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Fotos
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SV
Lendorf – SV Spittal 4:1 (2:0)
Thomas-Morgenstern Arena, 800 Zuschauer
1:0 Mario Nagy (35’)
2:0 Martin Morgenstern (41’)
3:0 Christoph Morgenstern (60’)
3:1 Manuel Plattner (73’)
4:1 Martin Morgenstern (91’)
Aufstellung
SV Spittal: Ott (38. Rot) / Jurakic – Pertl – Truskaller – Lagler / Krieber (38.
Gaisecker / 81. P. Rainer) – Kofler – Simic – Jury / Kautz (75.
Hasanovic) – Plattner
Bei gutem Besuch ist das Oberkärntner Derby anfangs von einer
vorsichtigen Spielweise beider Teams geprägt. Somit gibt's anfangs kaum
Torraumszenen, dann aber erspielt sich der SV Spittal ein leichtes
Übergewicht. In der 14. Minute wird Manuel Plattner freigespielt und
läuft aus halbrechts alleine auf das Lendorfer Tor zu. Anstatt den
Schuss aus recht spitzem Winkel zu riskieren, entscheidet sich Plattner
jedoch dafür, den Ball zur Mitte zu geben, wo ein Lendorfer
Abwehrspieler gerade noch vor dem einschussbereiten Christian Kautz
klären kann. Auch die nächste Torchance gehört dem SVS, nach Pass von
Zeljko Simic ist der Lendorf-Tormann einen Wimpernschlag vor Plattner am
Ball (29').
Die ersten 30 Minuten sind aus Spittaler Sicht also durchaus
ansprechend, ab dann geht's aber leider steil bergab. In der 31. Minute
hat der SVS noch Glück, als ein weiter Lendorf-Befreiungsschlag auf dem
nassen Boden enorm hoch aufspringt und über Wolfi Ott geht,
glücklicherweise aber nur im Außennetz landet.
Weniger Glück dann in der 35. Minute: Weiter, hoher Pass die linke
Lendorfer Angriffsseite entlang, Christian Krieber könnte den Ball
entweder durchlassen (dann wäre die Kugel wohl ins Torout gegangen) oder
per Kopf entschlossen klären. Krieber entscheidet sich für Zweiteres,
trifft den Ball aber nicht gut, sodass dieser bei Mario Nagy landet, der
noch ein paar Schritte zur Mitte zieht und mit einem nicht unhaltbar
scheinenden Flachschuss aus 20 Metern zur Lendorfer Führung trifft.
Doch es kommt noch schlimmer: In der 38. Minute ein weiter Pass hinter
die Spittaler Abwehr, Martin Morgenstern ist am schnellsten am Ball, Ott
kommt raus, Morgenstern will den Ball per Kopf an Ott vorbeilegen und
wird dabei von Ott getroffen. Der Schiri entscheidet rasch: Rot für Ott
wegen Torraub - eine korrekte Entscheidung, denn Morgenstern hätte das
leere Tor vor sich gehabt. Dazu gibt's Freistoss von der
Strafraumgrenze; eine haarige Entscheidung denn manch Zuschauer hatte
das Vergehen im Strafraum gesehen.
Der Freistoss geht in die Wolken, aber trotzdem fällt kurz darauf das
2:0, Christoph Morgenstern legt per Kopf für Martin Morgenstern auf und
der trifft aus 8 Metern, der eingewechselte Martin Gaisecker ist ohne
Abwehrchance.
Mit einem ernüchternden 0:2 geht's in die Kabinen und auch nach der
Pause gibt's aus Spittaler Sicht wenig Erbauliches zu berichten: Die
Gastgeber nützen die numerische Überlegenheit clever aus und spielen mit
der Führung im Rücken unaufgeregt und vor allem fehlerlos.
Die endgültige Entscheidung passiert dann in der 60. Minute, nach einem
Angriff durch die Mitte kann Gaisecker einen Schuss von Christoph
Morgenstern zwar schön abwehren, der Abpraller landet aber genau beim
Lendorf-Stürmer, der problemlos abstauben kann.
Auch danach ist Lendorf spielbestimmend und vergibt gleich nach dem 3:0
noch zwei gute Chancen auf ein weiteres Tor, wird aber hinten etwas
nachlässig und so kommt auch der SVS wieder zu Chancen. Die wohl
schönste Aktion des Spiels gibt's in der 67. Minute: Plattner passt auf
Simic, der spielt am Strafraumeck mit der Ferse zu Kautz, der lässt noch
einen Gegner stehen und schießt aus ca 9 Metern, doch der Ball landet an
der Unterkante der Latte.
Knapp vor Beginn der Schlussviertelstunde kommt der SVS dann aber doch
noch zum Torerfolg: Simic spielt im Mittelfeld einen Lendorfer aus und
schickt Plattner steil, der ist schneller als die gegnerischen
Innenverteidiger und spitzelt den Ball am herauslaufenden Tormann vorbei
ins Netz - ein typisches "Plattigoal" eben.
Kurioses gibt's aus der 81. Minute zu berichten: Nachdem Ersatzgoalie
Gaisecker beim Spiel seines Stammvereins Rosegg an diesem Wochenende
bereits im Einsatz war, darf er für den SVS laut Reglement maximal 45
Minuten spielen. Somit muss Trainer Kurt Messner natürlich wechseln und
da der SVS logischerweise keine zwei Ersatzgoalies auf der
Auswechselbank sitzen hat, muss/darf Feldspieler Peter Rainer in den
letzten 9 Minuten das Tor hüten. Dabei macht er sich sogar durchaus gut,
in der 87. Minute klärt er beherzt gegen einen Lendorfer, der
einschussbereit vor ihm auftaucht. Nichts zu rettern gibt's allerdings
in der Nachspielzeit, als Martin Morgenstern für den dritten
Morgenstern-Treffer an diesem Nachmittag sorgt.
Fazit:
Wer gehofft hatte, dass der SV Lendorf gegen den SV Spittal mit
angezogener Handbremse spielt, der wurde enttäuscht. Die Lendorfer
spielten konzentriert, routiniert und fehlerlos und landeten einen
verdienten Heimsieg. Der SVS war anfangs zwar gut, doch schreckliche 10
Minuten vor der Pause zerstörten jegliche Hoffnung auf einen
Punktegewinn.
Zwei Runden vor Schluss hat sich damit an der Situation des SVS nichts
geändert, man ist punktegleich mit St. Michael und es ist weiterhin nur
das bessere Torverhältnis, das den SVS auf Platz 13 hält.
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