte, wenn und aber: WAC hat noch den Ausgleich gemacht – ob verdient oder unverdient, wer weiß das schon.


 

Redaktionsbericht  "Caballeros Spittal 03"
Mai 2008