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23.04.2010
SV Spittal – SV Feldkirchen 1:3 (0:3)
Goldeckstaion, 350 Zuschauer


0:1 Miloti (7’)
0:2 Miloti (10’ Elfmeter)
0:3 Miloti (40’)
1:3 Ivan Jurakic (77’ Elfmeter)


Aufstellung SV Spittal: Ott / Sixt – Pertl – Truskaller – Kofler (46. Krieber) / Hasanovic – Lagler (46. Burusic) – Simic – Jurakic / Kautz – Jury


Revanche am SV Feldkirchen und insbesondere an „Handballer“ Auron Miloti wollte der SV Spittal an diesem milden Frühlingsabend nehmen, doch bereits nach wenigen Minuten war klar, dass es mit dieser Revanche nichts wird. Und es war ausgerechnet Miloti, der diesem Spiel seinen Stempel aufdrückte:

7. Minute: Planlose Flanke eines Feldkirchners in Richtung Spittaler Strafraum, wo sich Thomas Pertl und Wolfi Ott im Tiefschlaf befinden, denn beide lassen den Ball am 5er passieren, sodass die Kugel bei Miloti landet, der aus spitzem Winkel mit einem platzierten Schuss trifft.
10. Minute: Angriff der Feldkirchner durch die Mitte, ohne Gegenwehr gelangen die Gäste bis in den Spittaler Strafraum, wo dann der Feldkirchner Sick gestoßen wird und sofort zu Boden gibt. Die Folge: Ein harter, aber vertretbarer Elfer, den Miloti souverän verwertet.

Nach diesen schrecklichen 10 Minuten erfängt sich der SVS und kommt seinerseits zu ersten Torchancen, so zB durch Halid Hasanovic, der aus 14 Metern halbrechts nur knapp übers Tor schießt (21’). Einige Minuten später fast ein Eigentor, als der Tormann eine Flanke abfangen will, ein Feldkirchner aber per Kopf zum Tormann zurückgeben will – aber der Ball geht knapp am Tor vorbei (29’). Die beste Chance für den SVS gibt’s dann in der 37. Minute, als Zeljko Simic am 16er schön auf Christian Kautz durchsteckt, doch der scheitert am gegnerischen Goalie, der schön herausgekommen ist und dadurch den Winkel verkürzt.

Feldkirchen ist weitgehend ungefährlich, aber sobald Miloti den Ball hat, ändert sich das schlagartig. So auch in der 40. Minute, als der Feldkirchen-Topscorer von der Spittaler Abwehr freundlich eskortiert wird (attackiert wurde er definitiv nicht) und alleine vor Ott die Neven behält und seinen Hattrick macht.
Wenig später fast das 0:4, nach perfektem Miloti-Stanglpass schießt Sick aus 3 Metern 5 Meter drüber.
Der SVS hat vor der Pause noch eine Szene, doch ein leicht abgefälschter Schuss von Paul Jury geht nur ans Außennetz.

In der Pause muss Trainer Kurt Messner natürlich reagieren und nimmt Thomas Lagler sowie Lukas Kofler (der auf der linken Abwehrseite leider eine inferiore Leistung bot) vom Feld und bringt Anton Burusic und Christian Krieber.

