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19.03.2010
ATSV Wolfsberg – SV Spittal 1:2 (0:0)
ATSV–Arena, 150 Zuschauer (davon 50 Spittal-Fans!)


0:1 Zeljko Simic (59’)
0:2 Ivan Jurakic (67’)
1:2 Hübler (77’, Elfmeter)


Aufstellung SV Spittal: Ott / Sixt – Pertl – Truskaller – Kircher / Lagler – Jurakic – Simic – Kautz / Plattner – Jury


Der SV Spittal startet mit einer gegenüber dem Herbst an mehreren Positionen veränderten Mannschaft ins Frühjahr, denn Neo-Trainer Kurt Messner hat ordentlich umgerührt: Die Rückkehrer Wolfi Ott und Hannes Truskaller sind natürlich gesetzt, dazu kommen die Youngsters Lukas Kircher und Thomas Lagler zu ihrem jeweils ersten Einsatz in der Startelf, in die sich auch Paul Jury zurückgekämpft hat.

Wie so viele Fußballspiele beginnt auch diese Begegnung unspektakulär, in der ersten Viertelstunde gibt es ein „taktisch geprägtes gegenseitiges Abtasten“, im Volksmund besser als „Mittelfeldgeplänkel“ bekannt.
Dann aber beginnt der SVS das Spiel zu dominieren und kommt in der 15. Minute zur ersten guten Torchance, als der pfeilschnelle Manuel Plattner im gegnerischen Strafraum frei zum Schuss kommt, den Ball aber neben das Tor setzt.
Eine Viertelstunde hat Plattner die nächste gute Torchance, nach schöner Vorarbeit von Zeljko Simic (der zwei Gegner düpiert und dann einen Stanglpass spielt) scheitert er dieses Mal am Tormann.
Ansonsten gibt’s in der ersten Halbzeit nur noch die eine oder andere SVS-Halbchance, Wolfsberg ist offensiv quasi nicht existent und hat vor der Pause keinen nennenswerten Torschuss zu verzeichnen.

Nach der Pause ändert sich am Charakter des Spiels wenig: Insgesamt ist das Niveau mäßig, aber der SVS ist weiterhin spielerisch ein bisschen besser und wirkt entschlossener und bleibt somit die spielbestimmende Mannschaft.

Den nächsten Warnschuss gibt’s in der 51. Minute, als Thomas Lagler nach schöner Einzelaktion mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp scheitert.
Der verdiente Führungstreffer für den SV Spittal fällt in der 59. Minute, ist aber mehr als kurios: Simic hat den Ball und versucht, einen Gegner auszuspielen. Das gelingt ihm auch, allerdings prallt der Ball gegen den in der Nähe stehenden Schiedsrichter – und von dem genau zurück in den Laufweg von Simic, der nach diesem unfreiwilligen aber schön gespielten Doppelpass sofort draufhält und mit seinem Schuss aus 25 Metern durch die Beine des Tormanns trifft.

Wenige Minuten und zwei SVS-Chancen später die Vorentscheidung: Nach einem Simic-Eckball aufs kurze Eck fahren Freund und Feind am Ball vorbei und der am langen Eck stehende Ivo Jurakic bedankt sich artig, indem er den Ball aus kurzer Distanz ins Tor bugsiert (67’).

Erst jetzt wacht der ATSV Wolfsberg auf und wird auch offensiv gefährlich: In der 73. Minute erzielt Curic den vermeintlichen Anschlusstreffer, der nur der (knappen) Abseitsentscheidung des Linienrichters zum Opfer fällt.
In der Schlussviertelstunde versucht der Schiedsrichter offenbar, seinen „Pass“ auf Simic zum 1:0 zu kompensieren, denn ab jetzt wird nur mehr gegen den SVS gepfiffen. Folgenschwer ist der Pfiff des Schiris in der 77. Minute, als er nach einem fairen Einsteigen von Thomas Pertl ein Elfergeschenk an die Gastgeber verteilt. Hübler lässt sich die Chance nicht entgehen und donnert den Ball zum 1:2 in die Maschen.

Mehr Zählbares gelingt den Heimischen allerdings nicht, die Abwehr des SVS hält den Angriffen weitgehend stand und den einzigen gefährlichen Schuss kann Wolfi Ott schön parieren (86’).
Nach 91 Minuten ist Schluss und die Mannschaft des SVS darf sich über einen verdienten Auswärtssieg freuen und bejubelt diesen noch gemeinsam mit den zahlreichen Spittal-Fans (von der Stimmung auf den Rängen war das Spiel sowieso ein Heimspiel für den SVS, an die 50 Spittal-Fans waren in Wolfsberg mit dabei).

 

Fazit:
Der SV Spittal gewinnt ein auf mäßigem Niveau stehendes Spiel verdient mit 2:1. Der SVS hatte mehr Spielanteile, zeigte die schöneren Spielzüge (allerdings nicht allzu viele), kam zu deutlich mehr Torchancen und ließ sich auch von einigen katastrophalen Schiedsrichterentscheidungen nicht aus der Fassung bringen.

Damit holt man gleich zu Beginn der Frühjahrssaison drei wichtige Punkte gegen den Abstieg und beschert Kurt Messner ein geglücktes Trainercomeback – mehr kann man sich zum Auftakt wohl nicht wünschen.


Marco Oberhuber für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
März 2010