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25.09.2009
SV Spittal - FC St. Michael 4:1 (2:0)
Goldeckstadion, 400 Zuschauer


1:0 Manuel Plattner (2')
2:0 Christian Kautz (28')
2:1 Krijan (63’)
3:1 Antun Miskovic (71')
4:1 Manuel Plattner (90')


Aufstellung SV Spittal: Huberg / Kofler (90. Hasanovic) – Pertl – Jurakic – Brandner / Sixt – Graf – Kautz – Angerer (89. Krieber) / Miskovic (85. Dzeko) – Plattner


Obwohl der SV Spittal die letzten 4 Meisterschaftsspiele verloren hat, sind immerhin gut 400 Zuschauer gekommen, um dem SVS an einem milden Frühherbstabend auf die Beine zu schauen.

Ein Teil der – in Spittal traditionell spät eintrudelnden – Zuschauer ist noch gar nicht im Stadion, da steht’s schon 1:0 für den SVS: Der aufgerückte Lukas Kofler bekommt rechts im Mittelfeld den Ball und sein hoher Ball nach vorne wird zur perfekten Vorlage für Manuel Plattner, der rechts im Strafraum als erster an den Ball kommt und den herausgelaufenen Tormann problemlos überhebt.

Trotz dieser frühen Führung löst sich beim SVS die Verkrampfung nicht, was aber auch kein Wunder ist: Auch gegen die SKAK Amateure, den VSV und Bleiburg war man in Führung gegangen, hatte das Spiel dann aber jeweils noch verloren.
Die Minuten 3 bis 25 sind ziemlich ausgeglichen, mit minimalen Vorteilen für die Gäste aus St. Michael, die auch die einzige Torchance in dieser Phase des Spiels verzeichnen: Nach einem schnellen Angriff über rechts zieht ein Gästespieler alleine auf das Spittaler Tor, seinen Schuss aufs kurze Eck kann Daniel Huber aber zur Ecke wehren.

Der SVS wird erst wieder nach 25 Minuten aktiver, nach einem Angriff durch die Mitte kann ein Torschuss von Christian Kautz gerade noch abgeblockt werden. Nur kurz darauf steht Kautz gleich wieder im Mittelpunkt: Nach Ecke von links scheitert er mit seinem Kopfball am Tormann, kommt dann noch einmal an den Ball, schießt aber einen Gegner an, kommt noch einmal zum Schuss, der Tormann kann aber abwehren. Aber der vierte Versuch passt dann, den kurz abgewehrten Schuss kann Kautz aus spitzem Winkel über den liegenden Tormann und die Linie drücken.
Der Rest der ersten Halbzeit ist wenig aufregend, beide Teams schenken sich nichts und so gibt’s zwar einige Gelbe Karten, Torchancen hingegen nicht, wenn man von einer Rettungsaktion von Ivan Jurakic absieht, der eine halbhohe Flanke recht knapp neben dem eigenen Tor zur Ecke klärt.

Die zweite Halbzeit beginnt deutlich spannender: Nach Pass nach vorne ist Florian Sixt vor dem gegnerischen Tormann am Ball und hat den Goalie eigentlich schon ausgespielt und das leere Tor vor sich, als er vom Tormann mit beiden Händen zu Boden gestoßen wird. Elfmeter für den SVS sowie Rot wegen Torraub wären die logische Folge gewesen, doch der Schiedsrichter lässt weiterspielen – nicht die einzige seltsame Entscheidung des Mannes in schwarz an diesem Abend. Denn vor allem zwischen der 50. und 70. Minute gibt es einige derbe Fouls der Gäste, die der Schiedsrichter aber des öfteren nicht angemessen ahndet.

Wie auch immer – den Sieg des SVS sollte die etwas auswärtstendenziöse Leistung des Schiedsrichters an diesem Abend nicht verhindern. Denn die Gäste kommen zwar in der 63. Minute zum Anschlusstreffer (nach einer Verlegenheitsflanke in den Strafraum steht ein Gästespieler am langen Eck völlig allein und kann problemlos einnetzen), doch nur wenige Minuten später ist der alte Abstand wieder hergestellt und das auf kuriose Weise: Freistoss für den SVS aus gut 25 Metern, Jurakic tritt an und lässt einen Schuss Marke „Gelsenhammer“ los, doch für den Tormann ist offenbar auch dieser Schuss noch zu fest, denn er kann den Ball nicht bändigen und so staubt Antun Miskovic aus kurzer Distanz dankend ab.

Damit ist das Spiel entschieden, denn obwohl die Gäste brav weiterkämpfen, kommen sie zu keinen nennenswerten Chancen mehr. Der SVS hingegen hat noch eine gute Chance (der Tormann kann eine halbhohe Flanke nicht festhalten, reagiert dann aber beim folgenden Plattner-Schuss gut /86.) und kommt in der Nachspielzeit sogar noch zum vierten Treffer: Fehlpass St. Michael im Mittelfeld, der eingewechselte Ognjen Dzeko kommt an den Ball und spielt den mitgelaufenen Plattner frei, der den Ball am herauseilenden Tormann vorbei ins Netz setzt.
Kurz danach ist Schluss und der SVS kann sich nach über einem Monat wieder über einen vollen Erfolg freuen.



Fazit:
Der Sieg des SV Spittal geht jedenfalls in Ordnung, ist aber etwas zu hoch ausgefallen. Vor der Pause machte der SVS aus zwei Chancen ebenso viele Tore. Nach dem Seitenwechsel verhinderte der Schiri mit einem nicht gegebenen Elfer die mutmaßliche frühe Entscheidung, wodurch das Spiel nach dem Anschlusstor noch einmal kurz spannend wurde. Den Tormann der Gäste plagte aber offenbar das schlechte Gewissen, denn mit seinem fürchterlichen Patzer vor dem 3:1 war er maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass der SVS eine ruhige Schlussphase absolvieren konnte.

In der Tabelle hat der SVS mit diesem Sieg wieder etwas Boden gutgemacht; ob der Erfolg ein Strohfeuer war oder der Trend längerfristig nach oben geht, wird bereits das nächste Spiel zeigen, wenn man zu Gast beim spielstarken SK St. Andrä ist.
 


Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
September 2009