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15.08.2008
Gespielt wird aber trotzdem, Bundesligaschiri Drabek kennt keine Gnade mit den 22 Akteuren, schließlich ist der Kunstrasen auch bei stärkstem Regen bespielbar. Bei den 11 Spittalern gibt’s im Vergleich zum 3:3 gegen den SAK zwei Änderungen in der Startelf: Thomas Pertl spielt links in der Abwehr, für ihn rückt Daniel Trupp ins Mittelfeld und spielt dort gemeinsam mit Ahmet Cil den defensiven Part. Der verletzte Manuel Plattner wird von Stefan Steinwender ersetzt.
Obwohl der SV Spittal
in den ersten Minuten offensiv zweimal gefährlich wird (1’: Tomas
Horvath wird im letzten Moment vom Ball getrennt / 7’: Ein
Steinwender-Schuss vom Strafraumeck geht knapp am kurzen Kreuzeck
vorbei), gehört die Anfangsphase den Gästen, die zeigen, warum sie in
der ADEG-Liga vorne mitspielen: Das Mittelfeld wird mit schnellem
Direktspiel flott überbrückt und in der Offensive lösen sich die Stürmer
immer wieder blitzartig von ihren Gegenspielern.
Dann aber die 18.
Minute: Ado Adilovic zieht auf links in die gegnerische Hälfte, spielt
in die Mitte zu Denilson, der kurz verzögert und dann einen schönen
Lochpass zurück auf Adilovic spielt und dessen Stanglpass verwertet
Horvath wenige Meter vor dem Tor im Fallen. Der SVS hingegen behält seine 100%ige Chancenauswertung bei: Nach einem von Cil getretenen Eckball übersieht die Gratkorn-Abwehr Horvath, der völlig ungestört am Fünfer hochsteigen und den unsicher wirkenden Goalie der Steirer erneut überwinden kann, obwohl der Kopfball eigentlich ziemlich genau auf den Mann gegangen war (44’).
Nach der Halbzeit
geht’s vorerst ohne Wechsel weiter, in der 52. Minute kommt allerdings
Christopher Wernitznig für den gelb-rot-gefährdeten Pertl und in der 63.
Minute ersetzt Sandro Ebner den vom Bundesheer geschlauchten
Steinwender. Auch nach zwei Wechseln kommt Gratkorn einem Torerfolg nicht nahe. Wie’s geht, zeigt in der 70. Minute einmal mehr der SVS vor: Der starke Denilson wird am Strafraumeck im Zweikampf vom Ball getrennt, doch Sixt kommt gleich hinterher, luchst dem Gratkorn-Verteidiger den Ball wieder ab, geht von halbrechts alleine aufs Tor, schießt allerdings nicht, sondern spielt einen klugen Querpass auf Horvath, der sich am langen Eck freigelaufen hat und die Kugel über die Linie drückt.
Hatte schon vor dem 3:0
tolle Stimmung geherrscht, so schwappt die Begeisterung jetzt sogar auf
die Haupttribüne über: Von gut 15 Caballeros sowie einigen jugendlichen
Fans angefeuert, spenden die „Sitzer“ der Mannschaft der Mannschaft
stehende Ovationen.
Fazit:
Die mit europacup- und
bundesligaerfahrenen Spielern (Strafner, Ehmann, Hassler etc.)
gespickten Gäste erspielten sich zwar vor allem in der ersten Halbzeit
ein teilweise deutliches spielerisches Übergewicht, kamen aber nur zu
wenigen guten Torchancen. Ganz anders der SVS, der aus drei guten
Torchancen ebensoviele Tore erzielen konnte. Mit dem Sieg gegen Gratkorn hat der SVS zum zweiten Mal in diesem Jahrtausend die 2. Hauptrunde (das „Sechzehntel-Finale“) des ÖFB-Cups erreicht und damit in dieser noch jungen Saison für ein highlight gesorgt. Hoffen wir, dass dieser tolle Sieg Auftrieb gibt – nicht nur in Hinblick auf den nächsten (noch auszulosenden) Gegner im Cup, sondern auch für die Meisterschaft!
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