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08.08.2008
GAK – SV Spittal 0:0
UPC Arena, 1.904 Zuseher

Tore: Fehlanzeige
 

Aufstellung SV Spittal: Prekic / Pertl – Gasser – Hirschbühl – Trupp / Plattner (92. Kautz) – Wernitznig – Cil – Denilson (58. Angerer) – Adilovic / Horvath

Gut 25 Spittal-Fans waren dem SV Spittal zu seinem Auftritt in Graz gefolgt, wirklich optimistisch war allerdings wohl keiner, denn in der Vorsaison war der SVS gegen den GAK zweimal chancenlos gewesen und auch der verpatzte Saisonauftakt gegen Sturm war nicht dazu angetan, auf Punkte zu hoffen.

Dazu kam noch, dass Trainer Sepp Rabitsch die fehlenden Stammspieler Florian Sixt und Sandro Ebner ersetzen musste: Für Sixt spielte Daniel Trupp links in der Abwehr und wurde im Mittelfeld von Christopher Wernitznig ersetzt. Für Ebner spielte Ado Adilovic links im Mittelfeld, sein freigewordener Platz rechts im Mittelfeld wurde von Manuel Plattner eingenommen und dessen Position übernahm Tomas Horvath, der somit sein Debüt im Spittal-Dress feierte.

Trotz dieser zahlreichen Rochaden beginnt der SVS das Spiel überraschend gut und kann mit dem GAK gut mithalten. Die erste wirklich gute Torchance hat dann auch der SVS: Nach einem Einwurf von nahe des Corners kann Denilson im Strafraum den Ball behaupten, legt ab für Adilovic und dessen Schuss aus gut 11 Metern kann der Grazer Goalie nur mit einer Glanztat über die Latte drehen. Beim anschließenden Eckball kommt Johannes Hirschbühl zum Kopfball, triftt den Ball aber nicht richtig und die Kugel geht weit am Tor vorbei.

Danach die ersten Torchancen des GAK, jeweils nach Freistößen fehlt bei einem Schuss bzw. einem Kopfball nicht viel. Aus dem Spiel tun sich die Grazer allerdings schwer und so plätschert das Spiel bis zur Halbzeit dahin. Knapp vor der Halbzeit ist Plattner nach einem Pass in den Strafraum um einen Hauch nach dem Goalie am Ball, sonst wäre es wohl 1:0 für den SVS gestanden.
So aber geht es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen.

Nach der Pause ändert sich der Charakter des Spiels dann allerdings zusehends, der GAK wird von Minute zu Minute dominanter und drängt den SVS mehr und mehr in die Defensive. Es dauert nicht lange, bis sich der GAK auch Torchancen erspielt, nach einem Schuss kommt ein GAKler am langen Eck um einen Schritt zu spät (49’) und ein Schuss vom 16er kann Tormann Nikola Prekic gebändigt werden (54’).

Trainer Rabitsch reagiert und tauscht den entkräfteten und gelb/rot-gefährdeten Denilson aus und bringt mit dem 17jährigen Marco Angerer einen Debütanten. Und tatsächlich, gleich darauf hat der SVS die größte Chance des Spiels: Nach einem Doppelpass knapp nach der Mittellinie zieht Horvath alleine aufs Tor, doch als er ca. am Elferpunkt abziehen will, kann im sprichtwörtlichen allerallerletzten Moment ein Grazer von hinten den Ball in den Corner spitzeln.

Danach ist aber wieder der GAK am Drücker und schnürt den SVS in der eigenen Hälfte ein. In der 65. Minute rechnet alles mit dem 1:0, als zwei Grazer alleine am Fünfer in Ballbesitz sind, doch der Schuss fällt so schwach aus, dass Prekic mit Fußabwehr klären kann. Eine Minute drauf: Angriff über links, Flanke zum Elferpunkt, Kopfball und wieder kann sich Prekic auszeichnen und die Kugel über die Latte drehen.

In der Folge ändert sich am Charakter des Spiels wenig: Der GAK drückt, kommt vor allem über die linke Angriffsseite immer wieder gefährlich nahe vor das Spittal-Tor, wirkliche Großchancen bleiben aber aus. Zahlreiche GAK-Freistöße und Eckbälle werden zur Beute von vor allem Prekic, Hirschbühl, Udo Gasser und dem hinten aushelfenden Horvath. Der SVS hingegen steht mit 8,9 Spielern hinten drinnen, bei Ballgewinn wird das Spielgerät zumeist blind nach vorne gedroschen. Aber die Taktik geht auf, denn in den letzten Minuten des Spiels fällt dem GAK nicht mehr viel ein, der Druck lässt nach und wenn Angerer tief in der Nachspielzeit nach einem SVS-Corner den Ball richtig getroffen hätte, hätte der SVS sogar einen Erfolg gefeiert.

So aber bleibt’s beim 0:0 – ein Ergebnis mit dem Mannschaft wie Fans sichtlich auch sehr zufrieden sind.

Fazit:
Im Vergleich zur Vorwoche konnte sich der SVS deutlich steigern und holte so beim favorisierten GAK einen unerwarteten Punkt. In der ersten Halbzeit konnte der SVS das Spiel offen halten und erspielte sich die eine oder andre Chance, nach der Pause lieferte man eine Abwehrschlacht, hatte allerdings durch Horvath den Matchball auf dem Fuß. Unterm Strich ein harterkämpfter und damit nicht unverdienter Punkt, allerdings hatte der SVS in einigen Szenen auch gehöriges Glück.




Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
August 2008