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09.09.2008
SV Spittal – SV Feldkirchen 6:2 (2:1)
Goldeckstadion, 650 Zuseher

1:0 Christian Kautz (1’)
1:1 Friessnegger (16’)
2:1 Manuel Plattner (33’)
2:2 Regal (48’)
3:2 Ahmet Cil (61’)
4:2 Johannes Hirschbühl (81’)
5:2 Tomas Horvath (84’)
6:2 Tomas Horvath (86’)


Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Hirschbühl – Wernitznig / Steinwender (50. Cil) – Trupp – Ebner / Plattner (88. Adilovic) – Horvath – Kautz (70. Denilson)


Im Vergleich zum 1:2 beim FC Kärnten stellte Trainer Rabitsch die Spittal-Elf an mehreren Positionen und setzte auch auf ein neues System, erstmals seit längerer Zeit ging der SVS mit einer ziemlich offensiven Aufstellung ins Spiel, ein klassisches 4-3-3 wurde gespielt, mit den „zwei Türmen“ Trupp (Mittelfeld) und Horvath (Sturm) in zentraler Position.

Und der Mut zur Offensive wird bereits in der ersten Minute belohnt: Christian Kautz kann zwar den gegnerischen Tormann im eins-gegen-eins-Duell nicht überwinden, doch nur wenige Sekunden später macht er es besser und knallt den Ball am Goalie vorbei ins lange Eck zur frühen Spittaler Führung.
In der Folge entwickelt sich eine sehr muntere Anfangsphase mit Chancen hüben wie drüben, beim SVS scheitern Kautz (6’ und 13’) sowie Manuel Plattner (16’).
Verwertet wird in dieser Phase jedoch nur eine Chance, und zwar durch den SV Feldkirchen: Der SVS verliert in der Vorwärtsbewegung den Ball, die Gäste schalten rasch um, der Ex-Spittaler Friessnegger wird steil geschickt und kann Nikola Prekic mit einem platzierten Schuss überwinden.

In der Folge flacht das Spiel etwas ab, doch in der 33. Minute geht der SVS aus dem Nichts erneut in Führung: Prekic hat den Ball, schneller weiter Ausschuss, Plattner ist schneller als die gegnerische Verteidigung und kommt alleine vor dem gegnerischen Tormann zum Schuss. Der kann zwar den Ball abwehren, doch der „rebound“ landet wieder bei Plattner und im zweiten Versuch trifft unser Stürmer zur Führung.
Der Rest der ersten Halbzeit gehört dem SVS, die beste Chance in dieser Phase durch Daniel Trupp, der mit seinem Schuss aus zwölf Metern am Goalie scheitert (43’).

Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit geht ein Feldkirchen-Freistoss an mehreren Spielern, zum Glück aber auch am Tor vorbei. Ein Weckruf für den SVS? Mag schon sein, nicht aber für unseren Tormann, denn durch einen schrecklichen Prekic-Fehler kommt Feldkirchen zum Ausgleich: Ein Schuss von Regal, der weder sonderlich scharf noch sonderlich platziert ist, rutscht unserem Goalie durch die Beine und rollt über die Linie (48’).
Allerdings zeigen sich unsere Kicker nicht geschockt, sondern verstärken ganz im Gegenteil die Offensivbemühungen und drängen auf die Führung. Zweimal ist man knapp vor dem 3:2, doch zuerst landet ein Kautz-Kopfball ganz knapp neben dem Tor (52’) und ein abgefälschter Schuss von Tomas Horvath geht ebenfalls nur um wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei (59’). Im dritten Versuch funktioniert’s dann aber: Der eingewechselte Ahmet Cil nimmt sich ein Herz und zieht aus fast 25 Metern ab und sein Schuss passt genau ins linke Eck (61’).

Damit geht der SVS zum dritten Mal in Führung und dieses Mal hält diese auch. Feldkirchen übernimmt zwar in der Folge das Kommando, kann sich aber keine nennenswerten Chancen erspielen. Im Gegenteil, der SVS sorgt für die Entscheidung: Nach einer Freistoss- und Cornerserie trifft Innenverteidiger Johannes Hirschbühl per Kopf zum 4:2 (81’).
Damit ist der Widerstand der Gäste gebrochen und in der Schlussphase kann der SVS durch Horvath noch zweimal einnetzen, zuerst nach einem Eckball per Kopf (84’) und dann nach Idealpass von Plattner per Fuß (86’).

 

Fazit:
Dank einer vor allem offensiv beachtlichen Leistung schlägt der SV Spittal den SV Feldkirchen mit 6:2, katapultiert sich damit in der Tabelle (zumindest vorerst) auf Platz 7 und macht jede Menge Werbung für den Cuphit gegen Kapfenberg am Samstag.

Das Rezept von Trainer Rabitsch, die anfällige Feldkirchen-Abwehr vor allem mit schnellen Angriffen über die Seite und Standardsituationen auszuhebeln, ging voll auf. Der Lohn: Der höchste Sieg seit fast einem Jahr!
Das Ergebnis fiel freilich zu hoch aus, schließlich wurde das Match erst in den letzten 10 Minuten entschieden. Der Sieg des SVS ist trotzdem absolut verdient, ohne den bösen Patzer von Prekic wäre das Spiel wohl schon früher gelaufen gewesen. So musste der SVS lange zittern, wurde aber schlussendlich reich dafür belohnt, dass man nach zweimal verschenkter Führung trotzdem weiter auf Sieg spielte.


Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"

September 2008