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In den ersten
Minuten ist der SVS zwar optisch überlegen, doch die erste Chance gehört
den Gastgebern, nach weiter Flanke über die Abwehr kommt ein Weizer am
16er ziemlich frei zum Schuss, zielt aber zu zentral und so kann Nikola
Prekic problemlos abwehren (4’).
Der SVS zeigt sich
indes vom frühen Gegentor wenig geschockt, bleibt die aktivere
Mannschaft und wird in der 16. Minute belohnt: Sandro Ebner überspielt
einen Gegner und lupft in den Ball in den Lauf von Daniel Trupp, der im
Strafraum von einem Gegner zurückgehalten wird und fällt – die Reaktion
des Schiedsrichters erfolgt sofort: Elfmeter! Ausgerechnet in die beste Phase des SVS fällt das 2:0, und wieder ist ein individueller Fehler dafür verantwortlich: Florian Oberrisser verliert im Spielaufbau ohne Not in der eigenen Hälfte den Ball, auf einmal stehen auf der rechten Seite drei Weizer einem Spittaler gegenüber, Katulic wird steil geschickt und schiebt den Ball aus halbrechts an Prekic vorbei ins Tor (32’). In der restlichen ersten Halbzeit gibt’s noch eine gute Chance für Weiz, als der Ball nach einem schönen Angriff über links an die Strafraumgrenze zurückgelegt wird, doch der anschließende Schuss zu schwach ausfällt. Die bessere Chance aus dem Spiel hat wieder der SVS: Nach weitem Abschlag nach vorne leitet Trupp per Sieg im Kopfballduell den Ball genau in den Lauf von Ebner, der alleine vor dem gegnerischen Tor auftaucht – doch anstatt sich eine Ecke auszusuchen, schießt er überhastet drüber. Nach einer Halbzeit, in der der SVS eigentlich die bessere Mannschaft war, steht’s somit 0:2. Trainer Rabitsch reagiert mit einem Doppeltausch und Umstellungen: Für den unauffälligen Adilovic und den schwachen Lassnig kommen Hermann Maier und Niko Hrstic ins Spiel. Hrstic spielt hinten rechts, damit rückt Florian Sixt ins rechte Mittelfeld, Ebner spielt nun im linken Mittelfeld und Maier als Spitze.
Und nur wenige
Minuten nach Wiederbeginn sollten sich diese Wechsel fast bezahlt
machen: Schöner Angriff des SVS über rechts, Maier gibt ab auf Sixt,
Stanglpass, doch der Schuss eines Spittalers kann vor der Linie
abgeblockt werden. Der SVS bleibt jedoch im Ballbesitz, Hannes
Truskaller mit schöner Flanke von halbrechts genau auf den Kopf von
Ebner und dessen Kopfball streicht um Zentimeter am Tor vorbei, der
Goalie wäre chancenlos gewesen. Obwohl das Spiel noch 40 Minuten dauert, ist die Entscheidung damit eigentlich gefallen. Der SVS – sichtbar geknickt durch den neuerlichen Gegentreffer – zeigt sich zwar weiterhin bemüht, gute Chancen kann man sich aber nur mehr wenige erspielen. In der 62. Minute wird Maier angespielt, der Tormann eilt aus seinem Kasten und boxt den Ball vor Maier aus dem Strafraum und der anschließende Sixt-Versuch, den zurücklaufenden Tormann zu überheben, geht übers Tor. In der 67. Minute spielt Isopp zwei Steirer aus, doch sein Stanglpass wird zur Ecke geklärt. Kurz darauf geht ein scharfer, flacher Freistoss von Kirisits aus gut 28 Metern nur knapp am Tor vorbei. Und in der 75. Minute noch eine sehr gute Chance für den SVS: Schöner Angriff über links, Ebner auf Maier, dessen Schuss aus spitzem Winkel kann der Tormann nur nach vorne abwehren, der Ball landet beim Elferpunkt bei Trupp, der eigentlich genug Zeit gehabt hätte, sich den Ball zurechtzurichten, doch unser Kapitän schießt völlig überhastet und damit weit am Tor vorbei.
Aber auch die
Gastgeber kommen zu zwei, drei guten (Konter)Chancen, die allerdings
alle ziemlich leichtfertig vergeben werden. In der 87. Minute klappt’s
dann doch, ein Steirer läuft von halbrechts alleine auf das Spittaler
Tor zu und spielt den Ball schön in die Mitte zum eingewechselten
Riegler, der die Kugel problemlos im Tor zum 4:0-Endstand unterbringt.
Fazit:
Damit bewahrheitete
sich einmal mehr eine alte Fußballweisheit: Wenn man das Selbstvertrauen
erst einmal verloren hat, fehlt auch das Glück. Bzw: Wenn man erst
einmal im Sumpf steckt, ist es verdammt schwer, wieder rauszukommen,
denn bei ein bisschen Spielglück wären Punkte für den SVS durchaus im
Bereich des Möglichen gelegen, zumal Weiz defensiv wahrlich keinen
sicheren Eindruck machte. Nach der zweiten Niederlage in Folge ist die Ausgangsposition des SVS im Abstiegskampf damit wieder um ein Stückchen schlechter geworden. In den beiden Spielen der nun folgenden „englischen Woche“ ist Punktezuwachs ein Muss, sonst droht sogar der Rückfall auf – den zu 99% den Abstieg bedeutenden – Platz 14.
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