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01.08.2008
SV Spittal – SK Sturm Graz Amateure 0:2 (0:0)
Goldeckstadion, 450 Zuseher

0:1 Klem (87’)
0:2 Kröpfl (90’)

 

Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Hirschbühl – Pertl / Adilovic (64. Debriacher) – Cil – Trupp – Ebner (55. Wernitznig) / Denilson – Plattner (82. Kautz)

Bei anfangs regnerischem Wetter erwischen die Gäste aus Graz den besseren Start und verzeichnen bereits in der zweiten Spielminute eine erste gute Chance, als ein Grazer aus abseitsverdächtiger Position in Richtung Spittal-Tor zieht, den Ball aus spitzem Winkel aber am Tor vorbeisetzt.
In der Anfangsviertelstunde neutralisieren sich die beiden Mannschaften, vor allem die Grazer gehen es sehr vorsichtig an, daher spielt sich das Geschehen hauptsächlich im Mittelfeld ab.

Der SV Spittal verzeichnet in der 16. Minute die erste – und einzige – tolle Torchance, als es nach einem Adilovic-Eckball im Strafraum zu einem Getümmel kommt und der Ball schlussendlich vom Bein eines Sturm-Spielers um Zentimeter an der Stange vorbei ins Torout rollt.
Einige Minuten später sind wieder die Grazer an der Reihe: Nach einer Flanke nimmt ein Grazer den Ball am Fünfereck volley, doch der von einem Spittal-Spieler abgefälschte Ball zischt am langen Eck vorbei. Die darauffolgende Ecke sorgt für Verwirrung in der Spittaler Hintermannschaft, doch schlussendlich kann Udo Gasser einen gefährlichen Schuss zur Ecke blocken.
Ansonsten tut sich wenig in der restlichen ersten Halbzeit, der SVS hält das Spiel offen, kommt aber nur zu Halbchancen – einmal versäumt Sandro Ebner eine Schusschance aus spitzem Winkel und bei einer 3:2-Angriffssituation kommt das Zuspiel von Denilson auf Ado Adilovic zu spät. Dass das Spiel nicht wirklich attraktiv ist, ist unter anderem auch dem Schiedsrichter zuzuschreiben, der mit seinen kleinlichen Pfiffen den Spielfluss der beiden Teams immer wieder unterbricht.

Nach der Pause tut sich zuerst wenig. Nach 55 Minuten nimmt Trainer Sepp Rabitsch den ersten Wechsel vor: Für den unauffälligen Ebner kommt Christopher Wernitznig, und der hat einen denkbar schlechten Einstand, denn kurz nach seiner Einwechslung verliert er in einer Szene gleich zweimal den Ball, was zu einem gefährlichen Sturm-Angriff führt, der in einen Schuss eines Grazers aus dem Strafraum mündet, doch einmal mehr kann Gasser seinen Fuß dazwischenhalten. Das war’s dann aber auch schon wieder, in den folgenden 25 Minuten tut sich sehr wenig, Sturm ist leicht feldüberlegen ohne gefährlich zu sein und der SVS sieht das gegnerische Tor in dieser Phase nur mehr aus großer Entfernung. Auch zwei weitere Wechsel ändern daran wenig, der für den schwachen Adilovic eingewechselte Dominik Debriacher kann dem Spiel auch keine Impulse geben.

In den letzten 10 Minuten legen die Gäste noch einmal einen Zahn zu und erspielen sich gute Chancen: Ein Schuss von Hacker streicht an der Stange vorbei (81’) und bei einem Kröpfl-Schuss kann Goalie Nikola Prekic schön abwehren (83’).
Als alles schon mit einem 0:0 rechnet, kommen die Grazer doch noch zum (verdienten) Sieg. In der 87. Minute verliert der sonst sehr solide spielende Thomas Pertl bei einem Vorstoss an der Mittellinie den Ball, die Grazer schalten schnell um, ein kurzer Pass vom 16er in den Strafraum, Klem geht außen an Prekic vorbei und schießt aus spitzem Winkel ein, der Rettungsversuch von Johannes Hirschbühl auf der Linie kommt um eine Zehntelsekunde zu spät. Die verzweifelten Spittaler Angriffsbemühungen in der Überspielzeit bringen nichts ein, im Gegenteil: Zuerst kann Prekic einem allein auf ihn zugehenden Grazer den Ball vom Fuss nehmen, doch kurz darauf fällt noch das 0:2, als Kröpfl nach einem Angriff über die rechte Seite den Stanglpass ins Tor spitzelt.


Fazit:
Ein aus Spittaler Sicht sehr ernüchternder Saisonauftakt, gegen den Lieblingsgegner der vergangenen Jahre gab es eine verdiente Niederlage.

Der SVS präsentierte sich zwar defensiv einigermaßen sicher, konnte aber in der Offensive kaum Akzente setzen. Dass man in 90 Minuten aus dem Spiel zu keiner guten Torchance kam, ist bezeichnend. Die Spittaler Elf war spielerisch einfach zu schwach. Über die Seiten ging fast gar nichts (am ehesten noch in der ersten Halbzeit über links), durch die Mitte verzettelte man sich immer wieder und Manuel Plattner bekam an vorderster Front kaum Bälle, bot sich allerdings auch nur selten an. Am auffälligsten war noch Denilson, der viele Ballkontakte hatte und bei dem so etwas wie spielerische Klasse zumindest zu erahnen war. Ansonsten wurde zumeist der einfache Pass gespielt – und damit ließen sich die solide spielenden Grazer nicht ausspielen. Auch die Wechsel in der zweiten Halbzeit konnten das durchschaubare Spiel des SVS in keiner Weise verbessern.
Um doch noch etwas Positives zu schreiben: Die Verteidigung stand zumeist gut, Florian Sixt, Hirschbühl, Gasser und Pertl waren zumeist Herr der Lage.

Schlussendlich ein Spiel, das auch 0:0 hätte ausgehen können. Der Sieg der Sturm Graz Amateure ist aber jedenfalls verdient, schließlich kamen sie zu einem halben Dutzend Torchancen und erwiesen sich als spielerisch überlegene Mannschaft.
Der SVS wird sich in den kommenden Wochen steigern müssen, ansonsten droht wieder eine Saison im unteren Drittel der Tabelle.


Florian Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros Spittal 03"
August 2008