In der zweiten Halbzeit ist das Spiel des SVS besser anzuschauen, die Fehlpassquote sinkt deutlich und Krieber macht über links einigen Dampf, sodass das Spiel des SVS nicht mehr so rechtslastig ist wie vor der Pause.
Der SVS schnürt den Gegner nun ordentlich ein und kommt in der Folge zu einigen guten Chancen:
-- 48. Minute: Flanke in den Feldkirchner Strafraum, der Tormann irrt herum, Burusic steht am langen Eck frei, verfehlt aber den Ball.
-- 51. Minute: Hasanovic zieht aus über 30 Metern ab, trifft aber nur das Lattenkreuz.
-- 53. Minute: Ein Flachschuss von Florian Sixt aus gut 25 Metern zischt um Zentimeter am langen Eck vorbei.
-- 56. Minute: Der Tormann kann einen Pertl-Freistoss aus 25 Metern nur nach vorne abprallen lassen, doch Kautz scheitert im Nachschuss alleine vorm Goalie.
-- 59. Minute: Ein Kautz-Schuss wird abgeblockt, der Ball kommt zu Jury und dessen Schuss aus gut 10 Metern geht nur ganz knapp am Tor vorbei.
-- 62. Minute: Kautz düpiert nahe des Elferpunktes zwei Gegner und kommt zum Schuss, schießt dem Tormann aber genau in die Arme.
-- 66. Minute: Hannes Truskaller zieht aus 28 Metern ab, doch der Tormann fischt seine Granate aus dem Kreuzeck.

Feldkirchen hat in der zweiten Halbzeit überhaupt nur eine gute Torchance – die hätte allerdings ein Tor sein müssen: Nach Krieber-Ballverlust an der Mittellinie startet Miloti einen Konter und spielt den Ball perfekt auf den mitgelaufenen Hinteregger, der alleine vor Ott zum Schuss kommt, aber an unserem Goalie scheitert. Allerdings prallt der Ball erneut zum Feldkirchen-Spieler, der nunmehr das leere Tor vor sich hat, allerdings so schwach schießt, dass der zurückgelaufene Ivo Jurakic den Ball noch von der Linie kratzen kann (61’).

In der 77. Minute kommt der SVS dann doch noch zum mehr als verdienten 1:3, nach einer Jurakic-Flanke sieht der Schiedsrichter ein Handspiel und entscheidet auf Elfmeter (auch dieser Elfer ist vertretbar, aber hart, denn der Arm des Feldkirchners war eher angelegt als ausgefahren). Jurakic trifft souverän ins rechte Eck.

In den Schlussminuten versucht der SVS alles, das Spiel nochmals spannend zu machen, kommt aber zu keinen Chancen mehr; dies auch, weil die Feldkirchen-Spieler entweder „verletzt“ am Boden liegen oder mit teilweise rot-würdigen Fouls den Spittaler Spielfluss unterbrechen. Und so gibt’s in den letzten Minuten zwar noch 3 Gelbe Karten für Feldkirchen, aber keine Tore für den SVS mehr. 

Fazit:
Auron Miloti machte den Unterschied in dieser Begegnung. Seine drei Chancen verwandelte er kaltblütig und die zwei anderen guten Feldkirchen-Chancen legte er perfekt auf.
Aus Spittaler Sicht ist natürlich die katastrophale Abwehrleistung in der ersten Halbzeit zu bekritteln, denn alle drei Gegentore wären zu verhindern gewesen, aber wenn man einen Miloti nicht attackiert, darf man sich nicht wundern, wenn’s hinten klingelt.
Positiv war, dass man auch bei 0:3 nicht aufgab und gegen einen defensiv stehenden Gegner noch einige Torchancen herausspielen konnte. Mit ein bisschen mehr Glück bzw. Routine im Abschluss hätte das Spiel durchaus noch einmal spannend werden können.

Was zählt, sind allerdings die Fakten und die sind wenig erfreulich: Der SVS ist zuhause nun schon 4 Spiele sieglos und nachdem die Konkurrenten auch an diesem Wochenende ihre Spiele gewonnen haben, ist der Abstand nach vorne gewachsen (auf Platz 12 fehlen derzeit 4 Punkte), der Vorsprung auf Platz 13 (=höchstwahrscheinlich ein Abstiegsplatz) beträgt hingegen nur mehr 1 Pünktchen.
Damit ist klar: In den letzten 8 Runden geht’s nicht mehr darum, ins Tabellenmittelfeld zu kommen – es geht (wieder einmal) ums nackte Überleben!


Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
April  2010