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Fotos / Berichte:


05.04.2010
SV ASKÖ Sittersdorf – SV Spittal 1:6 (0:2)
Sittersdorf, 150 Zuschauer


0:1 Christian Kautz (6’)
0:2 Ivan Jurakic (17’, Elfmeter)
0:3 Manuel Plattner (49’)
0:4 Zeljko Simic (55’)
1:4 Nuhanovic (56’)
1:5 Christian Kautz (72’)
1:6 Zeljko Simic (74’)



Aufstellung SV Spittal: Ott / Kofler – Pertl – Truskaller (57. Burusic) – Kircher (80. Angerer) / Lagler – Jurakic – Simic – Kautz (77. Krieber) / Plattner – Jury



Gegenüber der Mannschaft, die am letzten Wochenende gegen Welzenegg unglücklich mit 0:1 verloren hat, gibt es nur einen Wechsel, für den gesperrten Florian Sixt spielt Lukas Kofler rechts in der Abwehr.

Vor gut 40 mitgereisten Spittal-Fans beginnt der SVS sehr druckvoll und zeigt dem Tabellenletzten gleich von Beginn an, dass man nach Sittersdorf gekommen ist, um ein paar Eier im gegnerischen Tor zu versenken.

Die Belohnung für das gute Spittaler Spiel folgt schnell: Nach Freistossflanke von Zeljko Simic vergisst die gegnerische Abwehr auf Christian Kautz, der den herauseilenden Tormann per Fuß elegant überhebt (6’) und für die frühe Führung sorgt.
10 Minuten und zwei Spittal-Chancen später das nächste Tor: Thomas Lagler spielt Kautz im Strafraum frei, der von einem Gegner gefällt wird und den verhängten Elfmeter verwertet Ivan Jurakic trocken zum 2:0.
In der 27. Minute hätte es nach Meinung der zahlreich mitgereisten Spittal-Fans den nächsten Elfer geben müssen, denn nach schönem Angriff (Simic spielt Paul Jury rechts frei, dessen Flanke legt Manuel Plattner per Kopf für Kautz auf) wird ein Kautz-Schuss auf der Linie mit der Hand abgewehrt. Der Schiri sieht’s allerdings anders und so bleibt’s beim 2:0.
Sittersdorf schießt nach einer halben Stunde erstmals aufs von Wolfi Ott gehütete Tor, dann aber gleich recht gefährlich, doch unser Goalie kann einen Schuss von der Strafraumgrenze an die Außenstange lenken.

Der Rest der ersten Halbzeit ist fad, doch nach dem Seitenwechsel geht’s gleich aufregend weiter: Nach einem schlimmen Sittersdorf-Fehler im Spielaufbau fährt der SVS über Simic, Kautz und Plattner einen perfekten Konter, Kautz spielt den Tormann aus und serviert Plattner den Ball, der die Kugel ins verwaiste Tor drückt (49’).
Wenige Minuten später die endgültige Entscheidung, ein nicht unhaltbar scheinender Simic-Schuss von der Strafraumgrenze findet seinen Weg in die Maschen (55’).

Direkt danach holt Sittersdorf durch einen obligatorischen Treffer von Nuhanovic (wer sonst?), der aus 16 Metern genau trifft, zwar einen Treffer auf, ein wirkliches Aufbäumen bewirkt das bei den Unterkärntnern allerdings nicht.

Im Gegenteil, auch weiterhin bleibt der SVS am Drücker und kontrolliert die inferioren Gastgeber ohne Probleme. Noch krasser wird das Leistungsgefälle ab der 64. Minute, denn da sieht der Sittersdorfer Ibrahimovic Rot wegen Torraubs, nachdem er dem durchgebrochenen Plattner die Beine wegzieht.
Die logische Folge: Weitere Tore! Zuerst trifft Kautz, in einer Kopie des 3:0 wird diesmal er von Plattner vor dem leeren Tor bedient (72’). Zwei Minuten später erzielt auch Simic sein zweites Tor, dieses Mal gibt’s für den Tormann nach einem Kracher aus 15 Metern ins Kreuzeck allerdings nichts zu halten (74’).

In der Schlussviertelstunde tut sich nicht mehr viel, einmal wird dem SVS ein Elfer vorenthalten und knapp vor Abpfiff scheitert Simic mit seinem Schuss am gegnerischen Tormann und so bleibt es beim 6:1-Kantersieg.

 

Fazit:
Ein auch in dieser Höhe verdienter Auswärtssieg gegen inferiore Gastgeber, die dem SV Spittal heute in jeglicher Hinsicht unterlegen waren.

Die schnellen Angreifer des SVS hatten heute ihren Spaß mit der langsamen gegnerischen Abwehr und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Sittersdorfer. Und nachdem heute auch die Chancenauswertung stimmte, war der hohe Auswärtssieg die logische Folge.

Ein 6:1 gab’s auswärts zuletzt übrigens im Oktober 2005 (beim SAK) sowie im Oktober 2007 (bei Gmunden); höher hat der SVS auswärts zuletzt 1980 gewonnen (damals 8:1 bei Magdalen)!
Ein mehr als bemerkenswerter Sieg also, der dem SVS nicht nur den zweiten Auswärtssieg in Folge sondern auch den Sprung auf Tabellenplatz 11 bringt; nach dem bitteren 0:1 am letzten Wochenende schaut die Spittaler Fußballwelt damit schon wieder viel freundlicher aus.

 


Marco Oberhuber für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
April 2010