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14.08.2009
FC Welzenegg – SV Spittal 1:1 (1:1)
Sportpark Welzenegg, 250 Zuschauer


1:0 Hafner (21’)
1:1 Thomas Pertl (44’)


Aufstellung SV Spittal: Krewalder / Kofler (70. Krieber) – Pertl – Jurakic – Brandner / Sixt – Hasanovic – Plattner – Angerer / Miskovic – Kautz


Ohne Daniel Huber (angeschlagen) und Ogmjen Dzeko (krank), dafür mit über 40 SVS-Fans im Rücken tritt der SV Spittal beim allgemein als stark eingeschätzten Aufsteiger aus dem Osten Klagenfurts an.
 

Die Partie beginnt eher schleppend, der SVS hat das Geschehen zwar unter Kontrolle, kommt aber nur zu einer Halbchance (Weitschuss von Halid Hasanovic geht knapp drüber /9. Minute).
In der Defensive wird der SVS kaum gefordert, trotzdem kommen die Gastgeber aus dem Nichts zur Führung: Nach einem weiten Abschlag nach vorne begeht Abwehrchef Thomas Pertl einen schrecklichen Fehler (er will klären, verfehlt aber den Ball), auf einmal ist Daniel Hafner (der in der Saison 2006/07 für den SVS gespielt hat) alleine vor dem Spittaler Tor und lässt David Krewalder im Eins gegen Eins keine Chance.


Der SVS reagiert zuerst geschockt und lässt noch eine weitere gute Torchance zu (24. Minute: Krewalder kann einen Schuss nur nach vorne abwehren, die Welzenegg-Angreifer können den Abpraller aber nicht verwerten), steigert sich dann aber zusehends, schnürt die Gastgeber teilweise minutenlang in deren Hälfte ein und kommt auch zu guten Torchancen:

·         30. Minute: Hasanovic steckt durch auf Antun Miskovic, der tanzt den Torhüter aus und hat das leere Tor vor sich, trifft aus sehr spitzem Winkel aber nur das Außennetz

·         35. Minute: Freistossflanke von Lukas Kofler aus halbrechter Position, Verwirrung in der Welzenegg-Abwehr, ein Spieler fährt mit der Hand zum Ball, doch die Pfeife des (ansonsten guten) Schiedsrichters bleibt stumm.

·         39. Minute: Wieder Freistoss für den SVS von halbrechts, Manuel Plattner kommt am langen Eck frei zum Kopfball, setzt den Ball aber knapp am Tor vorbei.
 

Knapp vor der Halbzeit kommt der SVS dann aber doch noch zum mittlerweile mehr als verdienten Ausgleich: Hasanovic spielt Plattner an der linken Flanke frei, der zieht in den Strafraum und seinen perfekten Querpass in Richtung langes Eck verwandelt Pertl mit einem souveränen Flachschuss aus gut 7 Metern Torentfernung. Riesenjubel bei der Mannschaft und vor allem beim Torschützen, der damit nicht nur seinen Fehler vor dem 0:1 ausgebügelt hat, sondern auch sein erstes Tor in der Kampfmannschaft erzielt hat. Und dieses Tor wollte Pertl offenbar unbedingt, denn normalerweise taucht ein Innenverteidiger bei einem „normalen“ Angriff nicht im gegnerischen Strafraum auf, was einen Kiebitz gleich zu folgender – politisch nicht ganz korrekter – Äußerung veranlasst: „Gibts jo net, da Pertl is auf amol dogwesn – wie da Deitsche in Polen!“

 

 

Nach der Pause gibt’s gleich eine Chance für Welzenegg (nach einem Angriff über rechts rutscht ein Spieler an einem Stanglpass vorbei, der Ball kommt nochmal in den Strafraum, doch die SVS-Abwehr kann mit viel Glück retten), dann aber macht der SV Spittal dort weiter, wo er in der ersten Halbzeit aufgehört hat: Er übt ordentlich Druck auf das Welzenegg-Tor aus und kommt wieder zu einigen guten Chancen:

·         49. Minute: Christian Kautz spielt sich durch die gegnerische Abwehr, doch anstatt zu schießen, spielt er einen Stanglpass ins Nirgendwo.

·         50. Minute: Kautz geht alleine aufs gegnerische Tor, doch der starke Welzenegg-Goalie Rom kann seinen Schuss abwehren.

·         56. Minute: Miskovic setzt den Ball unbedrängt aus 12 Metern am Tor vorbei.

·         61. Minute: Plattner geht halbrechts auf und davon, doch Rom kann erneut glänzend parieren und Plattners Schuss zur Ecke klären.

·         65. Minute: Nach einem Eckball kann die Welzenegg-Abwehr zwar klären, doch der Ball landet bei Ivan Jurakic, der aus ca. 22 Metern sofort abzieht: Sein Bombenschuss hätte genau ins Kreuzeck gepasst, doch mit einer Weltklasseparade kann Rom die Kugel noch leicht abfälschen, sodass sie von der Querlatte wieder ins Feld springt.

 

Von den Gastgebern ist zu Beginn der zweiten Hälfte im übrigen gar nichts zu sehen, am bemerkenswertesten ist da noch eine Szene aus der 52. Minute, als Salih Alic – der schon beim SVS enttäuschte – nach schwacher Leistung ausgetauscht wird.
Der Jurakic–Lattenschuss scheint die Welzenegger dann aber doch aufzuwecken, denn in der Folge forcieren sie wieder die Offensive und kommen zu zwei guten Chancen: Zuerst fährt Krewalder außerhalb des Strafraums an einem Ball vorbei, womit ein Welzenegg-Stürmer zum Ball kommt, doch aus spitzem Winkel nur ins Außennetz trifft und einige Minuten später schießt Schreier nach schönem Solo alleine vor Krewalder knapp drüber.

 

Die letzten beiden Chancen im Spiel gehören wieder dem SVS (Miskovic-Schuss wird abgeblockt /78. und Hasanovic-Schuss knapp drüber /80.), in der Schlussphase tut sich dann nur mehr wenig und nach 90 Minuten ist pünktlich Schluss.

 

 

Fazit:
Dank der großen Zahl an Strafraumszenen bekamen die Zuseher ein durchaus attraktives Spiel serviert. Auch aus Spittaler Sicht kann man nicht unzufrieden sein, gegenüber den ersten beiden Spielen war vor allem offensiv eine Steigerung erkennbar und bei besserer Chancenauswertung hätte es einen Auswärtssieg gegeben. In der Defensive waren die Abstimmungsprobleme hingegen weiterhin kaum zu übersehen, hier wartet auf Trainer Janusz Kubica noch viel Arbeit.

 


Florian Gauglhofer für die Gruppierung  "Caballeros Spittal 03"
August 2009