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Fotos / Berichte:

26.09.2008
SV Spittal – ASK Voitsberg 1:2 (0:0)
Goldeckstadion, 450 Zuseher

0:1 Rieger (59’)
1:1 Ahmet Cil (63’)
1:2 Hiden (95’)


Aufstellung SV Spittal: Prekic / Sixt – Gasser – Hirschbühl – Pertl / Adilovic – Cil – Denilson (38. Gelb/Rot) – Trupp – Wernitznig (90. Steinwender) / Plattner (78. Gelb/Rot)


Aufstellungssorgen plagten Trainer Sepp Rabitsch vor dem Spiel gegen den ASK Voitsberg: Sandro Ebner gesperrt, Tomas Horvath und Christian Kautz verletzt.

Nichtsdestoweniger beginnt der ersatzgeschwächte SV Spittal gegen den Tabellenzweiten aus der Steiermark stark und hat das Spiel von Beginn an unter Kontrolle. Chancen gibt’s zu Beginn allerdings wenige, erst nach über 20 Minuten tastet sich der SVS näher ans Gästetor heran: Ein gefährlicher Schuss von Udo Gasser kann abgeblockt werden (23’), ein Kopfball geht nur knapp übers Gehäuse (24’) und einen Schuss von Daniel Trupp kann der Voitsberg-Tormann über die Latte lenken (35’).
In der 37. Minute dann der erste unrühmliche Auftritt des Schiedsrichters: Denilson sieht Gelb/Rot für ein Foul, das nach Meinung der Zuschauer keines war. Mit einem Mann weniger behält der SVS das Spiel trotzdem unter Kontrolle, Goalie Nikola Prekic muss sich erst in der 42. Minute zum ersten Mal strecken, als er eine gefährliche Flanke herunterpflückt.
Fazit der ersten Halbzeit: Voitsberg erschreckend schwach und nur auf Konter bzw. Fehler des Gegners bedacht, der SVS zwar eine Spur besser, aber auch nicht wirklich zwingend.

Nach der Pause das gleiche Bild: Voitsberg kann vorerst aus der numerischen Überlegenheit wenig bis gar nichts machen. Dann aber erhöhen die Steirer die Schlagzahl und erspielen sich in der 57. Minute die erste Riesenchance, als ein Voitsberg-Spieler frei vor Prekic zum Schuss kommt, den Ball aber neben das Tor setzt. Zwei Minuten später ähnliche Situation, dieses Mal macht es Rieger besser, nach einem Konter sorgt er freistehend am langen Eck für das 0:1.

Der SVS geschockt und erstarrt? Keineswegs! Nur kurz nach Wiederankick scheitert Manuel Plattner mit einem Schuss nur knapp, und gleich darauf der nächste gute Angriff, Trupp geht links durch und bedient den mitgelaufenen Ahmet Cil optimal, der den Ball aus 10,11 Metern ins Tor setzt.
In der Folge konzentriert sich der SVS darauf, das 1:1 zu verteidigen, macht das auch gut und kann die Voitsberg-Angriffe im Keim ersticken. Offenbar wird dem Schiri fad, denn zum zweiten Mal benachteiligt er den SVS krass: Zuerst sieht Plattner wegen Kritik Gelb (76’) und als er nur zwei Minuten später gegen den Tormann etwas zu spät kommt, zückt der mit wenig Fingerspitzengefühl ausgestattete Mann in Schwarz sofort Gelb/Rot.

Damit wird das Spiel endgültig zur Abwehrschlacht, der SVS verteidigt mit Mann und Maus und bietet eine kämpferische Glanzleistung. Das Publikum – in etwa 450 Zuschauer sind an diesem kühlen Herbstabend mit dabei – honoriert die Leistung der verbliebenen 8 Spittaler Feldspieler mit viel Applaus, die Stimmung steigt nicht nur im Sektor der Caballeros von Minute zu Minute. Der Schiri läuft weiterhin Amok und schickt unter anderem Trainer Rabitsch und Masseur Bründler auf die Tribüne, sodass bei einer Verletzung von Cil der verletzte Horvath den Teamarzt spielen muss! Skurrile Szenen im Goldeckstadion, als der längste SVS-Kicker unter Gelächter und Applaus der Zuschauer seelenruhig aufs Spielfeld marschiert, um den kleinsten Kaderspieler zu verarzten.
Doch in der 95. Minute ist es mit dem Spass schlagartig vorbei: Nach einem Foul knapp außerhalb des Strafraumes gibt’s Freistoss für Voitsberg und der kurz abgespielte Freistoss wird von Hiden mit einem satten Schuss ins Eck gesetzt.
Das war’s dann, und der SVS steht gegen Voitsberg wieder mal mit leeren Händen da.

Auch nach dem Spiel geht’s rund, denn Dutzende Zuschauer wollen dem skandalös schwachen Schiedsrichter Muckenhammer noch die Meinung geigen, sodass ein halbes Dutzend Polizisten angefordert werden muss, um den „Unparteiischen“  aus dem Stadion zu geleiten.

 

Fazit:
In einem turbulenten Spiel kassiert der SV Spittal eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den ASK Voitsberg (der damit weiterhin als einziges Team der Liga ungeschlagen bleibt) und stapft damit wieder einen Schritt tiefer in den Abstiegssumpf.
Einen Vorwurf kann man der Mannschaft trotzdem nicht machen: Bei 11 gegen 11 war man dem Gegner überlegen und auch bei 10 gegen 11 konnte man das Spiel noch offen halten. Doch bei 9 gegen 12 (11 Steirer und 1 Schiri) war Schluss und in allerletzter Sekunde ging ein Punkt, der eigentlich verdient gewesen wäre, verloren.


Redaktionsbericht "Caballeros Spittal 03"

September 2008