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15.03.2009
Doch über den Winter hat sich einiges getan, auf der Trainerbank sitzt jetzt Franz Polanz und auch die Mannschaft wurde kräftig umgekrempelt. Das Dutzend Caballeros, das im beschaulichen Kumberg dabei war, bekam gleich alle fünf Neuerwerbungen im Spittal-Dress zu sehen: Uwe Kropfhofer vertrat den kranken Nikola Prekic im Tor, der von St. Veit geholte Patrick Stornig spielte hinten rechts, das neue Innenverteidigerpärchen bildeten Sergej Jakirovic (vom SKAK geholt) sowie Christian Mpaka (früher FC Kärnten) und Salih Alic (ebenfalls vom FC Kärnten geholt) bekleidete die Spielmacherposition. Doch trotz aller Neuerungen weht dem SVS auf dem Spielfeld vom Start weg ein eisiger Wind ins Gesicht: Die jungen Grazer machen von Beginn an das Spiel und außerdem muss der SVS gegen teils böigen Nordwind ankämpfen.
Die erste
Strafraumszene gehört zwar dem SVS (Daniel Trupp wird im Strafraum zu
Fall gebracht – manch Schiri hätte hier vielleicht auf Elfmeter
entschieden), doch dann spielen nur noch die Gastgeber. In der 6. Minute
ein schöner Angriff der Grazer, ein Spieler wird 7,8 Meter vor dem
Spittal-Tor schön freigespielt, doch Kropfhofer eilt blitzartig aus
seinem Tor, womit er den Winkel so gut verkürzt, dass er vom
Sturm-Spieler angeschossen wird.
In der 38. Minute
ernten die Sturm Amateure den Lohn für ihre Bemühungen, das Spiel zu
machen: Prutsch wird am 16er bedient und lässt seinem Ex-Kollegen im
Spittal-Tor mit einem platzierten Flachschuss keine Chance. Einen
bitteren Beigeschmack hat das Tor allerdings, denn ihm ging ein klares
Foul an Gasser voran, das vom – ansonsten überaus kleinlichen – Schiri
allerdings nicht gepfiffen wurde. Damit steht es nach einer Halbzeit, in der eigentlich nur Sturm Fußball gespielt hat, unentschieden – ein für den SVS schmeichelhaftes Ergebnis.
Nach dem Wechsel ändert
sich der Charakter des Spiels einigermaßen, denn nun versucht der SVS
mitzuspielen, wodurch man zwar einerseits auch den einen oder anderen
gelungenen Spittal-Angriff zu sehen bekommt, andererseits aber die
Grazer mehr Raum für ihre zumeist schnell vorgetragenen Angriffe
vorfinden.
Es folgen die besten
Minuten des SVS mit einer Topchance in der 53. Minute: Nach Foul an Alic
hebt Jakirovic den fälligen Freistoss aus 22 Metern perfekt über die
Mauer, der Grazer Tormann schaut dem Ball nur nach, doch die Kugel
entscheidet sich dazu, wenige Zentimeter neben der Torstange die
Outlinie zu überschreiten. Davor noch ein Schuss von Trupp (knapp
vorbei), danach noch einer von Gasser (von einem Verteidiger noch vor
der Linie abgewehrt), dann aber spielen wieder die Grazer und vergeben
zwischen der 58. und der 71. Minute gleich drei fette Chancen:
In den letzten 20
Minuten lässt der Elan der Grazer etwas nach und wird zusätzlich vom
teils harten Einsteigen des SVS gebremst (insgesamt gibt es in diesem
Spiel 6x Gelb für den SVS), sodass die Schlussphase ziemlich
unspektakulär verläuft und der SVS den Punkt schlussendlich relativ
problemlos nach Hause schaukelt.
Fazit:
Was die Leistung des SV
Spittal betrifft, bleiben doch einige Fragezeichen zurück. Vor allem in
der ersten Halbzeit bot der SVS spielerische Schonkost, war kaum am Ball
und brachte nur einen guten Angriff zustande – der allerdings führte
gleich zum punktbringenden Tor. In der zweiten Halbzeit konnte man das
Spiel etwas offener gestalten, doch während Trupp & Co weiterhin nur
selten gefährlich vor das gegnerische Tor kamen, brannte es hinten
einige Male lichterloh. In Summe ein glücklicher Punkt für den SV Spittal und ein Spiel, das für den weiteren Verlauf der Frühjahrssaison noch alles offen lässt – weder wurde der SVS deklassiert noch zeigte er sich deutlich verbessert. Ob die Reise nach oben oder unten geht, werden daher erst die nächsten Runden zeigen, nach dem Sturm-Spiel ist noch nicht einmal eine Tendenz absehbar.
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