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06.08.2010
Eine Minute später probiert’s Weissenberger wieder, die Distanz beträgt zwar knapp 25 Meter, aber diesmal passt sein Schuss ganz genau, der ATSV-Goalie streckt sich vergeblich und der Ball schlägt im linken Eck ein. Das erste Saisontor des SVS ist somit gleichermaßen verdient und schön. Auch nach der frühen Führung bleibt der SVS am Drücker und übt mächtig Druck aus. In der 15. Minute kommt Plattner nach einem Angriff über links zum Kopfball, setzt den Ball aber knapp am Gehäuse vorbei. Gleich danach bekommt der SVS einen Freistoss zugesprochen (20 Meter, zentral vor dem Tor). Jürgen Pichorner tritt an und schießt flach in Richtung Tormanneck, der Goalie kann den scharf geschossenen Ball nur mit den Fingerspitzen erreichen, die Kugel rollt die Torlinie entlang und geht an die Stange, ehe ein Verteidiger zur Ecke klären kann. Mit dieser Torchance ist die Sturm-und-Drang-Phase des SVS fürs erste zu Ende und das Geschehen spielt sich von nun an zumeist im Mittelfeld ab. Die erste Halbchance für die Gäste gibt’s nach exakt einer halben Stunde, als ein Spieler knapp an einer Flanke vorbeifährt. Wirklich gefährlich wird’s dann in der 41. Minute, als nach einem schönen Angriff über die linke Abwehrseite des SVS ein ATSV-Stürmer im Spittaler Strafraum an den Ball kommt, doch sein Drehschuss aus gut 8 Metern geht weit übers Tor. Somit geht’s mit einer absolut verdienten SVS-Führung in die Kabinen. Nach der Pause beginnt der SVS wieder schwungvoll und kommt in der 56. Minute fast zum 2-0: Plattner geht links durch und flankt zur Mitte, wo sich Jury den Ball gekonnt runternimmt, in den Strafraum zieht und aus 10 Metern schießt – der Tormann wäre chancenlos gewesen, aber der Ball geht nur an die Unterkante der Latte und prallt von dort wieder ins Spielfeld zurück. Direkt danach sieht ATSV-Kapitän Hübler für ein Dutzendfoul Gelb/Rot, der SVS somit ab sofort numerisch überlegen. Allerdings macht man wenig aus der Überzahl, sondern zieht sich in der Folge eher zurück. Die Wolfsberger werden offensiv allerdings kaum gefährlich, zu gut steht die Innenverteidigung, in der Chaile und Claus Neidhardt fehlerlos agieren. Der starke Neidhardt zeigt in der 61. Minute seine ganze Routine: Einen ATSV-Schuss von der Strafraumgrenze kann Goalie Martin Gaisecker nur nach vorne abwehren, aber Neidhardt muss das geahnt haben, denn er kann den Ball mit einer Grätsche vor einem einschussbereiten Wolfsberger zur Ecke klären.
Mehr Gefährliches haben
die Gäste nicht zu bieten, trotzdem bleibt das Spiel spannend, da der
SVS nicht zum 2:0 kommt und offensiv auch nicht mehr so stark ist wie zu
Beginn des Spiels. Daher heißt’s fast bis zur Nachspielzeit zittern,
dann fällt allerdings die Entscheidung: Konter SVS, der eingewechselte
Halid Hasanovic bringt den Ball von links zur Mitte, wo Pichorner lauert
und die Kugel aus 10 Metern unter die Latte knallt.
Fazit: Hauptverantwortlich für den Sieg war die starke Defensivleistung, die Routiniers Chaile und Neidhardt ließen hinten fast nichts anbrennen und sorgten dafür, dass der SVS nie ernsthaft unter Druck geriet. Gut auch die Unterstützung aus dem Mittelfeld, wo insbesondere Pichorner und Kapitän Hannes Truskaller weite Wege gingen und mit ihrer Zweikampfstärke viele wichtige Duelle gewannen. Im Sturm hatten Jury und Plattner zwar kein Glück im Abschluss, konnten die gegnerische Abwehr aber mehrfach erfolgreich anbohren. In Summe eine ansprechende Leistung, die Lust auf die nächsten SVS-Partien macht.
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