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17.10.2008
Der SVS musste wieder einmal umstellen, da die beiden Innenverteidiger Udo Gasser und Johannes Hirschbühl jeweils wegen der fünften Gelben Karte gesperrt waren. Ersetzt wurden sie vom aus dem Mittelfeld zurückgerückten Daniel Trupp sowie vom reaktivierten Florian Oberrisser.
Beide Teams gehen
vorsichtig in das Spiel – aus Sicht des SVS verständlich, aus
Hartberg-Sicht hingegen nicht, denn vor dem SVS in der derzeitigen
Verfassung muss sich wohl niemand fürchten. Wie auch immer: Es tut sich
wenig in den ersten 20 Minuten, einzig eine Hartberg-Freistossflanke,
die sich gefährlich in Richtung langes Eck dreht, sorgt für ein bisschen
Gefahr (4’). Der SVS kommt durch einen Freistoss von Ahmet Cil, der
knapp übers Tor geht, zum ersten Torschuss (8’).
Dann aber geht’s Schlag
auf Schlag: Der SVS? Inexistent! Es gelingen vor der Pause gerade einmal zwei Torschüsse, neben dem erwähnten Freistoss von Cil versucht auch Florian Sixt mittels Freistoss sein Glück, verfehlt das Tor aber deutlich (43’).
Nach der Pause reißt
sich Hartberg – mit der beruhigenden Führung im Rücken – keinen „Hax“
mehr aus und so kommt der SV Spittal etwas auf: Manuel Plattner spielt
Tomas Horvath schön frei, doch dessen Torschuss kann gerade noch zur
Ecke geblockt werden (47’).
Trainer Rabitsch
versucht mit einem Doppeltausch nochmal für frischen Wind zu sorgen
(Christian Kautz und Julian Mataln kommen für Horvath und Plattner),
doch die Ausbeute ist bescheiden. Aber immerhin kommt der SVS in der
Folge zu 2,3 halbwegs guten Chancen – das aber wohl auch nur, weil die
Hartbergspieler geistig schon beim Feiern sind: Dann ist noch einmal Hartberg am Drücker: Zuerst kann Prekic einen Schuss von Schober mit der Fußspitze abwehren (84’), dann verfehlt ein Hartberger einen Stanglpass und das leere Tor (86’) und in der 90. Minute klingelt’s noch einmal, als Abwehrchef Spanninger nach einer Freistossflanke aus 6 Metern per Kopf erfolgreich ist. Dann ist Schluss, der leicht auswärtslastige Schiri pfeift ab und während sich die gut 450 Zuschauer im bitterkalten Hartberg immerhin am Ergebnis erwärmen können, fröstelt’s die Spittaler Fraktion – nicht zuletzt aufgrund der gezeigten Leistung der Mannschaft.
Fazit: Nach diesem Spiel fällt es schwer, etwas Positives zu sehen. Aber probieren wir es trotzdem: Prekic war – abgesehen von seiner Unsicherheit beim 0:4 – ein starker Rückhalt und verhinderte ein Debakel. Oberrisser war der stärkste Abwehrspieler, was umso erstaunlicher ist als er seit einigen Monaten kein Meistschaftsspiel mehr bestritten hat. Denilson zeigte nach seiner Einwechslung einige gute Aktionen und brachte zumindest ein bisschen spielerische Linie. Der Rest enttäuschte in fast allen Belangen. Hinten unsicher und zu weit vom Mann stehend, in der Mitte ohne jegliche Ideen und nur mit Fehl- und Sicherheitspässen in Aktion tretend und vorne in der Luft hängend. Bezeichnend, dass das Hartberger Publikum in der zweiten Halbzeit zusehends ungeduldig wurde, denn die Zuschauer spürten, dass gegen diesen SVS auch ein Kantersieg möglich gewesen wäre.
Der SVS ist damit an
einem neuen Tiefpunkt angelangt, der Abstand auf einen
Nichtabstiegsplatz beträgt bereits 5 Punkte und in den letzten 5 Runden
konnte man nur einen einzigen Punkt holen. Die Mannschaft spielt derzeit
wie ein Absteiger, es fehlt nicht nur an spielerischen Elementen,
sondern auch das Zweikampfverhalten, die läuferische Leistung und das
Verhalten bei Standardsituationen sind mangelhaft.
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