News
  Startseite

Caballeros
  Fotos / Berichte
 
Fotos / Berichte:

23.05.2009
SV Spittal – TSV Hartberg 1:3 (1:1)
Goldeckstadion, 300 Zuschauer


0:1 Spanninger (1’, Elfmeter)
1:1 Daniel Trupp (23’)
1:2 Kölbl (47’)
1:3 Harrer (57’)


Aufstellung SV Spittal: Prekic / Pertl (53. Angerer) – Graf – Mpaka – Wernitznig / Adilovic (74. Stornig) – Gasser – Hasanovic (50. Kautz) – Ebner / Trupp – Plattner


Das Spiel beginnt mit einem Paukenschlag: Nach Ankick für den SV Spittal erobert sich Hartberg den Ball, weiter Pass auf die linke Seite auf Harrer, Thomas Pertl rutscht im Zweikampf aus, wodurch Harrer ohne Gegenwehr in den Strafraum ziehen kann und an Rafael Graf vorbeidribbeln möchte, der lässt das Bein stehen – klarer Fall: Elfmeter für die Gäste. Kapitän Spanninger tritt an, Goalie Nikola Prekic ist zwar in der richtigen Ecke, aber der Elfer ist zu präzise geschossen und damit gerät der SVS bereits in der 1. Minute in Rückstand.

In der Folge entwickelt sich ein eher schwaches Spiel, beide Mannschaften sind im Spiel nach vorne recht unpräzise und kommen nur durch Fehler des Gegners zu Chancen. So zB Hartberg in der 10. Minute, als Makanda Mpaka mit einem schrecklichem Fehlpass vor dem eigenen Strafraum einem Hartberg-Spieler die Chance eröffnet, mehr oder weniger unbedrängt auf Prekic zuzulaufen, doch unser Tormann kann den Schuss aus 12 Metern mit toller Parade zur Ecke wehren.
Aber auch Hartberg macht Fehler und einen davon kann der SVS zum Ausgleich nützen: Rückpass auf der rechten Hartberger Abwehrseite, Manuel Plattner spritzt dazwischen und spielt noch einen Gegenspieler aus, seinen Schuss aus 8 Metern halblinks kann der Tormann noch abwehren, doch der Abpraller landet bei Kapitän Daniel Trupp, der den Ball aus wenigen Metern ins verwaiste Tor setzt.

Nach dem 1:1 ist das Spiel besser, beide Teams kommen zu Tormöglichkeiten, wobei Hartberg die besseren Chancen hat. In der 39. Minute kann zuerst Mpaka mit letztem Einsatz klären und direkt danach kann sich Prekic bei einem flachen Schuss erneut auszeichnen. Der SVS kommt zu Chancen durch Plattner (28., verfehlt eine Flanke nur knapp) und Trupp (43., seinen Schuss aus 12 Metern halbrechts kann der Tormann auf Raten halten).

Die zweite Halbzeit beginnt ähnlich wie die erste Halbzeit: Mit einem schnellen Hartberg-Tor. In der 47. Minute wird Kölbl an der Strafraumgrenze freigespielt, seinen Schuss kann Prekic nur abklatschen lassen und der Abpraller landet bei Kölbl, der den Ball vorbei am liegenden Prekic in die Maschen setzt.
Hartberg drängt weiter und schafft 10 Minuten später das 1:3: Prekic kann einen Schuss aus halbrechts mit toller Parade entschärfen, doch wieder ist Hartberg beim rebound geistesgegenwärtiger, in diesem Fall ist es Harrer, der den Abpraller direkt im Spittaler Gehäuse versenkt.

Wer nach dem 1:3 ein Auseinanderfallen der Spittaler Elf befürchtet hat, kann aufatmen, denn in der Folge ist es erstaunlicherweise der SVS, der das Spiel immer mehr an sich zieht, wohingegen die Gäste (bei denen auch das Torverhältnis über den Titel entscheiden könnte) immer schwächer werden.
Somit kommt in der letzten halben Stunde nur noch der SVS zu Torchancen: Schüsse von Kautz und Trupp in der 68. Minute werden zur Beute des nicht immer sicher wirkenden Hartberger Tormannes, in Minute 77 kann der Tormann alleine vor Plattner zur Ecke wehren und in der 83. Minute knallt „Platti“ den Ball aus wenigen Metern an die Stange. Auch Udo Gasser ist ein Torerfolg nicht vergönnt, in der 89. Minute kann der Tormann seinen Hammerschuss toll abwehren und in der 90. Minute zielt „Smudo“ knapp zu hoch. Selbst Tormann Prekic versucht sein Glück, in der 91. Minute kommt er bei einem Eckball mit nach vorne und auch tatsächlich an den Ball, köpft aber knapp am langen Eck vorbei. Damit bleibt es nach 2 Minuten Nachspielzeit beim 1:3.

 

Fazit:
Offenbar muss Hartberg einen schlechten Tag erwischt haben, denn dass bei diesem Spiel der Tabellenletzte gegen den Tabellenführer gespielt hat, war nicht unbedingt ersichtlich.
Trotzdem war der Sieg der Gäste verdient, die Hartberger spielten gradliniger, entschlossener und abgebrühter.
Dem SV Spittal kann man zugute halten, dass auch nach dem 1:3 nicht aufgegeben und weiterhin versucht wurde, das Spiel einigermaßen strukturiert zu gestalten – da hat man heuer schon öfters Schlimmeres gesehen. Aber was nützt’s – der SVS bleibt auch im 19. Spiel in Folge sieglos und erlebt damit die wohl schlimmste Flaute seiner Vereinsgeschichte.


Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
Mai 2009