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Fotos
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29.08.2008
SV Spittal – Union St. Florian 1:0 (1:0)
Goldeckstadion, 450 Zuseher
1:0 Tomas Horvath (4’)
Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Hirschbühl – Pertl /
Steinwender (37.Wernitznig) –Cil – Denilson (87. Kautz) – Trupp – Ebner
/ Horvath (90. Plattner)
Gut 450 Zuschauer waren bei
wunderschönem Spätsommerwetter ins Goldeckstadion gepilgert, um dem SV
Spittal bei seiner Mission „erster Saisonsieg“ auf die Beine zu schauen
und sie bekamen einen Auftakt nach Wunsch serviert:
In der 4. Minute holt Stefan Steinwender eine Ecke heraus, Ahmed Cil
tritt den Ball zur Mitte, am kurzen Fünfereck wird der Ball von Johannes
Hirschbühl per Kopf verlängert, am langen Fünfereck ist der freistehende
Tomas Horvath zur Stelle, köpft die Kugel problemlos ins Eck und
schließt damit nahtlos an seine Galavorstellung vom Cupspiel gegen
Gratkorn an. Besonders schön für den Torschützen: Freundin und Familie
sind extra für dieses Spiel aus der Slowakei nach Spittal gekommen.
Wer hofft, dass der SVS nach diesem Einstand nach Maß das Spiel
kontrolliert bzw. ein weiteres Tor nachlegen will, wird in der Folge
jedoch bitter enttäuscht. Der SVS zieht sich weit zurück und lässt
jegliche spielerische Linie vermissen, sodass der Tabellenführer aus St.
Florian zusehends ein spielerisches Übergewicht erzielen kann.
Allerdings ist auch die Leistung der Oberösterreicher alles andere als
berauschend und so gibt’s nur wenige Szenen, in denen es im Spittaler
Strafraum „brennt“. Einzig ein Hermes-Schuss, den Nikola Prekic über die
Latte wehren kann sowie ein Vorstoß über rechts, den Hirschbühl mit
gekonntem sliding tackling beenden kann, sind eine Erwähnung wert. Auch
der Schiedsrichter passt sich dem Niveau des Spiels an, unverständliche
Entscheidungen sorgen auf beiden Seiten immer wieder für Kopfschütteln.
So geht der SVS mit 1:0 in die Kabinen und weiß eigentlich selbst nicht
so recht, warum man in Führung liegt.
In den bisherigen Saisonspielen hatte der SVS in jedem Spiel eine gute
und eine schwache Halbzeit gehabt – und zum Glück ist das auch gegen St.
Florian nicht anders…
…denn in der zweiten Halbzeit kommen die Mannen rund um Kapitän Daniel
Trupp mit deutlich mehr Elan aufs Spielfeld. Keine 20 Sekunden nach
Wiederanpfiff hat Horvath die große Chance auf 2:0, doch nach weiter
Flanke trifft er den Ball nicht richtig und verfehlt damit das
gegnerische Tor.
Das Spiel gestaltet sich jetzt deutlich lebhafter als in der ersten
Halbzeit, St. Florian probiert Druck zu machen, doch der SVS hält stark
dagegen und ist dem zweiten Treffer näher als die Gäste dem Ausgleich.
In der 55. Minute muss bei St. Florian der Tormann angeschlagen raus und
sein Ersatzmann wird nur zwei Minuten später geprüft: Denilson versetzt
am rechten Strafraumeck zwei gegnerische Spieler und schießt, sein
Schuss wird zwar abgeblockt, geht aber genau zu Sandro Ebner, der aus 10
Metern sofort halbhoch abzieht, doch der Goalie kann den Ball mit tollem
Reflex über die Latte drehen.
Auch bei der nächsten guten Spittal-Aktion ist Denilson beteiligt: Er
setzt sich auf der linken Flanke mit etwas Glück durch, zieht in den
Strafraum, doch sein Stanglpass kann gerade noch zum Corner gewehrt
werden. Die anschließende Ecke geht gefährlich durch den Gästestrafraum,
doch mehrere Spittaler verfehlen den Ball knapp (68’).
Dann kommt St. Florian zu seiner besten Chance in diesem Spiel (70’):
Ein einziges Mal kann die starke Spittaler Innenverteidigung ausgespielt
werden und ein Florianer steht alleine vor Prekic und versucht unseren
Tormann zu überheben, was er auch schafft, aber zum Glück hebt er den
Ball auch übers Spittaler Tor.
In der Folge scheitert Daniel Trupp zweimal knapp: Nach Foul an ihm
schießt er einen Freistoss gleich selbst, doch der Tormann kann den
flach angetragenen Ball aus der Torwartecke fischen (73’) und nach einem
abgefälschten Trupp-Stanglpass ist es erneut der aufmerksame Goalie, der
ein Tor verhindert (75’).
In der Schlussviertelstunde kontrolliert der SVS das Spiel und schaukelt
den Sieg problemlos nach Hause, nur bei einem gefährlichen Pass vors Tor
muss Hirschbühl in extremis zur Ecke klären (89’).
Nach 93 Minuten ist Schluss und unter dem Jubel der gut 12 Caballeros –
akkustisch wieder einmal bestens unterstützt von gut 20
Nachwuchsspielern – verabschieden sich die Spieler in die Katakomben des
Goldeckstadions.
Fazit:
Mit einem insgesamt verdienten Sieg gegen den (nunmehrigen
Ex-)Tabellenführer aus St. Florian holt der SV Spittal den ersten
Meisterschaftssieg in dieser Saison und rückt in der Tabelle damit auf
Platz 12 vor.
Man ging quasi mit 1:0 in die Begegnung und konnte diesen Vorsprung bis
zum Schluss halten. Während die Leistung in der ersten Halbzeit ziemlich
enttäuschend war, konnte der SVS in der zweiten Halbzeit deutlich
zulegen und ließ den Gegner nie richtig ins Spiel kommen. Und wenn die
Gäste doch einmal in die Nähe des Spittaler Strafraums kamen, war bei
der sicheren SVS-Abwehr oder allerspätestens bei Tormann Prekic Schluss.
Im Spiel nach vorne lag vor der Pause vieles im Argen, nach dem
Seitenwechsel gab es einige vielversprechende Ansätze zu sehen, vor
allem wenn man es über die Seiten probierte.
Abschließend gesagt: Es geht sicher noch um einiges besser, aber dass
der SVS jedenfalls die Klasse hat, die Klasse zu halten, hat man auch so
gesehen.
Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
August 2008
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