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13.08.2010
FC St. Veit – SV Spittal 1:1 (0:1)
Jaques Lemans Arena, 300 Zuschauer


0:1 Tengg (17’, Eigentor)
1:1 Rabl (88’)



Aufstellung SV Spittal: Gaisecker / Sixt – Chaile – Neidhardt – Pertl / Truskaller – Pichorner – P. Rainer (88. Graf) – Weissenberger (27. Rot) / Plattner (62. Lagler) – Jury (77. Hasanovic)


Nach dem Motto „never change a winning team“ schickt Trainer Miljanovits die gleiche Startelf aufs Feld, die am vergangenen Wochenende den ATSV Wolfsberg 2:0 geschlagen hatte.

Im regnerischen St. Veit startet der SV Spittal allerdings deutlich weniger angriffslustig als noch vor einer Woche, in der ersten Viertelstunde tut sich am Feld nämlich fast gar nichts. Folgerichtig fällt die Spittaler Führung in der 17. Minute auch aus mehr oder weniger heiterem Himmel: Manuel Plattner hat auf der rechten Seite den Ball und gibt die Kugel halbhoch zur Mitte in Richtung Paul Jury, der – gut bewacht – im Strafraum lauert. Vor Jury ist allerdings der St. Veiter Tengg am Ball, der klären will, den Ball aber so unglücklich trifft, dass selbiger im St. Veiter Tor einschlägt.

Ohne echte Torchance liegt der SVS in Führung, trotzdem wird den ca. 30 Spittaler Fans nicht fad, denn 10 Minuten nach der Führung sieht Philipp Weissenberger für ein Foul im Mittelfeld die Rote Karte. Eine extrem harte Entscheidung, denn es war eigentlich ein klassisches Gelb-Foul.
Die Gastgeber können mit der numerischen Überlegenheit allerdings kaum etwas anfangen und bleiben auch weiterhin harmlos. Der SVS kommt aus dem Spiel zwar auch zu keinen Chancen, ist aber bei Standards brandgefährlich, insbesondere rund um die 40. Minute. Da gibt’s nämlich mehrere Eckbälle, und die führen zu gleich zwei Alu-Treffern für den SVS: Zuerst geht ein Jury-Schuss von der Strafraumgrenze nach kurz abgewehrter Ecke an die Latte und eine Minute später kommt Carlos Chaile im Strafraum zum Schuss, doch wieder ist bei der Latte Endstation.

Mit einer verdienten Führung geht’s in die Pause, danach wird St. Veit allerdings immer stärker und beginnt den SVS zusehends in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Im Abwehrzentrum sind Chaile und Claus Neidhardt zwar zumeist Herr der Lage, trotzdem nähern sich die Herzogstädter in der Folge dem Spittaler Tor immer näher an. Eine Reihe von Schüssen, Flanken, Eckbällen und Freistößen wird in Richtung Martin Gaisecker abgegeben, wirklich Gefährliches ist allerdings nicht dabei. Am knappsten an einem Torerfolg ist St. Veit noch in der 80. Minute, als ein Schuss von der Strafraumgrenze nur um Zentimeter über das Spittal-Tor geht.
Als viele SVS-Fans schon mit dem Sieg rechnen, gibt’s dann aber doch noch die kalte Dusche: Nach Foul von Hannes Truskaller gibt der mit Heimtendenz ausgestattete Schiri Freistoß für St. Veit; der Ball wird aus 25 Metern vors Tor gebracht, am langen Eck übersieht Thomas Pertl, dass sich in seinem Rücken der St. Veiter Rabl davonschleicht und der köpft den aufspringenden Ball aus kurzer Distanz ins Tor.

Danach tut sich nichts mehr, es bleibt beim 1:1.

 

Fazit:
Insgesamt ein leistungsgerechtes Remis.

Dem SVS kam aus dem Spiel zwar zu wenigen Chancen, was mit einem Mann weniger aber keine Überraschung ist. Nach der glücklichen Führung hatte der SVS mit gleich zwei Lattenschüssen Pech (und hat damit in drei Runden bereits vier Mal auf „Holz“ geklopft).
In der zweiten Halbzeit machte sich das Fehlen von Weissenberger bemerkbar und St. Veit zog teilweise ein regelrechtes Powerplay auf, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Schlussendlich war der Ausgleich aufgrund der zweiten Halbzeit aber doch verdient.