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Fotos
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12.06.2009
FC Wels – SV Spittal 5:0 (3:0)
ASKÖ-Stadion, 250 Zuschauer
1:0 Ertl (16’)
2:0 Madl (25’)
3:0 Hinterreiter (32’)
4:0 Ertl (51’)
5:0 Lenz (69’)
Aufstellung
SV Spittal: Prekic / Kofler – Gasser – Trupp – Brandner / Sixt – Wernitznig (78.
Pöllinger) – Plattner – Angerer (62. Schaunig) / Maier (54. Burusic) –
Kautz
Das letzten RLM-Spiel nach 10 Jahren Ligazugehörigkeit bestreitet der SV
Spittal mit einer echten „Babyelf“. Neben den bereits aussortierten
Spielern fehlen diesmal auch Ado Adilovic und Thomas Pertl (gesperrt)
sowie Sandro Ebner und Makanda Mpaka (nicht berücksichtigt), sodass der
SVS mit der vermutlich jüngsten Elf seiner Geschichte aufläuft, die dem
routinierten Gegner aus Wels freilich in keiner Phase des Spiels
gewachsen ist.
5 Spittal-Kicker kommen zum ersten Einsatz in der RLM und – wenn man so
möchte – gibt’s pro Debütant einen Gegentreffer als Lehrgeld:
16. Minute:
Wels-Angriff über die linke Seite, Ertl spitzelt den Ball über den
herauslaufenden Nikola Prekic ins Tor.
25. Minute: Freistoss für Wels aus halblinks, Madl ist am langen Eck
ungedeckt und köpft ohne Probleme zu seinem ersten Saisontor ein. Hätte
er den Ball verfehlt, wär’s auch kein Drama gewesen, denn noch zwei
weitere Welser waren freigestanden..
32. Minute: Hinterreiter kann sich 7 Meter vor dem Tor in aller Ruhe
überlegen, was er tut und erzielt schlussendlich ein sehenswertes Tor:
Verkehrt zum Gehäuse stehend, überlupft er Prekic mit einem Schuss über
die eigene Schulter – auch für Hinterreiter war’s der erste
Saisontreffer.
51. Minute: Ein schlimmer Fehlpass von Udo Gasser (vor dem eigenen
16er quer gespielt) wird von Hinterreiter abgefangen, kurzer Pass auf
Ertl und der überlupft Prekic.
69. Minute: Nach einem Fehler von Daniel Trupp in der Vorwärtsbewegung
trifft Torschützenkönig Lenz nach schönem Doppelpass locker zum
Endstand.
Auch abgesehen von den
Toren sind die Gastgeber die klar tonangebende Mannschaft. Einmal rettet
nach einem Kopfball die Querlatte (13’), einmal rettet Gasser für
den geschlagenen Prekic auf der Linie (35’), zweimal scheitert Lenz beim
Versuch, Prekic auszuspielen (59’ und 83’) und ein weiteres Mal kann
Prekic einen Schuss toll zur Ecke parieren (85’).
Der SVS ist offensiv
kaum zu sehen, gerade mal zwei Halbchancen und eine Großchance erspielt
man sich in 90 Minuten: Die Halbchancen gehören Manuel Plattner (heute
übrigens mit der Kapitänsbinde), der einen Schuss aus 20 Metern recht
knapp übers Tor setzt (20’) sowie Lukas Kofler, der ebenfalls
einigermaßen knapp scheitert (77’).
Die Großchance hat Christian Kautz zu verzeichnen, der in der 33. Minute
alleine aufs Welser Tor zieht, dann aber am Tormann scheitert.
Viel mehr gibt’s zu
diesem Spiel nicht zu sagen, der SVS verabschiedet sich mit einem
„passenden“ Ergebnis wie ein Prügelknabe aus der Regionalliga Mitte.
Fazit:
Der
Mannschaft, die bei diesem Spiel am Feld war, kann man eigentlich keinen
Vorwurf machen, handelte es sich doch schlussendlich um eine
aufgebesserte und überhaupt nicht eingespielte U18-Truppe. Dass die
jungen Spieler insgesamt noch nicht reif für höhere Gefilde sind, ist
nach diesem Spiel freilich bewiesen. Damit sollte dem Management des SV
Spittal auch klar sein, dass für die kommende Saison noch einiges getan
werden muss, sonst könnte die Saison 2009/10 eine ähnliche
Katastrophensaison werden wie die nunmehr abgelaufene.
Die Stimmung in Wels
war übrigens erstaunlich gelöst, mit dem Abstieg hatte man sich bereits
vor Wochen abgefunden, die jungen Spieler können wenig dafür und die
verbliebenen Routiniers werden – so hört man – dem SVS großteils den
Rücken kehren. Somit steht der SV Spittal, wenn man es pathetisch
formulieren will, vor den Trümmern seiner Existenz: Die besten Zeiten
sind lang vorbei, kein Geld, kein Rückhalt in Politik und Wirtschaft,
ein veraltetes Stadion, keine konkurrenzfähige Mannschaft für die
kommende Saison, kein Konzept für die Zukunft..
Aber irgendwie wird’s weitergehen und irgendwann muss es ja auch wieder
aufwärts gehen. Die Caballeros Spittal 03 werden jedenfalls auch in der
Saison 2009/10 wieder mit dabei sein, dann halt nicht mehr in Wels, Linz
oder Graz, sondern in Treibach, Sittersdorf oder St. Michael.
Mehr zur Saison
2008/09, die als die wohl schlechteste aller Zeiten in die Annalen des
SV Spittal eingeht, gibt’s im großen Saisonrückblick, der in den
nächsten Wochen online geht, wie gewohnt auf
www.svs.co.at/caballeros – der
Fanclubseite des SVS, die in stürmischen Zeiten die einzige Konstante
ist ;-)
Florian
Gauglhofer für die Gruppierung "Caballeros
Spittal 03"
Juni 2009
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