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Fotos
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28.03.2009
SAK Klagenfurt – SV Spittal 1:1 (1:0)
SAK-Platz, 350 Zuschauer
1:0
Makanda Mpaka (29', Eigentor)
1:1 Makanda Mpaka (93')
Aufstellung SV Spittal: Prekic / Stornig – Jakirovic – Mpaka –
Wernitznig / Adilovic – Alic (61' Ebner) – Gasser (84' Graf) – Trupp –
Hirschbühl /
Plattner (78' Horvath)
Das Derby war kein Leckerbissen, aber
bekanntlich zählen auch die Punkte von Spielen mit ästhetischen
Defiziten. Dass ein Punkt doch noch nach Oberkärnten wanderte konnten
sich die Klagenfurter selbst zuschreiben. Sie erlebten ein Déjà-vu der
Ausgleich fiel in der Nachspielzeit. Beide Treffer erzielte ein
Spittaler: Makanda Mpaka traf in beide Gehäuse...
Im Herbst
reichte den Athletikern nicht einmal ein 3-Tore-Vorsprung für einen Sieg
in Spittal. Das schmerzte und diese Scharte galt es auszuwetzen, über
lange Strecken weckten aber die Nebenschauplätze für Aufsehen. Die
Ordner beispielsweise. SAK-Präsident
Franc Wieser stellte dafür am Samstag Nachmittag fünf
Athleten seines Boxvereins ab, vergatterte sie dabei auf den Zahnschutz
im Ordnerdienst zu verzichten. Es waren aber nicht bedrohliche
Spittaler Hools die ihn zu dieser Aktion veranlassten (die Spittal-Fans
gelten zu Recht als vorbildlich), sondern vielmehr PR für seinen
Boxverein. Das gelang- ähnlich wie beim Schiedsrichter sind auch die
Ordner am besten, die nicht auffallen. Der SAK weiß das- siehe das
Skandalspiel in Bad Aussee vor bald zwei Jahren.
Fußball wurde natürlich auch gespielt, Bewegung gab es aber primär
abseits des Platzes, die SAK-Ersatzbank und die Balljungen bemühten sich
redlich die zig verpfefferten Bälle von Südbahn und der Reichenberger
Straße einzusammeln. Da gab es einiges zu tun. Vom Spiel selbst fällt
der Bericht die ersten 25 Minuten dürftig aus. Außer zwei Halbchancen
für den SAK und einer für Spittal nach einem suboptimal getimten
Kofler-Ausflug passierte im Spiel nämlich gar nichts. Dann die 28.
Minute: Riedl spielt einen Freistoß aus der
eigenen Hälfte schnell in den Lauf von Partl,
dessen Stanglpass findet in Edmir Adilovic
scheinbar einen Abnehmer. 1:0! Aber Adilovic war nicht der Torschütze.
Der zum Innenverteidiger umfunktionierte Mpaka
war als letzter dran, schaffte es sowohl fünf Sportjournalisten als auch
die überwiegende Mehrheit des Publikums erfolgreich wie unfreiwillig zu
täuschen. Die versammelte Runde auf dem Pressetisch notierte bereits den
in Spittal aufgewachsenen Adilovic als Torschützen.
Der SAK nun etwas gelöster, findet die eine oder andere viel
versprechende Gelegenheit vor, zwingt den gelbbelasteten
Gasser zu zahlreichen kleinen Fouls- nicht wenige glaubten
an ein erzwungenes vorzeitiges Ende in der Kabine des Spittaler
Mittelfeldmannes.
Wie aus dem Nichts gab es für die Gäste unmittelbar vor dem Pausenpfiff
aber noch die große Ausgleichschance, ein langer Ball findet den Weg zu
Trupp der den wieder nicht optimal herauskommenden Kofler überlupft, der
Ball geht zwar über Kofler hinweg, aber auch neben das Tor.
1:0 also zur Pause, völlig verdient in einem wenig ansprechenden Spiel.
Nach Seitenwechsel folgte die stärkste Phase des SAK, da ging es
teilweise flüssig dahin, vor dem Tor fehlte aber die Konsequenz. Diese
Offensivwelle unterbrach nur Jakirovic mit einem
guten Freistoß, wo sich Kofler auszeichnen
konnte (62.). Dann ging es wieder in Richtung Nikola Prekic,
der sich bei einem Neidhardt-Köpfler gehörig zu
strecken hatte (68.). In den nächsten 10 Minuten kam der SAK durch
Triplat und Partl, der es brasilianisch mit der Ferse versuchte, noch zu
zwei guten Möglichkeiten die Führung auszubauen. Danach stellten sie das
Spielen aber ein und überließen die letzten 10 Minuten großzügig den
Spittalern das Feld. Das sollte sich rächen, vorerst wussten die bis
dahin schrecklich harmlosen Gäste mit dem Raum wenig anzufangen, auch
das Horvath-Comeback (ab Minute 79) änderte
nichts am Spielverlauf. Neuzugang Alic war ein
Fremdkörper im Team, geordnete Aktionen nach vorne auch mit der Lupe
nicht zu erkennen. Also musste die Brechstange her und die führte doch
noch zum überraschenden Ausgleich. Der war freilich reichlich kurios,
Prekic misslang ein Abseits-Freistoß gründlich, der Ball ging recht
flach Richtung Mittellinie, in Rugby-Hakler Manier beim Scrumming
schaffte es das Spittaler Mittelfeld aber den Ball in Strafraumnähe zu
bringen. Dort lauerte Innenverteideiger Mpaka,
zwei Schritte, Schuss und Tor! Kofler war nur noch mit den Fingerspitzen
dran, konnte den Ball nicht entscheidend ablenken. Ihn traf aber auch
keine Schuld. Damit schaffte Spittal in letzter Sekunde den Ausgleich,
der ausgezeichnete Schiedsrichter Steinlechner
beendete unmittelbar danach das Derby, das nicht hielt was man sich von
ihm versprach.
Resümee: Ein glückliches aber auch nicht
unverdientes Unentschieden für die Oberkärntner. Der SAK verabsäumte es
entscheidend nachzusetzen. Die Heimmannschaft damit weiterhin
unkonstant in ihren Vorstellungen- der Gala in Wolfsberg folgt eine
überschaubare Darbietung zuhause. Die Gäste nehmen den Punkt gerne mit,
präsentierten sich im Spiel nach vorne aber auch harmlos. Der als
Spielmacher geholte Alic ist gegenüber dem Herbst beim FCK nicht
wiederzuerkennen, viel Klein-Klein kaum zusammenhängende Aktionen. So
wird es schwer den Klassenerhalt zu schaffen.
Stimmen zum Spiel:
Goran Lučič (Trainer SAK): „Ich bin schwer
enttäuscht. Wir waren viel zu locker, viel zu wenig spielfreudig. Genau
das Gegenteil von dem was uns in Wolfsberg noch ausgezeichnet hat. Die
Mannschaft zauderte und überlegte sich ständig, ob sie nun den nächsten
schritt machen soll oder nicht.“
Franz Polanz (Trainer Spittal): „Es haben beide
Mannschaften schlecht gespielt- Punkt ist aber Punkt und wann man den
sicher stellt spielt hinterher keine Rolle mehr.“
Franz Wieser
(Obmann SAK): „Sicher schade, dass wir so
spät den Ausgleich bekamen, ich bin aber mit den bislang erreichten
fünf Punkten im Frühjahr zufrieden. Jetzt wollen wir zumindest einen
Punkt bei Sturm machen und so für das große Spiel gegen den GAK werben.“
Redaktionsbericht Caballeros Spittal 03
Spielbericht mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Knopper /
www.suedsport.at
März 2009 |
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